Barolo Bussia 2018

Prunotto: Barolo Bussia 2018

Zum Winzer

95–96
100
2
Nebbiolo 100%
5
rot, trocken
13,5% Vol.
Trinkreife: 2025–2045
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 95–96/100
Decanter: 93/100
6
Italien, Piemont
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Barolo Bussia 2018

95–96
/100

Lobenberg: 2018 war im Piemont ein sehr warmes Jahr mit ausreichend Regenmengen und einer regulären Ernte im Oktober. Ein sehr feiner und doch klassischer Jahrgang, kein grandioses Tannin-Jahr wie 2016, sondern delikat, unanstrengend, offen und sehr ausgewogen. 2018 ist eher wie 2012 und 2008, mit dieser hohen Eleganz und Verspieltheit. Und obwohl viele Leute von einem heißen und trockenen Jahr reden, weil es vor allem in Bordeaux sehr warm und trocken war, ist 2018 im Piemont kein besonders heißes und trockenes Jahr. In Summe ist es ein leichteres, elegantes und florales Jahr, mit einer guten Basis-Konzentration. Nicht so rund wie 2015, ohne die extremen Gerbstoffe von 2016 und nicht so hyperkonzentriert wie 2017. Einfach ein klassisches, aber feines, elegantes, trinkiges und hedonistisches Jahr. Der Vergleich mit 2012 und 2008 passt eben wahrscheinlich am besten. Keine extremen Wetterkapriolen aber ein sehr feuchtes Frühjahr, leichtere Weine sind die Folge, dann aber eine trockene Erntezeit im Oktober – so wie es für einen klassischen Barolo oder Barbaresco sein soll. Dementsprechend gibt es sehr elegante, leichtere und doch aromatisch verspielte Weine. Alle Winzer, die statt auf Extrakt und Power Richtung Feinheit und Finesse vinifiziert haben, konnten überwältigend schöne Weine für frühen Genuss auf die Flasche bringen, köstlich, filigran, finessenreich und unanstrengend. Bussia – die berühmte Amphitheater-Lage in Monforte. Prunotto hat nur Anteile im Herzstück von Bussia, bis weit über 300 Meter Höhe. Eine große Lage, hier werden schon weit über 10.000 Flaschen erzeugt. Klassisch Bussia: in der Nase Marzipan, Mandeln, Kernobst und tiefreife Zwetschge. Florale Noten neben konzentrierter Himbeere. Ganz feine Schlehe, verspielt und trotzdem superkonzentriert. Toller Grip im Mund, aber fein. Total polierte Tannine, nichts Scharfes und nichts Rustikales. Einfach nur fein und reif, trotzdem nicht so rund wie 2015. Der Vergleich mit 2012 leuchtet mir komplett ein. Ein superelegantes Jahr. 2012, 2008 – das sind die Jahre, die die nächsten 10, 20 Jahre perfekt zu trinken sein werden. Kein Wein zum Niederknien, einfach nur eine grandiose Harmonie ausstrahlend. Diese reife rote Frucht, zusammen mit diesen extrem feinen Tanninmassen und der floralen Note darüber. Das ist kein großer Barolo, das ist einfach nur ein sehr feiner und schicker Barolo aus einem reifen, eleganten Jahr. Archetypisch, mit toller Länge. Was für ein schöner Wein. 95-96/100

93
/100

Decanter über: Barolo Bussia

-- Decanter: Prunotto is one of the most classic names of Barolo and Bussia. Today under Antinori management, the winemaking is more precise and slightly more modern in style. The must ferments at 26-28°C (relatively low for Barolo) and the wine then ages in large 32hL Slavonian and French oak and Acacia casks for 18 months. Dried cherry dominates the nose, enhanced by a rhubarb note combined with sweet cinnamon spice. The acid carries the fruit over the palate, with velvety-light and super-ripe tannins which give to the wine a particularly graceful style for a Bussia. 93/100

Mein Winzer

Prunotto

Alfredo Prunotto verhalf im Jahre 1923 der nach dem 1. Weltkrieg in Schwierigkeiten geratenen Genossenschaftskellerei »Vine delle Langhe« in Alba zu neuem Leben. Der sehr junge Alfredo war seit Beginn der 1904 in Serralunga gegründeten Genossenschaft ihr Sekretär und Berater.