Barolo Bricco Manescotto 2018

Azienda Agricola Corino

Barolo Bricco Manescotto 2018

seidig & aromatisch
strukturiert
93–94
100
2
Nebbiolo 100%
5
rot
15,0% Vol.
Trinkreife: 2023–2040
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 93–94/100
Anja Breit: 94/100
Suckling: 93/100
6
Italien, Piemont
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Barolo Bricco Manescotto 2018

93–94
/100

Lobenberg: 2018 war im Piemont ein sehr warmes Jahr mit ausreichend Regenmengen und einer regulären Ernte im Oktober. Ein sehr feiner und doch klassischer Jahrgang, kein grandioses Tannin-Jahr wie 2016, sondern delikat, unanstrengend, offen und sehr ausgewogen. 2018 ist eher wie 2012 und 2008, mit dieser hohen Eleganz und Verspieltheit. Und obwohl viele Leute von einem heißen und trockenen Jahr reden, weil es vor allem in Bordeaux sehr warm und trocken war, ist 2018 im Piemont kein besonders heißes und trockenes Jahr. In Summe ist es ein leichteres, elegantes und florales Jahr, mit einer guten Basis-Konzentration. Nicht so rund wie 2015, ohne die extremen Gerbstoffe von 2016 und nicht so hyperkonzentriert wie 2017. Einfach ein klassisches, aber feines, elegantes, trinkiges und hedonistisches Jahr. Der Vergleich mit 2012 und 2008 passt eben wahrscheinlich am besten. Keine extremen Wetterkapriolen aber ein sehr feuchtes Frühjahr, leichtere Weine sind die Folge, dann aber eine trockene Erntezeit im Oktober – so wie es für einen klassischen Barolo oder Barbaresco sein soll. Dementsprechend gibt es sehr elegante, leichtere und doch aromatisch verspielte Weine. Alle Winzer, die statt auf Extrakt und Power Richtung Feinheit und Finesse vinifiziert haben, konnten überwältigend schöne Weine für frühen Genuss auf die Flasche bringen, köstlich, filigran, finessenreich und unanstrengend. Den Manescotto mit 5 ha und 25 bis knapp 50 Jahre alten Reben kauften die Corinos erst vor wenigen Jahren. Anfangs wurde er noch in den La Morra verschnitten, jetzt wird er separat vinifiziert. Der Weinberg liegt ein bisschen mehr Richtung Serralunga, und so ist auch der Weinstil etwas maskuliner als bei Corino üblich. Die Nase des 2018er duftet nach Kalkstein, Kreide und etwas Graphit. Weiche, reife Zwetschge, mit etwas Himbeere, würzig, aber fein bleibend. Im Mund ein klein wenig spröde, der Wein braucht noch einige Jahre. Etwas holprig. Nicht diese total Harmonie und Ausgewogenheit des würzigen Giachini. Einfach ein bisschen weniger definiert. Trotzdem behält er die Jahrgangstypizität. Reif, weich, hedonistisch, lecker und offen. 93-94/100

94
/100

Anja Breit über: Barolo Bricco Manescotto

-- Anja Breit: Leuchtendes, mittleres rubinrot mit einem Touch orange. Die Nase duftet ätherisch nach Kräutern. Estragon, Thymian, Kardamom, Muskatnuss, Pfeffer und ein Touch Vanille legen sich über jede Menge an dunklen Kirschen, Sauerkirschen und roten Johannisbeeren. Nach ein paar Minuten im Glas kommt Leder und feiner schwarzer Tee dazu. Im Mund ist das Tannin fein sandig strukturiert. Gut Druck dahinter mit einer rauchig dunklen Mineralität. 94/100

93
/100

Suckling über: Barolo Bricco Manescotto

-- Suckling: Walnuts color the ripe red fruit on the nose and palate here. Medium-bodied with compact, fine-grained tannins that provide a lightly firm, velvety framework to the dense core of fruit. A little tense now, but should even out fairly quickly. More approachable this year. Try from 2023. 93/100

Mein Winzer

Azienda Agricola Corino

In der winzigen „Fraktion“ Annunziata, in der Gemeinde La Morra, in unmittelbarer Nachbarschaft von Elio Altare, haben die Corinos ihre kleine Azienda Agricola.