Vietti

Barbera d'Asti La Crena 2017

seidig & aromatisch
fruchtbetont
strukturiert
97–98+
100
2
Barbera 100%
5
rot
15,0% Vol.
Trinkreife: 2021–2040
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 97–98+/100
6
Italien, Piemont
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Barbera d'Asti La Crena 2017

97–98+
/100

Lobenberg: Der Barbera „La Crena“ ist der am längsten im Fass verweilende Barbera im Hause Vietti. Auch wenn der Barbera d’Alba „Scarrone“ Vigna Vecchia für mich häufig der mindestens gleichwertige, manchmal sogar größere Wein ist, bekommt nur der vom Winzer höher eingeschätzte „La Crena“ fast genauso lange Fass- und Flaschenlagerung wie die Top-Barolo. Das bedeutet, dass der 2015 erst im Jahre 2018 auf den Markt kommt und 2016 eben erst 2019. Anders als die Barolo wird dieser Barbera eine kurze Zeit der Malo auch im kleinen, neuen Barrique ausgebaut, und kommt erst dann ins große gebrauchte Holzfass. La Crena besteht aus uralten Reben. Ein Großteil wurde Anfang der 30er Jahre gepflanzt. 3,5 Hektar. Für Asti erstaunlich schlank. Die spontane alkoholische Vergärung erfolgte noch im Stahl. Nach der Malo im Barrique geht es ins große, gebrauchte Holzfass für satte 18 Monate. Der Wein zeigt dementsprechend nicht die in Asti so häufig übliche Überholzung. Unendlich fein mit viel schwarzer Kirsch, mit Brombeere. Das Holz ist extrem fein im Hintergrund bleibend, es dominiert nicht. Die Schwarzkirsche ist die komplette Dominante. Ein bisschen Lakritze dahinter, aber nicht fett. Alles sehr fein schiebend. Brombeere und Cassis in einer sehr feinen Version. Die Nase ist reich, cremig und dicht. Trotzdem bleibt das Ganze fein. Auch der Mund ist ein tänzelndes Potpourri von schwarzer Kirsche mit Lakritze, süßer Maulbeere. Überhaupt nicht fett werdend, sondern total balanciert von salziger, intensiver Länge. Tolle Mineralität. Wenn Barbera d´Asti immer so fein bleiben könnte, so tänzelnd bleiben könnte, dann ist er nicht nur grandios und riesig, sondern er ist vor allem trinkig. Dieser hier hat einen sensationellen, saftigen Trinkfluss. Auch ein Hauch Blaubeere kommt dazu. Ja, so soll es sein. Er muss sich dem Partner Barbera d´Alba Scarrone VV beugen, weil Alba einfach noch feiner ist als Asti. Aber das ist schon oberste Reihe in Barbera. 97-98+/100

Mein Winzer

Vietti

Die Familie Vietti erzeugt Wein seit vier Generationen in Castglione Falletto im Herzen des Anbaugebiets Barolo. Seit 1957 war der 2012 verstorbene Alfredo Currado für den Ausbau der Weine verantwortlich, schon 1961 begann er die großen Lagen separat zu vinifizieren. Vietti war es vorbehalten, den...