Barbera Conca Tre Pile 2019

Aldo Conterno: Barbera Conca Tre Pile 2019

Zum Winzer

94–95
100
2
Barbera 100%
5
rot, trocken
14,5% Vol.
Trinkreife: 2024–2044
Verpackt in: 6er
9
seidig & aromatisch
fruchtbetont
3
Lobenberg: 94–95/100
6
Italien, Piemont
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Barbera Conca Tre Pile 2019

94–95
/100

Lobenberg: Conca Tre Pile ist ein kleines Seitental innerhalb der Großlage Bussia. Conca heißt auf Italienisch Tal. Direkt daneben liegt eine kleine Farm, die Farm der »drei Säulen«. In den 1960er Jahren haben die Conternos diesen Weinberg gepachtet, später gekauft und dann Ende der 1970er komplett neu bepflanzt. Es gibt nur 18.000 Flaschen anstelle des Potenzials von 36.000 Flaschen. Der Ausbau geschieht für 12 Monate im Barrique. 2019 war so ein reichen und säurestarkes Jahr, dass sogar komplett neues Holz verwendet wurde. Es ist in der Nase aber kaum spürbar. Die Barbera kommt komplett durch, mit süßer, reicher Lakritze, eher Süßholz. Dazu schwarze Kirsche, feine süße Brombeere, Veilchen und üppige schwarze, fette Blüten. Und trotzdem bleibt der Wein fein. Ein wunderbar cremiger Mund. Crème de Cassis, ein bisschen Brombeere, dunkle Schokolade und Lakritze. Schön süß und trotzdem nicht fett. Elegant und trotzdem mit Power und guter Frische. Ein sehr ausgewogener, balancierter Barbera, mit Volumen und gutem Grip und aufregender Vibrationen, so groß wie 2017 und 2016. 94-95/100

Jahrgangsbericht

Der Jahrgang 2019 ist im Piemont wie auch in vielen anderen Regionen Europas ein magisches Jahr der Perfektion, er wird als klassischer Jahrgang hoch gelobt und im selben Zuge auch hoch bewertet. Viele Winzer vergleichen den Jahrgang mit dem Weltklasse-Ausnahme-Jahrgang 2016, besonders wegen der Tannindichte, Konzentration und Power der Weine. Den entscheidenden Unterschied zu den 2016ern macht aber die Balance der vielen dichten Tannine mit der wollüstigen Frucht, die süßer und saftiger ist als in den 2016ern. Die vibrierend frische, ausgleichende Säurestruktur der Weine sorgt für die ultimative, herausragende Balance. Der hohe Anteil an Polyphenolen bringt dabei vor allem bei Nebbiolo eine gesund leuchtende Farbe hervor, die tiefer und intensiver ist als in den Vorjahren. Im Grunde genommen haben die 2019er den Genuss-Regler lauter aufgedreht als die 2016er, sie sind eine hedonistische Version dieses klassischen Jahrgangs. Trotz all der Saftigkeit und Balance werden die Weine aber einige Zeit brauchen, um in ihr ideales Trinkfenster zu kommen, frühestens ab 2025, idealerweise ab 2028 geht’s los. Die Topweine haben das Zeug dazu, locker 20 und mehr Jahre im Keller zu reifen. Sie sind stramme, elegante Marathonläufer.

Mein Winzer

Aldo Conterno

Die Familie Aldo Conterno produziert schon seit über fünf Generationen Wein. Das Weingut, das im Weiler „Bussia Soprana“ bei Monforte d’Alba liegt, der besten Lage Monfortes und eine der besten Lagen für Barolo überhaupt, verwendet auch heute noch, bzw. wieder, ausschließlich die aus eigenen...