Domaine du Pélican

Arbois Poulsard 2019

Limitiert

strukturiert
pikant & würzig
fruchtbetont
94+
100
2
Poulsard 100%
5
rot
11,5% Vol.
Trinkreife: 2022–2035
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 94+/100
6
Frankreich, Jura
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Arbois Poulsard 2019

94+
/100

Lobenberg: Der Poulsard wird nur im 4000L Fuder ausgebaut, sieht überhaupt kein kleines Holz, um der filigranen, delikaten Art der Rebsorte gerecht zu werden. Es gibt nur dieses eine Fass aufgrund der kleinen Ernte. Der Wein ist total verspielt, so zart, floral, Veilchen, Jasmin, Rosenblätter. Ätherische, hochtönige Nase mit einer schwebenden Vielschichtigkeit, die eher wie ein Schleier wirkt. Weißer Pfeffer, weiße Johannisbeere, leichte Sauerkirsche, viel weniger druckvoll als der zuvor probierte Trousseau. Hier ist es nur zart und filigran. Gleichzeitig ist er im einfach unglaublich trinkfreudig. Der Wein ist so saftig, alles zieht sich zusammen, alles tanzt und spielt, so frisch, schick und duftig wie eine Frühlingsblütenwiese. Rosenblätter, roter Tee, Lorbeer, salzige Himbeere, feinsäuerliche rote Waldfrüchte, die mit einem immensen Zug über die Zunge schießen. Man kann das kaum ausspucken solch einen Schluckreflex löst der Wein aus. Die Struktur ist ganz zart, aber gibt dem Wein seinen Geradeauslauf und seine salzig-mineralische Präzision, die er fraglos hat. Man sollte Poulsard ob seiner verspielten Leichtigkeit nicht unterschätzen, er kann ganz grandiose Weine ergeben. Aber diese entwaffnende Saftigkeit und der Trinkfluss eines Weißweines machen den Poulsard dennoch zu einem Zechwein erster Klasse. Es gibt nichts Besseres zu einer rustikalen Vesper mit Saucisson, Schinken aus den Voralpen und herbem Bergkäse. Aber ebenso zu Flussfischen oder Flusskrebsen. Das ist die Quintessenz des alpinen Weinbaus des Jura in seiner filigransten Ausprägung. Einfach ein wunderschöner Saft und in seiner speziellen Art fast ein großer Wein. 94+/100

Mein Winzer

Domaine du Pelican

Kein Anbaugebiet ist aktuell so dermaßen besetzt und bis auf die letzte Parzelle ausgereizt wie das Burgund. Die Preise steigen in den Himmel. Die meisten Familienbetriebe können sich den Kauf neuer Lagen nicht mehr leisten.