Anima Negra 2021

Anima Negra: Anima Negra 2021

Zum Winzer

94+
100
2
Callet 95%, Fogoneu, diverse autochthone Reben
5
rot, trocken
13,5% Vol.
Trinkreife: 2025–2041
Verpackt in: 6er
9
voluminös & kräftig
strukturiert
3
Lobenberg: 94+/100
Penin zu 2019: 94/100
Jancis Robinson zu 2019: 18/20
Parker zu 2019: 92/100
6
Spanien, Mallorca
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Anima Negra 2021

94+
/100

Lobenberg: Hier spürt man sofort, dass es sich um einen großen Wein handelt. Man macht die Augen zu und fliegt geschmacklich von der Cote Rotie über den Hermitage und Chateauneuf direkt und ohne über Los zu gehen an den Douro. Cassis, Rinderblut, verbrannte Erde, Steinmehl und frisch eingekochte Feigen. Frisch und mit einer gehörigen Portion Fruchtsüße legt sich dieses Elixier um die Zunge, man möchte sich zurücklehnen, doch jetzt ist Schluss mit lustig und die Struktur greift nach dem Gaumen, gräbt sich an Rachen und Lippen fest. Medizinale Noten verleihen dem Ganzen eine imposante Seriosität. Der Abgang ist von einer tollen Frische getragen. Selten durfte man solch einen, niemals überkonzentrierten, aber doch so erwachsenen Wein probieren. Aus der autochthonen Sorte Callet gekeltert, eigenständig, aber auch mit einem gehörigen Anspruch auf Größe. Bravo! 94+/100

Jahrgangsbericht

Der Winter 2020/2021 brachte zwischen Dezember und März sehr viel Regen und Schnee, auch etwas Frost. Die Böden waren vor dem Austrieb der Reben mit ordentlichen Wasserreserven gefüllt – ein guter Start in den Jahrgang 2021. Die Blüte verlief bis auf kleine Verrieselungen ziemlich normal, kein Frost, kein Mehltau. Dann folgten nach einem trockenen Mai noch vor der Blüte große Regenmengen im Juni. Nach der Blüte begann ein sehr trockener, warmer, teils heißer Sommer. Hitze- und Trockenstress waren die Folge, die Reben machten ab Mitte August total dicht, um sich zu schützen. Die Beeren waren zu diesem Zeitpunkt dickschalig und kerngesund, Sorge bereitet aber die phenolische Reife, die durch den Stillstand der Reben nicht erreicht werden konnte. Dieses Phänomen gab es in allen Regionen der nördlichen Hälfte Spaniens, also in allen Topregionen. Von Anfang September bis zum 25. September gab es einige Tage satten Regen. Durch die neue Wasserversorgung setzten Photosynthese und Reifung sofort ein. Ab dem 25. September war es trocken, extrem sonnig und warm, nachts sanken die Temperaturen deutlich. Fünf traumhafte Wochen mit großen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nach und hochintensiver Sonne folgten. Diese große Kühle, ja Kälte der Nächte, nach dem letzten Regen vom 25. September, gilt als der Schlüssel zu diesem großen, reifen und zugleich frischen Cool-Climate-Jahrgang. Das Ergebnis waren überall hochgesunde, dickschalige Beeren mit sattem Tannin und hoher Säure vor der Lese im Herbst. Die Weine sind weniger extremreif und immens als 2019, aber deutlich aromatischer und reifer als 2018, mit einer Frische, die ihresgleichen sucht.

94
/100

Penin zu 2019 über: Anima Negra

-- Penin zu 2019: Kirschrot mit granatrotem Rand. Geröstete Aromen, Gewürze. Kakao sowie reife Früchte. Im Mund ein feiner Röstgeschmack mit einer feinen Bitterkeit. 94/100

18
/20

Jancis Robinson zu 2019 über: Anima Negra

-- Jancis Robinson zu 2019: Subtle, smooth, pleasant, long wine. Very well-judged wood. It is a wine of freshness from Mallorca, with hints of ash and charcoal over elegant fruit. In the mouth it is fluid and long. Fabulous and delicate without a doubt. 18/20

92
/100

Parker zu 2019 über: Anima Negra

-- Parker zu 2019: The nose of the 2019 ÀN is super oaky and smoky, with notes of smoked bacon, fried corn and sawdust. There is a core of flowers, red berries and wild herbs encapsulated in oak aromas and flavors and a palate dominated by oak flavors and abundant tannins. It's mostly Callet with some 5% Mantonegro and Fogoneu, and it has 13.5% alcohol and mellow acidity but is completely dominated by the élevage. For fans of oaky reds. 19,800 bottles produced. It was bottled in June 2021. 92/100

Mein Winzer

Anima Negra

Am Anfang von Anima Negra stand die Freundschaft zweier Mallorquiner. Pere Ignasi Obrador und Miquel Angel Cerda stammen beide aus der Ortschaft Felanitx, im Süd-Osten Mallorcas. Sie sind bereits von Kindesbeinen an Freunde, auch wenn Miquel vier Jahre älter ist als Pere.

Anima Negra 2021