Von Winning

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Ein neuer Stern zieht im Eiltempo auf am Firmament des Mittelhaardts: „von Winning“. Stephan Attmann macht sich daran, die berühmten Lagen der zentralen Mittelhaardt in Forst und Deidesheim wieder an die Spitze der großen trockenen Rieslinge Deutschlands zu führen. 

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Rotwein, Pfalz, 2016 Deutschland von Winning

Pinot Noir Royale trocken 2016

Lobenberg: Das ist eine langjährige Erfolgsstory. Von Winning hat einen Top Pinot Noir namens Violette, darunter den Pinot Noir I und den Pinot Noir II. Erstmalig mit dem Jahrgang 2016 wurden Pinot I und Pinot II zusammengefasst unter diesem Namen Pinot Royale, aber zum Preis des Pinot...

  • 18,00 €

0,75 l (24,00 €/l)

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  • 39050H
  • Lobenberg 94+/100
  • Trinkreife: 2020 - 2032

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Chateau Von Winning
Château Von Winning

Über das Weingut "Von Winning"

Stephan Attmann macht sich daran, die berühmten Lagen der zentralen Mittelhaardt in Forst und Deidesheim wieder an die Spitze der großen trockenen Rieslinge Deutschlands zu führen. Auch er arbeitet wie der charismatische, benachbarte Chef des VDP, Stephen Christmann, biologisch und teilweise biodynamisch. Mittels Verwendung aller alten Erkenntnisse der deutschen Rieslingwinzer und des Burgunds (Holzeinsatz und Mazeration der ganzen Trauben mit Schalen, Stielen und Stängeln über Nacht in der gekühlten Presse) konnte er schon 2010 aus den alten Reben des besten Terroirs der Pfalz (Kalkböden wie im Burgund, das macht die Ausnahmestellung und burgundische Affinität der Pfalz aus) die meiner Meinung nach klar beste Kollektion Deutschlands stellen. Den charmanten und fruchtigen 2009ern folgte also mit 2010 der maskuline Überflieger für langes Leben und 2011 und 2012 die perfekte Vermählung dieser zwei Stilistiken, von Winning ist oben angekommen!

Trauben, Jahrgang 2010
Trauben, Jahrgang 2010

Von Winning ist dabei keine Neugründung, sondern der Rückbezug auf eine glorreiche Vergangenheit, entstanden aus der Masse des Weinguts Dr. Deinhard. Ein weinverliebter Investor der Region, der leider zu früh verstorbene Unternehmer Achim Niederberger, machte es möglich. Nun, unter der Leitung von Stephan Attmann, hat man mit von Winning ein bahnbrechendes Konzept gefunden um das alte, etwas angestaubte Image abzustreifen und das Potenzial dieser traumhaften Weinbauregion so weit wie möglich auszureizen. Hilfreich ist natürlich auch, die etwas schwächeren Lagen des Weinguts von Winning weiterhin im Stahl auszubauen und deutlich günstiger unter dem Namen „Dr. Deinhardt“ zu vermarkten, also, wenn man so will, quasi das Einziehen einer Linie von „Zweitweinen“ (Zusätzlich zu der von Winning Gutswein-Linie gibt es seit dem Jahrgang 2011 auch eine deutlich anders gekennzeichnete von Winning Abfüllerlinie aus zugekauften Trauben von erstklassigen Vertragswinzern. Ich kaufe natürlich nur die Domänen-Weine).

Villa Von Winning
Villa Von Winning

Das Geheimnis des von Winningschen Erfolges ist die Konzentration auf ausschließlich die besten Weinberge. „Ein großer Wein entsteht im Weinberg" – diesem obersten Prinzip folgend führt Außenbetriebsleiter Joachim Jaillet sein Spitzenteam. Kunstdünger und Herbizide finden in seiner Philosophie des naturnahen, nachhaltigen Weinbaus keinen Platz. Im Frühjahr 2008 wurde der erste Weinberg als Dichtpflanzung, mit der Stockdichte des Burgunds – ca. 9500 statt üblicherweise unter 5000 Stöcke/ha – angelegt und für die Zukunft ist eine Ausweitung dieses – kompromisslos auf Qualität abzielenden – Systems auf alle Top-Lagen geplant. Der geringere Standraum hat zur Folge, dass die Reben in stärkerer Konkurrenz zueinander stehen und deshalb ihren Ertrag natürlich reduzieren und auf der Suche nach Wasser schon früh tief verwurzeln. Das Verständnis des Weinberges als Ökosystem und die Förderung der natürlichen Vorgänge, in Verbindung mit bedingungslosem, qualitätsorientiertem Aktionismus am Rebstock ermöglicht es, perfekte Trauben zu erzeugen, die im Keller auf respektvolle, schonende Weise bis zum Wein begleitet werden können.“

Von Winning Team
Jesuitengarten
Fasskeller

Betriebsleiter Stephan Attmann ist dazu einer dieser ganz Verrückten, einer der alle großen Weine dieser Welt kennt und über alles liebt, einer, der für Wein lebt. Alle von Winning Weine sind im Holz vergoren worden, manche große Lagen mit hoher Säure sogar teilweise im neuen Holz. Von 225 Litern bis zu 600 Litern reicht Stephans Holz-Spielwiese, auch das Halbstück findet große Verwendung. Attmann ist Edelstahl schlichtweg zu steril, denn seine besten Weine sollen intensiv und lang leben, sie strotzen in jeder Phase vor Virilität und Komplexität. Auch vertragen die auf Kalkböden gewachsenen Weine der Hardt den Holzeinsatz ungleich besser als jeder andere Wein des Landes. Vielen seiner genialen 2010ern ist der Holzeinsatz überhaupt nicht anzumerken. Bei von Winning wird, wie bei den Biodynamikern, nach dem Mond gearbeitet und Hornmist ausgebracht, da dessen Wirkung auf die biologische Aktivität erwiesen scheint. Bei all seinen Überlegungen möchte Attmann aber vornehmlich möglichst gute Weine auf die Flasche bringen. Da Attmann ein fast schon verrückter Pinot-Noir-Liebhaber ist, wird er wohl auch in Rot schon bald von sich reden machen. Meiner Meinung nach ist Stephan Attmann und sein Weinverständnis und Stil die Zukunft der Weißweine der Pfalz und eine große Bereicherung für Deutschland insgesamt!