Weißwein, Burgenland - Leithaberg DAC, 2017 Österreich Markus Altenburger

Markus Altenburger Weiß "Skin & Stones" 2017

Lobenberg: So viel steht mal fest. Das ist nichts Gewöhnliches. Allein die Rebsortenzusammensetzung verspricht so einiges. Als erstes kommen einem der Muskat und der Traminer in die Nase. Und dann riecht man auch eindeutig den Schalenkontakt. Schräg, aber witzig. Im Grunde wechseln die...

  • 17,50 €

0,75 l (23,33 €/l)

  • 39933H
  • Lobenberg 94/100
    Falstaff 92/100
  • Trinkreife : 2020 - 2037

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Sauvignon Blanc – Weißwein mit Klasse

Nach Chardonnay ist der Sauvignon Blanc die zweitwichtigste weiße Rebsorte weltweit. Sie reiht sich in den vornehmen Club der Cépage Noble, der Edelrebsorten, ein und spielt nicht umsonst auch auf internationaler Bühne eine herausragende Rolle. Die weiße Traube mit französischem Stammbaum begeistert Weinkenner in aller Welt mit rassiger Säure und expressiver Aromenvielfalt. Der Sauvignon-Blanc ist aus einer spontanen Kreuzung zwischen Traminer und Chenin Blanc hervorgegangen und hat sich vermutlich schon in der Antike im Loiretal verbreitet. Dort befindet sich auch heute noch das Hauptanbaugebiet der emblematischen Rebsorte.

Wiege im Herzen Frankreichs

Die späte Reifezeit und Frostempfindlichkeit der Rebe macht sie wenig geeignet für nördliche Gefilde. Sie hat im milden geschützten Klima des Loire-Tals eine ideale Heimstatt gefunden. Zu berühmten Sauvignon-Gebieten zählen Sancerre und Pouilly-Fumé. Die hier erzeugten Tropfen gelten weltweit als Vorbild hochqualitativer Sauvignon-Weißweine. Auch in Bordeaux, der Provence, Languedoc und Bourgogne wird Sauvignon angebaut. Darüber hinaus ist der Sauvignon in fast allen Weinbaugebieten der Welt vertreten. Hochburgen sind vor allem Neuseeland, Südafrika und Kalifornien. In der Neuen Welt ist der Sauvignon auch unter der Bezeichnung Blanc Fumé bekannt.

Der Sauvignon Blanc wird nicht nur reinsortig ausgebaut, er macht auch als Cuvée eine gute Figur. Als geeigneter Partner hat sich der Sémillon erwiesen, der mit seiner Honignote ideales Pendant zur rassigen Säure des Sauvignons ist. In Südafrika wird er bisweilen auch mit Chardonnay verschnitten.

Rebsorte mit Tücken

Die walzenförmige kleine Traube mit ihren dickschaligen Beeren ist höchst anpassungsfähig und kommt sowohl mit kühleren als auch mit wärmeren Klimazonen zurecht. Trotzdem ist die Rebe nicht ganz einfach zu kultivieren und zeigt sich in mancherlei Hinsicht launisch. Besonders beim Anbau auf schweren Böden bringt die Traube sehr hohe Erträge hervor, was nicht unbedingt der Weinqualität dient. Die Traube gelangt dann meist nicht zur vollen Reife – die daraus erzeugten Weine weisen ausgeprägte grasige krautige Geschmacksnoten auf und zeigen sich wenig ausgewogen. Auf mageren kargen Böden dagegen spielt der Sauvignon-Blanc seine ganzen Trümpfe aus und punktet mit harmonischer Struktur und fruchtiger Frische. Zu viel Feuchtigkeit während der Blütezeit quittiert die Traube mit Verrieselung (dem Abfallen eines Teiles der Blüten).

Wandlungsfähige Aromenvielfalt

Weißweine aus der Sauvignon-Traube schmecken am besten jung und präsentieren sich in den ersten zwei Jahren in Bestform. Ausnahmen bilden im Barrique ausgebaute Tropfen – aber auch diese Weine haben ihren Geschmackszenit meist nach fünf Jahren überschritten. Sauvignon-Weine haben je nach Ausbau ein sehr abwechslungsreiches Geschmacksspektrum zu bieten. Daher können sie eine breite Schicht von Weinliebhabern erreichen. Klassische Eigenschaften der Sauvignon-Weißweine sind ihre frische rassige Säurestruktur und mineralische Noten. Sie duften verführerisch nach grünen Früchten, grünem Spargel und Kräutern – sie werden daher auch als "grüne Sauvignons" bezeichnet. Doch Sauvignon-Weine können auch ganz anders. Sie brüsten sich mit Noten von exotischen Früchten, zeigen Anklänge an Cassis und Holunder oder betören mit opulenten blumigen Düften nach Lilien, Narzissen und Akazie. Der helle Weißwein verführt im Glas mit grünlichen oder goldenen Reflexen und passt hervorragend zu asiatischen Gerichten. Auch Fisch und Gemüse sowie helle Fleischgerichte und Geflügel profitieren von dem noblen Begleiter.