Rotwein, Californien, 2008 USA Verité Winery

Le Désir 2008

Lobenberg: Le Désir, also der Wunsch, ist der charmanteste unter den drei Top-Weinen bei Verité. Ein Blend mit hohem Cabernet-Franc-Anteil. Götterstoff, gemacht für die ganz große Strecke. Der late-release 2008er kommt 2018 direkt vom Weingut, eine erste Trinkreife zeigend. DER Beweis der...

  • 459,00 €

Limitiert

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0,75 l (612,00 €/l)

  • 33737H
  • Lobenberg 100/100
    Parker 100/100
    Wine Enthusiast 97/100
  • Trinkreife : 2018 - 2060

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Malbec – der kraftvoll würzige Argentinier

Die alte französische Rebsorte bringt ungeheuer farbintensive, fast lilaschwarze Weine mit unverwechselbarem Charakter hervor. Sie umschmeicheln den Gaumen mit üppigen Pflaumen- und Tabaknoten, glänzen mit fruchtiger Würze und harmonischer Säure – den Abgang kann man durchaus opulent nennen. Zwar hat die Rebsorte in Europa an Bedeutung verloren, feiert aber auf der südlichen Halbkugel rauschende Feste – vor allem in Argentinien.

Samtig weiche Präsenz

Die Merlot-Traube hat das Privileg, zu den sechs Rebsorten zu gehören, die für Bordeauxweine zugelassen sind. Die Edelrebsorte erlebte in den letzten Jahren einen rasanten Aufschwung und ist inzwischen eine der weltweit am häufigsten angebauten Sorten. Das ist vor allen Dingen ihrer Bedeutung als exzellenter Cuvée-Partner geschuldet. Die Merlot-Traube setzt in Verschnittweinen mit ihrem samtig weichen Charakter den Kontrapunkt zu tanninbetonten Traubensorten. Sie übernimmt im Orchester edler Cuvées die Rolle der sanft schmeichelnden Violine – der Harfe, die den harmonischen Schlussakkord setzt. Ein Solo gibt die Traube dagegen eher selten. Dann entstehen fruchtige vollmundige Rotweine, die sanft den Gaumen umschmeicheln. Vor allem die französischen Winzer wissen um ihr Potenzial – einige der teuersten Bordeauxweine bestehen fast ausschließlich aus Merlot-Trauben.

Entstanden ist die Rotweintraube aus einer Kreuzung von Cabernet Franc und der nahezu in Vergessenheit geratenen Magdeleine Noire de Charente. Ihr Name geht wahrscheinlich auf "merle" (französisch Amsel) zurück, da diese Vögel eine Vorliebe für die Merlot-Traube entwickelt haben. Möglicherweise bezieht sich der Name auch auf das schwarzblau schimmernde Federkleid der Amsel – denn genau diese Farbe haben die Beeren der Rebsorte.

Einwanderer in die Neue Welt

Die tiefdunkle Traube diente lange zur farblichen Intensivierung von Bordeauxweinen. Heute beschränkt sich ihre Beteiligung an Bordeauxcuvées auf maximal drei Prozent. Einst wurde der Wein in 30 französischen Departments angebaut – dementsprechend viele Synonyme hat die charakterstarke Rebe hervorgebracht. Côt, Pressac oder Auxerrois sind nur einige von ihnen. Heute spielt die Malbec-Traube in Frankreich nur noch eine untergeordnete Rolle. Ihre Frostempfindlichkeit hat der Sorte nahezu den Garaus gemacht – nur noch ein Paartausend Hektar sind erhalten geblieben. Sie liegen hauptsächlich in der Region Cahors, wo Rotweine zu 70 % Prozent aus Malbec bestehen. Dafür hat der Wärme liebende Rebstock in Argentinien eine neue Heimat gefunden. Dort hat man sich schon lange auf die Rebsorte mit französischen Wurzeln kapriziert –vor allem in der Region Mendoza. Inzwischen gilt der Malbec gar als argentinischer Nationalwein. In geringem Umfang wird die Traubensorte auch in den USA und Chile, Südafrika und Australien, Spanien, Italien und der Schweiz angebaut.

Fruchtiger Genuss – harmonisches Bouquet

Die dünnschalige Traube besitzt zurückhaltende Tannine – entsprechend samtig weich und geschmeidig präsentiert sich der Wein am Gaumen. Merlot-Weine besitzen wenig statische, immer gleiche Geschmacksnoten und zeigen je nach Ausbau, Terroir und Reife ganz unterschiedliche Facetten. Die Konstante: Der rubinrote Wein begeistert stets mit einem sanften harmonischen Bouquet – egal ob er mit Anklängen an Pflaume, Kräutern oder malzigen Noten glänzt. Mit der Reife tritt die fruchtige Note dezent in den Hintergrund und macht subtilen Kräuteraromen Platz. Diese Charakteristika machen Merlot-Rotweine zum idealen Begleiter für Lamm und Rind – sie werden aber vermehrt auch gerne zu würzigen Schweinefleischgerichten genossen.