Maison Ginestet

Weinpaket: 600 Parker Punkte Grand Cru Classés mit je 1 Fl. der Chateaux 2009 Smith-Haut-Lafitte, 2009 Leoville Poyferre, 2010 Pontet Canet, 2010 Montrose, 2016 Léoville Las Cases, 2016 Cos d'Estournel (6 Flaschen)

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2
Cabernet Sauvignon, Merlot, Petit Verdot, Cabernet Franc
5
rot
Trinkreife: 2020–2050
Verpackt in: 6er OHK
3
Lobenberg: 100/100
Parker: 100/100
6
Frankreich, Bordeaux, Bordeaux-Kollektion
7
Allergene: Sulfite
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Weinpaket: 600 Parker Punkte Grand Cru Classés mit je 1 Fl. der Chateaux 2009 Smith-Haut-Lafitte, 2009 Leoville Poyferre, 2010 Pontet Canet, 2010 Montrose, 2016 Léoville Las Cases, 2016 Cos d'Estournel (6 Flaschen)

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2016: 2009 Château Smith Haut Lafitte: Schwarzrot. Unerwartet offene, reife Walderdbeerennase mit frischer Zwetschge, feine Milchschokolade, typische Pessac-Exotik mit Orangenschale, heller Erde und leichten Touch nach Gras und Heu. Rasse, leicht raue Note der Gerbstoffe in der Nase. Konzentrierter Schokoladenmund, etwas bitter, noch rau und spröde wie immer in der Jugend aber für den jugendlich immer harten Knochen Smith schon fast charmant, sattes Tannin, sehr intensiv, frische Säure. Sattes Volumen, Brombeere, sehr strukturierter Geradeauslauf, reife Pflaume, mehr Kraft und Länge denn Charme, wird ein toller Wein. 100/1002009 Château Léoville Poyferré: 61% Cabernet Sauvignon, 30% Merlot, 6% Petit Verdot, 3% Cabernet Franc. 14% Alkohol. 40hl Ertrag, geringer als sonst. Extrem charmante, rotfruchtige Waldbeerennase mit feiner Praline und Schokolade. Dann kommen erdige Würze, Johannisbrotbaum, provencalische Gewürze, Gesteinsmehl. Extrem komplexe Nase. Tänzelt. Süße und Rasse zugleich. Brillianter Mund. Die Rasse springt einen an, sensationelle Säure, geschliffenes Tannin. Der Wein hallt zwei Minuten nach. Der Wein tänzelt zwischen roter und schwarzer Frucht hin und her. Schokolade, salzige Mineralität, ganz grandios in seiner Frische, Feinheit und Rasse. Die Kellerarbeit bezüglich des Tanninmanagements war grandios, nur Saft, keinerlei Bitterstoffe der Kerne, weich und rund und lecker in der tollen Wucht. Das Tannin ist dabei immens und drückt von unten nach, aber bleibt immer fein und geschliffen dabei. Das ist große Harmonie. Das ist zusammen mit Las Cases und vielleicht noch vor Leoville Barton, St.Pierre und Gruaud der St. Julien des Jahrgangs. 98-99/1002010 Château Pontet Canet: g 40hl/ ha. Biodynamisch (das einzig zertifizierte Weingut des Medoc !) bewirtschaftetes Weingut der Familie Tesseron. Seit ca. 2003 steil im Aufstieg begriffen, vor einigen Jahren umgestellt auf Biodynamik und in jüngster Zeit immer auf 2eme-Cru-Niveau. Sehr schönes dunkles Rubinrot mit Schwarz. Seit der Umstellung auf Biodynamik ist die Merlot qualitativ dramatisch besser und holt langsam auf gegenüber der schon seit Jahren grandiosen Cabernet Sauvignon. Der größte Qualitätssprung in den letzten 2-3 Jahren resultierte dann auch aus dem Aufholen der Merlot, daher der gegenüber früher höhere Anteil in den Jahren 2009 und 2010. Große, erhabene, weiche, üppige Fruchtnase. Rote Frucht dominiert, fast nur Kirsche, Schwarzkirsche kommt nach roter Kirsche, dann kommt langsam Cassis nach roter Johannisbeere, mit dunkler Schokolade und viel Würze unterlegt. Die Nase hat rot- und schwarzfruchtigen Charme, ist immens, ist süß, ist wuchtig und doch rassig und fein. Hocharomatisch. Ungeheuer intensiv. Der Mund ist pure, vollmundige Finesse. Grandios, ultrafein. Eine Feinheit wie man sie bei Cabernet-Merlot-Blends vielleicht gerade noch bei den allerbesten Californiern findet, an die dieser Wein in seiner Grandiosität und Feinheit auch erinnert. Finesse pur, Rasse ohne Ende. Butterweiche, geschliffene Tannine in großer Fülle. Sehr lebendige Säure, aber nichts davon piekst, alles ist total harmonisch. Grandios in dieser Feinheit. Wo andere Weine, selbst Latour, noch große Power auffahren müssen, ist hier nur Balance und Harmonie pur. Der Nachhall dauert noch fast zwei Minuten. Auch hier fast nur Kirsche. Zu Californien kommt der Eindruck eines Barolo Monfortino, ein wenig Chateau Rayas aus Chateauneuf. In dieser Art in Bordeaux am ehesten mit Chateau Margaux vergleichbar. Dieser Wein ist so sensationell, er hat es nicht nötig mit immensem Druck oder spitzer Säure zu arbeiten, alles passt einfach. Extrem lecker! Ganz großes, superfeines Finessekino. 100/1002010 Château Montrose: Lobenberg: 60% des Weins geht in den Erstwein, 53% Cabernet Sauvignon, 37% Merlot, 9% Cabernet Franc, 1% Petit Verdot. Die Ernte ging bis zum 15. Oktober. Schwarz mit rubinrotem Schimmer, leicht durchscheinend, glänzend. Sehr aromatische Nase, Mon Chéri, Kirschlikör, rote und schwarze Kirsche, dann kommt langsam ein wenig Cassis dazu und Brombeere. Alles auf der süßen, charmanten Seite bleibend. Ein Hauch Marzipan, dunkle Milchschokolade, ein Hauch von kubanischem Tabak. Immer wieder leichter Kirschlikör. Immer charmant und aromatisch wuchtig. Dieser Kirscheindruck setzt sich im Mund fort, süße rote und schwarze Kirsche. Dann kommt aber auch Schattenmorelle, richtig viel Grip und Biss, Rasse, hohe Säure. Johannisbeere, mehr rot als schwarz. Sehr schöne Länge. Unerwartet eleganter und feiner Montrose mit viel Rasse und Biss. Ganz leicht grüne Elemente. Sehr gut, aber durch die hohe Rasse nicht so ein weicher charmanter Riese wie 2009. Bewertung mit Luft nach oben. 99-100/1002016 Château Léoville Las Cases : Schon im recht komplizierten Jahr 2015 war Las Cases mit Ducru ein Überflieger. 2016, in diesem reifen Jahr, sollte er eigentlich noch besser sein. Die Nase ist deutlich reifer, voluminöser als 2015. Nicht so extrem puristisch und karg auf der roten Frucht laufend. Auch viel schwarze Kirsche, schwarze Johannisbeere, sehr reife Pflaume, Lakritze in der Nase. Sehr fein. Der Mund ist eine Explosion in Aromatik. Aber in was? In so viel. Zu allererst würde ich einmal sagen: Unterholz, geröstete Noten, Brombeere und Cassis. Süß und trotzdem nicht süß. Hochintensiv und trotzdem fein. So viel Druck. Der Mund zieht sich zusammen, die Augen werden schmal. Grandiose Säure, aber nichts ist spitz dabei. Und trotzdem ist das ein solcher Knaller im Mund. Er erinnert mich am ehesten an Mouton Rothschild, der auch diese unglaubliche Intensität zeigte, diese Dramatik, diese wahnsinnige Spannung. Auch Cos hatte das in dieser Intensität drauf. Alle Sinne werden berührt. Das ist pure Dramatik, wie sie da so hochflammt. Schwarze Lakritze kommt dazu, intensive Säure und so sattes Tannin, was aber nicht kantig daher kommt. Aber total präsent. Nichts ist grün und trotzdem ist alles ultra frisch. Es kracht und knallt im Mund, und trotzdem hat der Wein Harmonie. Ich würde ihn zwar bestimmt 10 Jahre weglegen, vielleicht länger, aber das wird sowieso ein Wein für die Ewigkeit. Dieser Wein hat deutlich mehr Größe noch als der grandiose 2015er, weil er komplexer ist, weil er nicht so reinsortig auf der frischen roten Frucht lang läuft, sondern in alle Richtungen spielt. Und trotzdem bleibt er präzise in seinem Geradeauslauf. Der Wein ist nicht die Harmonie pur, er ist nicht sehr schick, er ist ein dramatisches Erlebnis von höchster Intensität. Und trotzdem ist nichts zu extrem. Keine Tannine schmerzen, keine Säure setzt dem Mund zu. Die Verblüffung besteht darin, dass viele andere Weine, die irgendwo bei 97-100 liegen, eine weitaus größere Harmonie ausstrahlen. Dieser Las Cases will das gar nicht, dieser Las Cases will polarisieren und will mit brachialer Gewalt alles zeigen. Weil aber, wie ich schon sagte, nichts grün ist, nichts unreif, und alles hochkomplex, dramatisch, voller Spannung, ist es letztlich ein ganz großer Wein. Sicher eines der Highlights der nördlichen Seite. Ich bin begeistert. 100/1002016 Chateau Cos d'Estournel: Ein super 2eme Cru, der zusammen mit La Mission, Las Cases, Pichon Lalande und Ducru relativ nahe dran ist an den Premier Crus. Zumindest qualitativ. 2016 besteht der Blend aus 76% Cabernet Sauvignon, 23% Merlot, 1% Cabernet Franc. Cos d'Estournel kommt 2016 mit fast dramatisch geringem Alkohol von 13 Volumenprozent. Das ist ziemlich perfekt. 3,3 totale Säure und fast 3,7 pH-Wert. Die Ernte ging vom 26. September bis zum 15. Oktober. Cos ist wie Montrose, wie Ducru und Las Cases eines der Weingüter, wo besonders penibel sortiert wird. Nicht nur mehrfache grüne Lese, sondern auch noch auf optischen Sortiergeräten, welche die entrappten Beeren nochmals nachsortieren. Hier kommt nur perfekte Reife in die Kelter. Fermentation überwiegend im Stahl, Ausbau überwiegend im neuen Holz, die Vergärung erfolgt spontan. 2016 ist ein Cos-Jahr wie ich es liebe, wie es aber im Grunde fast nie vorkommt. Die Nase ist butterweich. Das ist fast eine schicke Pomerolnase. Als sei es ein Merlot. Das ist ja eine Kuriosität, wie wir es auch manchmal in Kaliforniern haben. Und daran erinnert er auch. Keinerlei Marmelade, aber total geschliffenes Tannin. So weich, so präzise, so geradeauslaufend. Unter der Zwetschge und schwarzen Kirsche liegt viel gelbe Frucht. Mango, schöner Weinbergpfirsich, Aprikose, dann zerquetschte Himbeere. Aber die Kirsche bleibt die Dominante, nur langsam schält sich etwas Cassis und süße Maulbeere heraus. Es bleibt aber ein super eleganter, ja fast an einen Ridge Monte Bello erinnernder Traum-Saint-Estèphe, der anders als Montrose und Calon Segur ein klein wenig die Herkunft Saint Estèphes, diese leichte Rustikalität, verloren hat. Einfach eine Spur zu perfekt, aber unglaublich schick. Der Mund bringt dann aber doch den Grip Saint Estèphes, wenngleich die Tannine extrem poliert sind. Hier tut gar nichts weh. Ganz anders als in früheren Jahren wo man schon mal über die hohe Extraktion meckern konnte, ist das massiv vorhandene Tannin 2016 total poliert. Der Geradeauslauf ist sensationell. Auch hier haben wir die gelbe Frucht unter der schwarzen Kirsche, Cassis, zerdrückte Himbeere, Brombeere. Aber alles ultra fein und köstlich, raffiniert und mit einer mehrminütigen salzigen Spur auf der Zunge verbleibend. Das ist schon ein Cos d'Estournel einer anderen Art. Ein bisschen wie im Himmel. Ein für mich perfekter Cos mit leichten Saint-Estèphe-Erinnerungen. Mit der Würzigkeit, aber gleichzeitig dieser unglaublichen Eleganz und Länge. Wahrscheinlich mit einem ewigen Leben. Sie werden ihn wegen des Preises nicht kaufen, ich werde ihn also ganz wenig verkaufen. Die Fairness gebietet aber eine ehrliche Bewertung. Best ever hier! 100/100

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Parker über: Weinpaket: 600 Parker Punkte Grand Cru Classés mit je 1 Fl. der Chateaux 2009 Smith-Haut-Lafitte, 2009 Leoville Poyferre, 2010 Pontet Canet, 2010 Montrose, 2016 Léoville Las Cases, 2016 Cos d'Estournel (6 Flaschen)

-- Parker: 2009 Château Smith Haut Lafitte: The finest wine ever made by proprietors Daniel and Florence Cathiard, the 2009 Smith-Haut-Lafitte exhibits an opaque blue/purple color in addition to a glorious nose of acacia flowers, licorice, charcoal, blueberries, black raspberries, lead pencil shavings and incense. This massive, extraordinarily rich, unctuously textured wine may be the most concentrated effort produced to date, although the 2000, 2005 and 2010 are nearly as prodigious. A gorgeous expression of Pessac-Leognan with sweet tannin, emerging charm and delicacy, and considerable power, depth, richness and authority, it should age effortlessly for 30-40+ years. Bravo! 100/100 2009 Château Léoville Poyferré: One of the more flamboyant and sumptuous wines of the vintage, this inky/purple-colored St.-Julien reveals thrilling levels of opulence, richness and aromatic pleasures. A soaring bouquet of creme de cassis, charcoal, graphite and spring flowers is followed by a super-concentrated wine with silky tannins, stunning amounts of glycerin, a voluptuous, multilayered mouthfeel and nearly 14% natural alcohol. Displaying fabulous definition for such a big, plump, massive, concentrated effort, I suspect the tannin levels are high even though they are largely concealed by lavish amounts of fruit, glycerin and extract. 100/1002010 Château Pontet Canet: An absolutely amazing wine, from grapes harvested between the end of September and October 17, this blend of 65% Cabernet Sauvignon, 30% Merlot and the rest Cabernet Franc and Petit Verdot has close to 15% natural alcohol. It comes from one of the few biodynamic vineyards in Bordeaux, but you are likely to see many more, given the success that Tesseron seems to be having at all levels, both in his vineyards and in his fermentation/winemaking. An astounding, compelling wine with the classic Pauillac nose more often associated with its cross-street neighbor, Mouton-Rothschild, creme de cassis, there are also some violets and other assorted floral notes. The wine has off-the-charts massiveness and intensity but never comes across as heavy, overbearing or astringent. The freshness, laser-like precision, and full-bodied, massive richness and extract are simply remarkable to behold and experience. It is very easy, to become jaded tasting such great wines from a great vintage, but it is really a privilege to taste something as amazing as this. Unfortunately, it needs a good decade of cellaring, and that’s assuming it doesn’t close down over the next few years. This is a 50- to 75-year wine from one of the half-dozen or so most compulsive and obsessive proprietors in all of Bordeaux. Is there anything that proprietor Alfred Tesseron is not doing right? Talk about an estate that is on top of its game! Pontet-Canet’s 2010 is a more structured, tannic and restrained version of their most recent perfect wine, the 2009. Kudos to Pontet-Canet! 100/1002010 Château Montrose: This is considered to be among the greatest vintages ever made in Montrose, right up with the 1929, 1945, 1947, 1959, 1961, 1989, 1990 and 2009. Harvest was October 15 to 17. The wine has really come on since I last tasted it, and it needs at least another 10 years of cellaring. The blend was 53% Cabernet Sauvignon, 37% Merlot, 9% Cabernet Franc and 1% Petit Verdot. The wine is opaque black/blue, with an incredible nose of blueberry and blackberry liqueur, with hints of incense, licorice, and acacia flowers. Tannins are incredibly sweet and very present. The wine is full-bodied, even massive, with great purity, depth and a finish that goes on close to a minute. This is a 50- to 75-year-old wine that will repay handsomely those with good aging genes. (Note: The Chateau Montrose website gives an aging potential of 2020-2100.) 100/1002016 Château Léoville Las Cases: Very deep purple-black colored, the 2016 Léoville Las Cases (composed of 75% Cabernet Sauvignon, 14% Merlot and 11% Cabernet Franc) is quite closed to begin, yet with patient coaxing it unfurls beautifully to reveal suggestions of ripe blackcurrants, black raspberries, warm redcurrants and wild blueberries, followed by touches of unsmoked cigars, tilled red soil, cast iron pan, fallen leaves and lavender plus wonderfully fragrant wafts of lilacs and baking spices. Medium to full-bodied, the palate is packed with tightly knit, very subtle layers of minerals, floral notions and black and red berries, all framed by exquisitely ripe, silt-like tannins and fantastic freshness, finishing with epic length and depth. Simply captivating even in its youth, give it at least a decade in the cellar and then enjoy it over the next 50+ years. 100/1002016 Château Cos d'Estournel: The 2016 Cos d'Estournel is blended of 76% Cabernet Sauvignon, 23% Merlot and 1% Cabernet Franc aged in 65% new and 35% two-year-old French oak for 15 months. Bottled in July 2018, it is deep garnet-purple colored and starts off a little closed and reticent, opening out slowly and seductively to reveal beautiful lilacs, rose hip tea, crushed stones and camphor nuances over a core of crème de cassis, kirsch, wild blueberries and mocha plus wafts of incense and wood smoke. The palate is simply electric, charged with an energy and depth of flavors that seem to defy the elegance and ethereal nature of its medium-bodied weight, featuring super ripe, densely pixelated tannins that firmly frame the myriad of fruit and floral sparks, finishing with epic length. Just. Magic. 100/100

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