Markus Molitor

Ürziger Würzgarten Spätlese Goldene Kapsel (fruchtsüß) 2020

Neu

leicht süss
mineralisch
exotisch & aromatisch
97+
100
2
Riesling 100%
5
weiß
7,5% Vol.
Trinkreife: 2022–2060
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 97+/100
6
Deutschland, Mosel Saar Ruwer
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Ürziger Würzgarten Spätlese Goldene Kapsel (fruchtsüß) 2020

97+
/100

Lobenberg: Der Ürziger Würzgarten ist in 2020 bei Molitor der absolute Überflieger über alle Kapselfarben hinweg. Die Lage hat es einfach richtig gut getroffen in diesem Jahr, sie kann sogar – wie hier bei der Spätlese – Markus Molitors Paradelage Zeltinger Sonnenuhr Paroli bieten. Schon die Nase ist eine Wucht! Duftig, konzentriert, kraftvoll und tief. Süße, reife Grapefruit, Sternfrucht, frische und getrocknete Rosenblätter, Himbeere, Salzstein. Man wird von diesem unglaublich verspielten und einnehmenden Duft fast davongetragen, bis man vom krachenden Mundeintritt wieder in die Realität zurückgeholt wird. Wow, so viel Zug und Spannung hat der Würzgarten, seines Zeichens eigentlich oft eher charmant und anschmiegsam, wirklich nur in wenigen Jahren. Hier baut sich eine versammelte Druckwelle aus Mineralität, Gestein und hochkonzentrierter gelbroter Frucht mit Rosen- und Veilchen-Unterlage am Gaumen auf, die sich dann elektrisierend, schlank und ziseliert ins saftig-feine Finale entlädt. Unglaublich vielschichtig und voller Finessen. Diese Spätlese ist eine eierlegende Wollmilchsau mit dem leichtgängigen Trinkfluss eines Kabinetts und der Aromenfülle und Spannkraft einer Auslese – und das in der Mittelgewichtsklasse der Spätlese. Das ist verblüffend und einmalig. In dieser spannenden Komplexität kann man sich verlieren. Ein großer Wein für die Ewigkeit und den sofortigen Genuss, weil er einfach so viel hergibt und so genial ist. Ich kaufe selten Spätlesen, aber diese hier ist ein Must-Have für jeden Rieslingfreak. 97+/100

Mein Winzer

Markus Molitor

Als der blutjunge Markus Molitor 1984 mit 20 Jahren das Weingut an der Mosel vom Vater übernahm, fing er praktisch bei Null an; ohne jede eigene Anbaufläche. Also harte Maloche auf gepachtetem Rebland.