Tumba de Rey Moro Garnacha 2021

Comando G Viticultores

Tumba de Rey Moro Garnacha 2021

Weinclub

Limitiert

pikant & würzig
seidig & aromatisch
strukturiert
98+
100
2
Garnacha 100%
5
rot
14,0% Vol.
Trinkreife: 2026–2044
Verpackt in: 6er OHK
3
Lobenberg: 98+/100
6
Spanien, Madrid, Sierra de Gredos
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Tumba de Rey Moro Garnacha 2021

98+
/100

Lobenberg: Die Weine sind deutlich heller, zarter als die Garnacha aus Katalonien oder dem Languedoc. Das liegt an der speziellen Genetik der Garnacha hier in Gredos. Die Böden sind überwiegend sandig mit Einschüben von Granit, Schiefer und Quartz, darunter der reine Granitfels. Das Mikroklima ist mild und für Zentralspanien recht feucht, die hügelige Landschaft ist teilweise unaufhörlich in Nebel eingehüllt. Dieses spezielle Klima in Kombination mit der extremen Hochlage sorgt für eine sehr lange, langsame Vegetationsperiode mit voller Reife. Die Reben des Tumba del Rey Moro stehen auf 1100 Metern Höhe. Natürlich biodynamisch bewirtschaftet. Spontangärung im offenen Gärständer, dann Ausbau in 500- und 700-Liter-Fässern aus französischer Eiche für 12 Monate. Die Einzellage besteht aus zerklüfteten Terrassen mit freistehenden Buschreben von 60 bis 70 Jahren. Die Besonderheit hier ist pink-farbener Granitstein und auch mehr Quartz-Anteile im Boden. Die Nase erinnert an feinen Châteauneuf vom Sandboden, etwas an Rayas erinnernd, tänzerisch und filigran in der roten Frucht, Sauerkirsche, Kirsche und reife Johannisbeere. Am Gaumen ein Finessewunder, so zart und verspielt, floral und aromatisch, Veilchen und Kräuter, Thymian und Rosmarin, fast etwas Weihrauch. Komplex und tief, aber gleichzeitig so charmant, einnehmend und umarmend. Das ist schon ein ganz eigener, völlig verblüffender Stil, den Comando G hier von diesen wundersamen Weinbergen erzeugt. So spannend schmeckt das etwas andere Spanien! 98+/100

Jahrgangsbericht

Der Winter 2020/2021 brachte zwischen Dezember und März sehr viel Regen und Schnee, auch etwas Frost. Die Böden waren vor dem Austrieb der Reben mit ordentlichen Wasserreserven gefüllt – ein guter Start in den Jahrgang 2021. Die Blüte verlief bis auf kleine Verrieselungen ziemlich normal, kein Frost, kein Mehltau. Dann folgten nach einem trockenen Mai noch vor der Blüte große Regenmengen im Juni. Nach der Blüte begann ein sehr trockener, warmer, teils heißer Sommer. Hitze- und Trockenstress waren die Folge, die Reben machten ab Mitte August total dicht, um sich zu schützen. Die Beeren waren zu diesem Zeitpunkt dickschalig und kerngesund, Sorge bereitet aber die phenolische Reife, die durch den Stillstand der Reben nicht erreicht werden konnte. Dieses Phänomen gab es in allen Regionen der nördlichen Hälfte Spaniens, also in allen Topregionen. Von Anfang September bis zum 25. September gab es einige Tage satten Regen. Durch die neue Wasserversorgung setzten Photosynthese und Reifung sofort ein. Ab dem 25. September war es trocken, extrem sonnig und warm, nachts sanken die Temperaturen deutlich. Fünf traumhafte Wochen mit großen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nach und hochintensiver Sonne folgten. Diese große Kühle, ja Kälte der Nächte, nach dem letzten Regen vom 25. September, gilt als der Schlüssel zu diesem großen, reifen und zugleich frischen Cool-Climate-Jahrgang. Das Ergebnis waren überall hochgesunde, dickschalige Beeren mit sattem Tannin und hoher Säure vor der Lese im Herbst. Die Weine sind weniger extremreif und immens als 2019, aber deutlich aromatischer und reifer als 2018, mit einer Frische, die ihresgleichen sucht.

Mein Winzer

Comando G Viticultores

Comando G – das G steht für Garnacha und ebenjene ist die Herzensangelegenheit der beiden spanischen Winzertalente Fernando García & Dani Landi. Letzterer hat sich seine Sporen bei keinem geringeren als dem umtriebigsten Winemaker Spaniens, Telmo Rodriguez, verdient.