Spätburgunder trocken 2020

Peter Jakob Kühn

Spätburgunder trocken 2020

BIO

seidig & aromatisch
strukturiert
93–94
100
2
Spätburgunder 100%
5
rot
13,0% Vol.
Trinkreife: 2023–2035
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 93–94/100
6
Deutschland, Rheingau
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Spätburgunder trocken 2020

93–94
/100

Lobenberg: Eine kleine Parzelle von 2 Hektar, aber reinsortig bepflanzt mit französischen Klonen. Gepfropft, verschiedene Unterlagsreben, verschiedene burgundische Klone, also im Grunde müsste der Wein Pinot Noir heißen und nicht Spätburgunder. Die Weine werden per spontaner Vergärung im Edelstahl mit einem kleineren Rappenanteil fermentiert. Das ist eine geniale Mischung aus herberen Elementen der erdig-pfeffrigen Würze und der Süße aus der hohen Reife. Das zeigt sich auch ganz deutlich in Nase und Mund. Wir sind hier ganz klar auf der Kirschseite, rote und schwarze, auch Sauerkirsche, Nelken, Piment, elegante Eichenwürze. Schöne reife Frucht, darunter ein bisschen Rauch und süße Gewürze. Eine unglaublich hohe Dichte in der Nase. Die Frische der Rappen zeigt sich auch im Mund, das ist ein ganz deutlicher Burgundertouch, mit dieser süß-herben Schwarzkirsche und der genialen Säure dazu. Diesen Wein würde man blind kaum auf Deutschland tippen. Die Länge im Mund, die Schwarzkirsche mit dieser getoasteten Untermalung zu Brombeere und Cassis ist wirklich verblüffend. Total charming, süß, fein und reif, keine harten Ecken, nur zarter Schmelz am Gaumen. Seidiges Tannin, perfekt reife Säure, die sich hintenraus zieht, sehr geschmeidiger Fluss. Sehr elegant, mit gewisser Tiefe, geschmeidig, ungemein saftig und delikat. Grundsätzlich geht der Wein mit seiner Substanz schon über die Kategorie Gutswein hinaus. Ein wunderschöner Pinot Noir aus dem Rheingau, der dem wunderschön eleganten Pinot Noir von J.B. Becker meines Erachtens in nichts nachsteht, sondern eher noch durch seine stärkere burgundische Ausrichtung mit etwas mehr Fülle leicht im Vorteil ist. 93-94/100

Mein Winzer

Peter Jakob Kühn

Dass man nicht immer Mainstream sein muss, um großen Erfolg zu haben, beweist Familie Kühn mit Ihrer herausragenden Arbeit als Demeter-Aushängeschild des Rheingaus. 1978 übernahmen Angela und Peter Jakob Kühn das Gut in Oestrich-Winkel von Peters Vater, der kurz darauf nach langer Krankheit...