Bernhard Huber

Spätburgunder Schlossberg Großes Gewächs trocken 2019

Limitiert

strukturiert
seidig & aromatisch
saftig
97+
100
2
Spätburgunder 100%
5
rot
13,0% Vol.
Trinkreife: 2023–2043
Verpackt in: 6er OHK
3
Lobenberg: 97+/100
Lobenberg in Wiesbaden: 100/100
6
Deutschland, Baden
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Spätburgunder Schlossberg Großes Gewächs trocken 2019

97+
/100

Lobenberg: Durch die kühleren Nächte im Herbst hat Julian Huber relativ spät gelesen in 2019, um auf eine hohe aromatische Reife zu warten. Die Trauben waren sehr gesund, deshalb konnte man die Lese gut nach hinten ausdehnen. Die pikante Frische war ohnehin da. 18 bis 21 Tage Maischegärung, nur wenig Unterstoßen, überwiegend Überschwallen, also eine eher zarte Vinifikation, weil der Jahrgang so viel phenolische Power hat von sich aus. Wir liegen hier in der Pflanzdichte von 14.000 Stöcken pro Hektar. Daraus resultiert ein maximaler Ertrag von unter 500 Gramm Trauben pro Rebe. Enorme Steigung im steilsten Stück, also extreme Steillage in Süd-, Südwestexposition. Entsprechend sehr warm, auch sehr warm in den Abend hinein bleibend. Purer Muschelkalkfels mit einer kleinen Verwitterungsgesteinsauflage. Zu 100 Prozent französische Klone, Mitte der 90-iger Jahre gepflanzt. Gerade 2019 ist der Schlossberg extrem fein, fast zart für ein so heißes Jahr, durch diese kristalline Klarheit dieses Jahrgangs. Hohe Intensität, aber so schwebend fein. Ganz zarte helle Lakritze, Veilchen, Kirsche, blaue Waldbeeren, heller und fast duftiger als die anderen. Das ist schon hochintensiv und dabei so hochfein. Trotzdem kracht es nicht, sondern alles schwebt wie eine lila Wolke über dem Glas. Ein faszinierendes Spiel auch im Mund. Wie schon die Nase andeutete, viel Beerenfrucht in allen Schattierungen, dazu ein leicht kirschiger, energetischer Einschlag im Mittelmund, der die wollüstige Beerenfrucht ins Finale schießt. Druckvoll, intensiv und so seidig. Wir sind noch seidiger als bei Bienenberg und Sommerhalde hier, weil wir in der wärmeren Lage sind, als im Bienenberg GG und Julian das perfekt mitnimmt. Die Tannine sind präsent, laufen mittig und präzise durch den Mund, aber so zart, so ultrafein. Von der Säurestruktur, von der unglaubliche Frische und kristallinen Art ist das schon ganz außergewöhnlich und zählt wohl mit zum Besten, was wir in Deutschland an Pinot Noir gehabt haben in den letzten Jahrzehnten. Das ist richtig großer Stoff aus einem ganz großen Jahr. 97+/100

100
/100

Lobenberg in Wiesbaden über: Spätburgunder Schlossberg Großes Gewächs trocken

-- Lobenberg in Wiesbaden: Der pure rotfruchtig süße Genuss des Bienenberg vereint mit einer ungeheuren Erhabenheit und Größe. Da strahlt der ganze Schlossberg. Eine begrünte Lage, die man gesehen haben muss um zu glauben und zu verstehen. Ich und wir alle sind so froh, dass Julian Huber das Erbe seines übermächtig erscheinenden Vaters überwunden hat. Er muss jetzt nichts mehr beweisen. Er traut sich jetzt weg vom reinen Beweis-Wein in den Hedonismus, und so soll es sein! Er ist mit Friedrich Becker, Fürst, Ziereisen, Friedrich Keller und Molitor (und KP Keller) der beste Pinot Noir-Winzer außerhalb des Burgunds, und in manchen Jahren (wie 2019?!) gar der Primus inter Pars. Bravo bravo bravo. 100/100

Mein Winzer

Bernhard Huber

Die Geschichte des Spätburgunder in Malterdingen begann vor über 700 Jahren, als die Zisterziensermönche die aus dem Burgund stammenden Reben dort pflanzten.