Saalwächter

Spätburgunder Höllenberg -R- (Rheingau) 2019

Limitiert

seidig & aromatisch
pikant & würzig
strukturiert
97–98+
100
2
Spätburgunder 100%
5
rot
12,5% Vol.
Trinkreife: 2027–2049
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 97–98+/100
6
Deutschland, Rheinhessen
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Spätburgunder Höllenberg -R- (Rheingau) 2019

97–98+
/100

Lobenberg: Die Konstanten bei Carsten Saalwächter sind immer gleich: Niedrige Erträge und biologische Weinbergsarbeit. Im Keller nur spontane Vergärung mit gewissen Rappenanteilen, dann für lange Zeit in überwiegend gebrauchte Barriques zur Malo. Unfiltriert und ungeschönt abgefüllt. Der Assmannshäuser Höllenberg, eine der legendärsten deutschen Spätburgunder-Lagen, seit dem 2018er Jahrgang konnte Carsten hier Flächen pachten. Ganz anderes Terroir als seine gegenüberliegenden Lagen im nördlichen Rheinhessen. Schieferboden, kein Kalk. Eigentlich der gleiche Schiefer wie er sich über den Mittelrhein nach Winningen zu Heymann-Löwenstein hochzieht, anders als an der Mittelmosel. Die R-Versionen sind immer von Carsten selbst ausgewählte Lieblings-Fässer, die sich im Keller besonders schön entwickeln. Es gibt nur ein Fass Höllenberg R, also rund 300 Flaschen. Mehr Druck und Intensität als der reguläre Höllenberg, dichter, deutlicher in der Kirsche. Satte Konzentration, und weniger florale Verspieltheit, hier geht es nur geradeaus. Ein bisschen Blaubeere und Cassis an den Seiten, sonst wäre es ja kein Höllenberg. Aber kein Marzipan, kein Lakritz, nichts Süßes, nur monolithischer, kühler Stein und glockenklare Frucht. Etwas Bleistiftabrieb und Teer. Ein bisschen an Chambertin oder Bonnes Mares erinnernde Aromatik. Der Mund ist hochkonzentriert und läuft nur geradeaus auf dunklem Stein, Kirsche, Sauerkirsche, ungeheure Dichte, fast zum Kauen, aber gleichzeitig finde ich nichts Hartes in diesem Wein. Alles ist reif und samtig, dennoch ein immens dichtes Mundgefühl, was auch daher kommt, dass der Wein unfiltriert ist. Das Ganze wird von intensiver Salzigkeit belgleitet. Sehr beeindruckend in dieser Art, aber auch viel weniger charmant als der normale Höllenberg. Ein Wein, der eine Dekade im Keller verschwinden sollte, bevor man überhaupt das erste Mal drandenkt eine Flasche zu öffnen. Er wird auch sehr lange halten mit dieser Konzentration und inneren Verwobenheit, die ihn viel schwieriger zu lesen macht als den generischen Höllenberg. Ein Monument für geduldige Höllenberg-Fans zum Einlagern. Groß. 97-98+/100

Mein Winzer

Saalwächter

Das Weingut Saalwächter liegt mit seinen 11.5 Hektar im beschaulichen Ingelheim am Rhein. Dem Rheingau gegenüberliegend auf der anderen Rheinseite, ganz im Norden Rheinhessens auf diesem famosen Muschelkalkplateau. Carsten Saalwächter hat uns direkt beim ersten Besuch auf dem Weingut ausgesprochen...