Nach dem Tod des legendären Winzers Patrick Bize wird die Domaine von seiner Frau Chisa und deren Sohn weitergeführt. Bize ist für mich heute ganz klar die Nummer Eins der spannendsten Weine in der Region um Savigny. Ein klein wenig zur Natur hingehend stilistisch, aber das liegt nicht daran, dass die Domaine Naturwein keltern wollen würde, sondern einzig an der sehr naturbelassenen, minimal invasiven Arbeitsweise. Technik und Schwefel werden wenig eingesetzt, nur zur Abfüllung ein wenig. Es wird alles in Holz vergoren und ausgebaut, immer weniger Barriques, sondern mehr Demi-muids von 600 Litern. Die Pinot Noirs werden komplett als Ganztraube verarbeitet, in Holzcuve mit den Füßen eingemaischt und spontan vergoren. Ausbau für rund ein Jahr in gebrauchten Fässern. Die Abfüllung erfolgt ungeschönt und unfiltriert. Der 2017er kam 2025 aus der Domaine, die sehr gerne mit Late Release von mehreren verschiedenen Jahrgängen spielt. Feinfruchtig wie der Les Fournaux und auch mehr zur Struktur laufend. Frisch aufgewühlte Erde, Holzkohle und duftiger Schwarztee, darüber frische, saftige Sauerkirsche feinkörnigen, straffen Tanninen, die dem Wein viel Drive geben. Das ist so ein klassischer, wunderbar verspielter und kühler Burgunder! Einfach traumhaft, das ist Pinot Noir wie er sein soll. Er ist nicht so kalkig-elegant wie der Aux Vergelesses, sondern etwas mehr zur Würze und Sauerkirsche tendierend. 2017 trinkt sich aktuell ganz wunderbar, ist open-for-business und zugänglich. Es war bis 2021 das letztes Jahr der großen Klassik mit feinen, saftigen und kühlen Burgundern, bevor die Hammerjahre 2018 bis 2020 mit mediterranem Flair Einzug gehalten haben. Das ist Oldschool-Burgund vom Feinsten.