Silvaner Grauer Stein trocken

Saalwächter

Silvaner Grauer Stein trocken 2019

Limitiert

97–98
100
2
Silvaner 100%
5
weiß
13,0% Vol.
Trinkreife: 2024–2045
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 97–98/100
6
Deutschland, Rheinhessen
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Silvaner Grauer Stein trocken 2019

97–98
/100

Lobenberg: Der Silvaner wächst an einem kühlen Osthang auf kargem, grauem Kalkstein. Die Reben sind 47 Jahre alt. Nach einer kurzen Maischestandzeit folgt eine extrem langsame, ausgedehnte Pressung, die Längste hat sogar 28 Stunden gedauert, Wahnsinn! Der Ausbau erfolgt im 450 Liter Tonneau in dritter Belegung. Direkt beim ersten Hineinriechen wird direkt klar, das ist kein normaler Silvaner, das ist ein Saalwächter! Feine Reduktionsnote, kühl, superstylisch, reduzierte weiße Frucht, Eukalyptus, etwas Bienenwachs, weißer Pfeffer, nussige Töne. Feuerstein ohne Ende. Kaum Frucht, ein bisschen Zitronenschale, grüne Aprikose, das war’s. Die mineralischen, kreidigen Noten dominieren, eigentlich ist das schon fast verflüssigter Stein. Alleine die Nase ist genial, nur Riechen reicht eigentlich schon, obwohl der Wein so karg und reduziert ist. Das muss man mögen. Saalwächter-Style eben. Mit Luft dreht der Silvaner nochmal richtig auf, bekommt noch mehr Tiefe und leicht ätherische Zitrusnoten tauchen auf, Zitronenmelisse, vielleicht ein bisschen Bitterorange, aber ein fruchtiger Wein wird das nie. Aromatisch ist das irgendwo zwischen einem großen Chenin Blanc von der Loire und einem weißen Burgunder mit einem ganz kleinen Touch Jurawürze dazu. Dieser Eindruck setzt sich im Mund dann nicht nur fort, sondern er wird noch doppelt bestätigt. Wow, was für einen genialen Kick dieser Wein hat, straff, fordernd, karg, mineralisch-salzig ohne Ende. Auch hier sehr reduzierte Frucht, etwas Limette, grüne Aprikose, etwas grüne Birne, Algen, alles läuft über Feuerstein und Bergsalz. Extrem spannungsgeladenen, total irre wie genial diese Kombination schmeckt ohne viel Frucht oder Holz, einfach nur der steinige Bodenausdruck aus den alten Reben und der lange Hefekontakt. Die enorme Salzigkeit lässt die Augen schmal werden und das Wasser im Mund zusammenlaufen, so pikant, elektrisierend, langanhaltend, ganz feinzitrisch ausklingend mit kreidig-phenolischem Gripp hintenraus. Ein Geradeauslauf bis ins Nirvana, hohe Intensität, große Länge. Es war alles andere als einfach so viel Spannung, Rasse und Strahlkraft im Wein zu erhalten, Chapeau. Carsten Saalwächter schwingt sich mit seinem mineralisch-athletischen Stil neben Kai Schätzel und Michael Teschke zu den in Silvaner-Stars in Rheinhessen auf. Das ist ein großer Wein. 97-98/100

Mein Winzer

Saalwächter

Das Weingut Saalwächter liegt mit seinen 11.5 Hektar im beschaulichen Ingelheim am Rhein. Dem Rheingau gegenüberliegend auf der anderen Rheinseite, ganz im Norden Rheinhessens auf diesem famosen Muschelkalkplateau. Carsten Saalwächter hat uns direkt beim ersten Besuch auf dem Weingut ausgesprochen...

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