Saint Joseph Vieilles Vignes 2018

Michel Tardieu - Nordrhone

Saint Joseph Vieilles Vignes 2018

98–100
100
9
voluminös & kräftig, frische Säure, pikant & würzig
2
Serine 100%
3
Lobenberg 98–100/100
5
Rotwein
barrique
13,5% Vol.
Trinkreife: 2025–2045
Verpackt in: 12er OHK
6
Frankreich, Rhone, Nordrhone
7
Allergene: Sulfite,

Abfüllerinformation

Abfüller / Importeur: Michel Tardieu - Nordrhone, Quartier Les Ferrailles - Route de Cucuron, 84160 Lourmarin, FRANKREICH


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lobenberg

Lobenberg über:Saint Joseph Vieilles Vignes 2018

98–100
/100

Lobenberg: Das Rhônetal war 2018, ähnlich wie Bordeaux und ein Großteil von Europa, durch ein extrem nasses Frühjahr von vielen Krankheiten heimgesucht. Es gab echten und falschen Mehltau, einfach unglaublich hohen Pilzdruck. Tardieu nennt es ein gnadenloses Jahr mit dramatisch niedrigen Erträgen. Wie auch in Deutschland galt es hier im Jahr 2018 sehr zuverlässig auszulesen und Mehltau bzw. trockengestresste Trauben penibel zu entfernen. Diejenigen wurden dann mit Weinen von außerordentlich hoher Güte belohnt, allerdings in winzigen Mengen. Nicht selten sind die Erträge nur ein Drittel der normalen Mengen und manche Weine fielen gar ganz aus. Die Nordrhône war 2018, wie das Burgund, im Gegensatz zum Süden schon eher gesegnet. Es gab deutlich weniger Krankheitsdruck und viel weniger Ernteausfälle. Die Weine zeichnen sich durch eine hohe Konzentration, üppige Frucht und wahnsinnige Puristik aus. Sie sind wuchtig und kraftvoll, dunkelfruchtig mit hoher Frische und Feinheit. Es ist das dritte große Jahr in Folge für die Nordrhône und womöglich sogar das Beste der drei, da es feiner ist als die üppigen 2017er und kraftvoller als die eleganten 2016er. St. Joseph ist 100% Syrah, allerdings hier überwiegend die alte Spielart Serine, wie sie nur an der Nordrhône vorkommt. Sehr viel kleinbeeriger, intensiver, dickere Schalen und höhere Säure. Und grundsätzlich eine Tendenz zu mehr roter Frucht. Die Reben für diesen St. Joseph sind Serine von über 100 Jahren, größtenteils wurzelecht und 60 jährige Syrah. Moderate 13.5% Alkohol. Etwa die Hälfte wird nicht entrappt, natürlich spontan vergoren wie alles bei Tardieu. Ausbau im Holz, in über wiegend Neuen und auch gebrauchten Barriques und Holzfudern. Die Reben des St. Joseph wachsen zu 100% auf Granit. Eine Spielart, die es ja auch im Cote Rotie in der Cote Blonde gibt, und nicht umsonst ist St. Joseph, wenn er von diesem Untergrund kommt, ein kleiner Cote Rotie. Dieser St. Joseph ist mein Preis-Leistungswunder bei Tardieu, eben weil er im Grunde ein kleiner Cote Rotie ist. Ich starte 2018 bei Tardieu und es ist wirklich gleich eine grandiose Sache, weil Tardieus ja sowohl an der Nord- als auch an der Südrhône kleine Mengen von herausragenden Weinen erzeugt haben. 2018 ist ein Jahrgang, der wie im Bordelais auch schon, mehr durch seine Reichhaltigkeit und tiefere Säuren gekennzeichnet ist, dann kommt auch noch große Eleganz dazu, ein Jahr das 1982 ähnelt. Der Crozes Hermitage war so geradeaus, ein Blockbuster, ein reiches, dichtes Ereignis. Der Saint Joseph zeigt etwas mehr Frische, auch aus den 50% Ganztrauben überwiegend aus der über 100 jährigen Sérine. Die Nase zeigt wie der Crozes auch die unglaublichen Fleischmengen, Blut, gerösteter Speck, so dicht, so wuchtig, so schiebend. Dahinter dunkle, süße Lakritze, Brombeere, süße Maulbeere, etwas Cassis, Holunder und an Schiefer erinnernde Gesteinsmassen, anders kann man das nicht sagen. Die Nase ist ein schiebendes Ereignis und dennoch ist der Saint Joseph noch etwas mehr mit roter Frucht unterlegt als der Crozes. Im Mund ist der St Joseph wie auch der Crozes ein Ereignis der besonderen Art, ein ganz anderer Wein. 2018 ist nicht zu vergleichen mit allen vorherigen Jahrgängen, die ich bisher probiert habe. So wie es im Bordelais eine Jahrgangsreminiszenz an 1982 war, so haben wir an Nord- und Südrhône auch einen Jahrgang der in den letzten 20 Jahren keine vergleichbaren Vorläufer hat, weil er einfach so reich ist. Dieser St Joseph hat so viel Schub, so eine hochkonzentrierte Frucht, ist nicht marmeladig und trotzdem süß und schiebend. Eingekochte rote Pflaume mit Wildbrombeere, das Ganze mit Lakritze und heller Schokolade angerührt, dicht, drückend, schiebend, präsent und gar nicht mehr aufhörend. Das ist ein Jahrhundertjahrgang an der Nordrhône, aber einer der nichts mit den verspielten, frischen Jahren wie 2016 zu tun hat, sondern ein Jahr von dem die Leute in 50 Jahren noch reden werden, nach dem Motto: Wisst ihr noch, damals 2018…? Es ist diese Art Blockbuster, ein intensiver, reicher Blockbuster, der mindestens 10, 15, besser 20 Jahre weggesperrt gehört. Eine andere Dimension, nicht zwingend besser, sondern einfach nur anders als alles was ich bisher an der Rhône probiert habe. Zwischendurch sind viele Minuten vergangen und dennoch haftet der Wein immer noch im Mund. Michel Tardieu selbst beschreibt das Jahr als eine Mischung aus der Reichhaltigkeit von 2009 und der Dichte und Feinheit von 2010, es gibt kein einzelnes Jahr das vergleichbar wäre. Das ist eine neue Art Nordrhône, eine neue Art St Joseph. Mein Gott, wie beeindruckend ist das denn?! Die Nordrhône scheint 2018 bei den besten Erzeugern Weine fürs Vererben hervorzubringen. 98-100/100

Mein Winzer

Michel Tardieu – Nordrhone

Michel Tardieu ist inzwischen legendär und einer der besten Weinmacher Frankreichs. Robert Parker u. v. a. überhäuften ihn zu Recht mit Superlativen. Sehr oft arbeitet er an der Rhone und in anderen Regionen mit seinem Freund Philippe Cambie zusammen. […]

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