Riesling Zeltinger Sonnenuhr Kabinett Fuder 6 Weiße Kapsel trocken

Markus Molitor

Riesling Zeltinger Sonnenuhr Kabinett Fuder 6 Weiße Kapsel trocken 2018

leicht & frisch
frische Säure
mineralisch
97–98+
100
2
Riesling 100%
5
weiß
11,5% Vol.
Trinkreife: 2020–2044
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 97–98+/100
Parker: 93+/100
Suckling: 93/100
6
Deutschland, Mosel Saar Ruwer
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Riesling Zeltinger Sonnenuhr Kabinett Fuder 6 Weiße Kapsel trocken 2018

97–98+
/100

Lobenberg: Das ist Markus Molitors Paradelage, vielleicht neuerdings ein klein wenig im Schatten des Berncasteler Doctor Versteigerungsweins. Aber grundsätzlich ist die Zeltinger Sonnenuhr das Beste, was Markus auf die Flasche bringt. Reiner Schiefer, die Reben sind wurzelecht, 80 bis 90 Jahre alt. Als Ganztraube angequetscht, bis zu einem Tag auf der Maische gelassen, langsam abgepresst und dann im Holzfass spontanvergoren. Die Nase ist helle, feine Aprikose, sehr an 2016 in dieser Feinheit erinnernd. Ein bisschen Holz, Kreide, Mirabelle, Reneklode, sehr verspielt. Wenig laute Zitrusfrucht, eher fein bleibend, eher kreidig, schmelzig. 11.5% Alkohol deuten darauf hin, dass Markus hier etwas weiter durchgegoren hat als bei den anderen Kabinetten, was mir persönlich gut gefällt. Dadurch wird er weniger reich und dicht in der Zitrusfrucht, die Orange in der Nase bleibt verspielter. 11.5% Alkohol sind auch überhaupt nicht in der Nase zu spüren. Eine weiße Blumigkeit gesellt sich aber dazu. Im Mund sofort ein riesen Ansturm von Aprikose, auch etwas Pfirsich darunter, zerstoßene Aprikosenkerne, Marzipan, Kreide und Kalkstein, obwohl es doch eigentlich ein Schieferterroir ist kommt hier salzige Kalkanmutung durch, das ist erstaunlich. Der Wein ist so deutlich auf Steinigkeit gebaut, die Orangenzeste kommt nur ganz spärlich hindurch. Das Fuder 6 ist tänzelnd elegant und hat von allen 5 Kabinetten mit weißen Kapseln am meisten Größe und Erhabenheit. Natürlich bewertet man trockene Kabinette nie so hoch wie die Auslesen*** trocken. Das ist ein bisschen unfair, weil dieses Fuder 6 aus 2018 mit zum schönsten Rieslingausdruck gehört, den ich kenne. Mit dieser Steinobstnote, diesem leichten Holztouch darunter, dem moderaten Alkohol darunter, einfach eine zartere Version der Auslese***. Aber nicht weniger Trinkfreude! Eines der schönsten trockenen Kabinette, was ich kenne. Dieses Kunststück hatte Markus 2016 schon einmal vollbracht. Ich finde 2018 steht dem in keinster Weise nach. Ich finde vielleicht sollte ich 2018 sogar einen Hauch darüber setzen. Auf jeden Fall superber Stoff, wenn man es denn zart und verspielt mag. 97-98+/100

93+
/100

Parker über: Riesling Zeltinger Sonnenuhr Kabinett Fuder 6 Weiße Kapsel trocken

-- Parker: Molitor's intensely citrus colored 2018 Riesling Zeltinger Sonnenuhr Kabinett –Fuder 6– (White Capsule) opens with a fascinating deep and mineral nose that immediately reflects the great terroir of the Sonnenuhr. This is a remarkably deep, generously ripe and flinty Kabinett with crushed stone, ripe white peach and herbal aromas on the nose, which already indicates complexity, purity and elegance. Silky, highly elegant and superbly lush on the palate, this has an impressively complex yet fine and densely woven mid-palate with sustainable salinity on the long and expressive finish. This is a gorgeous and tightly structured dry Kabinett (or whatever it is, a grand cru in any case) bottled with 11.5% alcohol. This is surely one of the Mosel highlights in this price category and a wine I highly recommend buying to enjoy over the next two decades. Tasted from AP 41 19 in October 2019. 93+/100

93
/100

Suckling über: Riesling Zeltinger Sonnenuhr Kabinett Fuder 6 Weiße Kapsel trocken

-- Suckling: Anyone who thinks dry Mosel is tart and thin should try this delightful, light dry riesling (11.5% alcohol). The ripe-peach and fresh-pineapple aromas give this gentle juiciness, but the acidity is is very discreet for this category. Long, silky finish with plenty of citrus and minerals. Drink or hold. 93/100

Mein Winzer

Markus Molitor

Als der blutjunge Markus Molitor 1984 mit 20 Jahren das Weingut an der Mosel vom Vater übernahm, fing er praktisch bei Null an; ohne jede eigene Anbaufläche. Also harte Maloche auf gepachtetem Rebland.

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