Alexander Laible

Riesling trocken Tausend Sterne 2014

mineralisch
exotisch & aromatisch
97–98
100
2
Riesling 100%
5
weiß
13,0% Vol.
Trinkreife: 2016–2033
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 97–98/100
Gerstl: 19/20
Falstaff: 93/100
6
Deutschland, Baden
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Riesling trocken Tausend Sterne 2014

97–98
/100

Lobenberg: Das quasi Große Gewächs des Weingutes (obwohl es nicht so genannt werden kann, Alexander ist nicht im VdP). Eine bestimmte Parzelle der ältesten Reben vom Kalkmergel, 60 Jahre und deutlich älter. Der Wein wächst in Baden-Sinsheim auf Granitböden mit Kalk und Verwitterungsgestein. Die Reben für die 1000 Sterne Laibles stehen auf schwachwüchsigen Unterlagen mit sehr geringem Ertrag. Ganztraubenmaischung, einige Stunden Maischestandzeit, nur Spontanvergärung. Der Wein bleibt bis zur Abfüllung auf der Hefe, um so entsprechende Fülle und Druck auszubilden. Er hat 35 Gramm zuckerfreien Extrakt, das ist extrem hoch. 13% natürlicher Alkohol, Restzucker 5 Gramm, das Ganze bei 8 Gramm Säure. Diese Kombination Extrakt-Säure-Zucker ist schon phänomenal. Die Nase des Weins, wie schon 2013, ist stark durch Zitrusfrüchte und Orange geprägt. Viel Druck, große Spannung, sehr komplex. Im Mund ist der Wein eine Explosion in Konzentration. So unglaublich dicht drückend, konzentrierte Mandarine, tolle Bitterstoffe, Bittermandel dazu. Phenoligkeit, Tannin, rosa Grapefruit, Passionsfrucht. Unglaublich konzentriert, der ganze Mund zieht sich zusammen. Das ist in der Frische eine Antwort Laibles auf die Mosel und im Druck irgendwo zwischen Nahe und Pfalz. Den Wein steckt man nicht nach Baden, man ahnt gar nicht, dass Baden so ungeheuerliche Rieslinge erzeugen kann. Diese immense Frische, die sie zusammen mit dem hohen Druck aufweisen! Der Wein ist ein Ereignis, er hat Spannung und Dynamik ohne Ende, sehr steinige Mineralität, schönes Salz am Ende. Eine tolle Vibration. Bewertung mindestens auf gleichem Niveau wie der große 2013er, eher noch drüber, ich ziehe den Hut vor Alexander Laible ob so eines Weins: 97-98+/100

19
/20

Gerstl über: Riesling trocken Tausend Sterne

-- Gerstl: Der Duft ist extrem fein, lässt aber die enorme Konzentration durchschimmern, die Komplexität beeindruckt, die Mineralität ist das Salz des edlen Duftbildes. Gebündelte Feinheit am Gaumen, stilistisch das pure Gegenteil zum mächtigen Sigma, sagenhaft dieser cremige Schmelz, attraktive Rasse, das ist überirdisch guter Riesling, Konzentration und Komplexität sind enorm, aber über Allem steht die Feinheit, was für ein raffinierter Wein, furioses nicht mehr enden wollendes Finale, ein Genie von Wein. 19/20

93
/100

Falstaff über: Riesling trocken Tausend Sterne

-- Falstaff: Etwas Hochreife, rote Stachelbeere, viel Stoff, dicht, gut eingebundene reife Säure, guter Extrakt, hintergründiger Schmelz, potenzialreich, noch sehr verschlossen, lange anhaltend, mineralischer Fond. Wird sehr viel Zeit benötigen. 93/100

Mein Winzer

Alexander Laible

Im Jahr 2007 war es so weit: Alexander Laible, Jahrgang 1978, der jüngere Sohn des erfolgreichsten Rieslingwinzers in Baden, erfüllte sich den Traum eines eigenen Weinguts im heimischen Durbach.