Riesling Schiefersteil Weiße Kapsel trocken

Markus Molitor

Riesling Schiefersteil Weiße Kapsel trocken 2019

frische Säure
mineralisch
leicht & frisch
93–94+
100
2
Riesling 100%
5
weiß
11,5% Vol.
Trinkreife: 2021–2034
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 93–94+/100
6
Deutschland, Mosel Saar Ruwer
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Riesling Schiefersteil Weiße Kapsel trocken 2019

93–94+
/100

Lobenberg: Der Schiefersteil ist schon ernsthafter als der fruchtige und verspielte Haus Klosterberg und somit der erste wirklich erwachsene Riesling im Sortiment von Molitor. Weniger verspielt, mehr Power. In seiner Schiefermineralik weit oberhalb preislich vergleichbarer Weine. Wir gehen hier raus aus der hocharomatischen, leckeren, gelben Rieslingfrucht des Basisweins und kommen in eine sehr viel steinigere Ausprägung. Die Schieferwürze domioniert hier neben der konzentrierten 2019er Frucht. Dazu trägt auch der Einsatz von Holz bei. Feuerstein und etwas Kreide, viel Druck aus der Mineralität. Darüber schwebt weißer Pfirsich, weiße Johannisbeere, alles ist hell und klar, alles strahlt, das ist typisch 2019. Dieses so schicke Jahr. Auch reife Birne und etwas Mirabelle, schon mit hoher Reife und Druck, aber es bleibt schieferig und fein, ohne Üppigkeit. Der Wein erinnert mich mit dieser Nase an die Sancerre-Weine von Gaudry und Vacheron. Wir finden hier Schieferwürze und eine an feinen Kalk erinnernde, salzige Mineralität, dazu kommt Orangenzesten, schöne süße Mandarine neben Mirabelle und ein wenig gelber Reneklode. Zeigt eine schöne Reife und viel Aroma, aber durch das Holz und die Schiefrigkeit ist das alles sehr gut eingebunden. Dieser Wein wäre qualitativ bei manch anderem Winzer sicherlich ein Orts- oder Lagenwein, denn er geht in seiner Erhabenheit qualitativ weit über die meisten Gutsweine hinaus. Wir haben hier beides, Power und Feinheit, und auf Grund der Mineralität und des Holzausbaus dennoch eine etwas gebändigte Frucht. Die Eleganz steht trotz viel Frucht immer im Vordergrund und 2019 kommt noch diese Rasse und kristalline Klarheit hinzu, die den Wein zusätzlich grandios macht. 93-94+/100

Mein Winzer

Markus Molitor

Als der blutjunge Markus Molitor 1984 mit 20 Jahren das Weingut an der Mosel vom Vater übernahm, fing er praktisch bei Null an; ohne jede eigene Anbaufläche. Also harte Maloche auf gepachtetem Rebland.

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