Prager

Riesling Klaus Smaragd trocken 2020

mineralisch
unkonventionell
voll & rund
exotisch & aromatisch
97–100
100
2
Riesling 100%
5
weiß
13,5% Vol.
Trinkreife: 2022–2040
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 97–100/100
Falstaff: 95–97/100
6
Österreich, Wachau
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Riesling Klaus Smaragd trocken 2020

97–100
/100

Lobenberg: Die Ried Klaus ist der unterste Teil des Weinbergs Achleiten, er steht wie eine kleine gewölbte Kuppe oberhalb der Donau. Dieser Weinberg ist aufgrund des Kleinklimas und der Windrichtung immer komplett botrytisfrei. Der Boden ist der kärgste des Weinguts Prager, deshalb auch für den Grünen Veltliner nicht geeignet. Gneis aus Granit, gebacken in Temperaturen um 500°, aber längst nicht so fest wie andere Gneis Formationen aus Achleiten oder wie der wahre Granit, der bei 800-900° entstanden ist. Das heißt, der Ried Klaus lässt bestimmten Wurzeln die Möglichkeit tief einzudringen. Der Boden ist dabei aber so karg und arm, dass ein Grüner Veltliner einfach verhungern würde. Der Riesling ist viel eher in der Lage Symbiosen mit Pilzkulturen und anderen Lebewesen einzugehen und sich so zu helfen. Die Ried Klaus ist wahrscheinlich die ausdruckstärkste Variante der meisten Rieslinge der Wachau, vielleicht schafft es nur noch der Buschenberg von Veyder-Malberg in dieser Ausdrucksstärke. Eine grandiose Reinheit in Nase und Mund zeichnet diesen Wein aus. Eine Dramatik und Spannung von vorne bis hinten. Eine durchgängig hohe Säure ohne jede Spitze. Mit extremer Saftigkeit, die Frucht immer stützend. Unglaublich lang, man wird nie müde. Der Wein hat nur wenige seines Gleichen, und wenn, sind die in Deutschland zu finden. Zusammen mit dem Buschenberg von Veyder-Malberg stellt das für mich den besten Riesling Österreichs dar. 97-100/100

95–97
/100

Falstaff über: Riesling Klaus Smaragd trocken

-- Falstaff: Helles Gelbgrün, Silberreflexe. Feinwürzig-mineralisch unterlegte reife weiße Pfirsichfrucht, ein Hauch von Blütenhonig und Limetten, einladendes Bukett. Komplex, saftig, feine Tropenfruchtnuancen, finessenreicher Säurebogen, zitronig-salzig im Abgang, mineralischer Nachhall, sehr gute Länge, sicheres Reifepotenzial. 95-97/100

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Das Weingut Prager entstand ursprünglich aus dem Zusammenschluss zweier Familien und wurde erst Anfang der 50er Jahre durch Einheirat von Herrn Prager umbenannt.