Riesling Graacher Himmelreich Auslese*** Grüne Kapsel  feinherb

Markus Molitor

Riesling Graacher Himmelreich Auslese*** Grüne Kapsel feinherb 2019

frische Säure
leicht süss
mineralisch
98–100
100
2
Riesling 100%
5
weiß
11,0% Vol.
Trinkreife: 2025–2080
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 98–100/100
6
Deutschland, Mosel Saar Ruwer
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Riesling Graacher Himmelreich Auslese*** Grüne Kapsel feinherb 2019

98–100
/100

Lobenberg: Letztes Jahr habe ich diese Graacher Himmelreich Auslese zugunsten des Saarburger Rausch nicht gekauft, aber dieses Jahr ist es einfach so überwältigend, dass ich es nehmen muss. Zumal es 2019 keine Auslese grüne Kapsel aus dem Rausch gibt. In diesem Himmelreich dominiert zunächst der pure Stein, Feuerstein, fast sogar etwas Kreide, rassig, geschliffen, elegant, unglaublich fein gezeichnet, nur wenig Frucht zulassend. Mit etwas Luft kommt ganz feine, leicht ins gelbe changierende Frucht, es duftet nach Mirabelle und süßen Amalfizitronen, Basilikum, aber alles so hauchfein und zart, alles nur in Nuancen bleibend. Im Mund ist es verflüssigter Schiefer, darüber läuft etwas warme Zitrusfrucht, am ehesten Grapefruit, kandierte Limettenzesten. Die Steinigkeit wird im Finale nochmal intensiver, schiebt nochmal druckvoll nach, von reifer, pikanter Säure durchzogen, vibrierend und so lang. Total feines, aber zupackendes Tannin, auch hier fast kreidig werdend, dominiert den Ausklang und verstärkt nochmals diesen immensen Gesteinskick. Wow, was für eine Auslese. Das ist ein Gesteinshammer, der so archetypisch für die Mosel steht, gerade mit dieser Transparenz des Jahrgangs 2019 ist das atemberaubend. Ob dieser salzigen Pikanz und hohen Frische schmeckt das überhaupt nicht süß. Ich bin völlig geflasht von dieser kristallin strahlenden Auslese***. 98-100/100

Mein Winzer

Markus Molitor

Als der blutjunge Markus Molitor 1984 mit 20 Jahren das Weingut an der Mosel vom Vater übernahm, fing er praktisch bei Null an; ohne jede eigene Anbaufläche. Also harte Maloche auf gepachtetem Rebland.

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