Gut Hermannsberg

Riesling Felsenberg Großes Gewächs trocken 2020

voll & rund
mineralisch
frische Säure
97–100
100
2
Riesling 100%
5
weiß
13,5% Vol.
Trinkreife: 2027–2051
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 97–100/100
6
Deutschland, Nahe
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Riesling Felsenberg Großes Gewächs trocken 2020

97–100
/100

Lobenberg: Der Felsenberg schließt an die Kupfergrube an und zieht sich ins Tal direkt vor der Tür bei Gut Hermannsberg. Entsprechend wie die Kupfergrube auf rotem Vulkangestein allerdings mit einem Twist in der Neigung Richtung Südsüdwest Ausrichtung, also warme Nachmittagssonne aufnehmend. Deshalb ist der Felsenberg immer etwas charmanter in der Frucht als die extreme Kupfergrube. Ein Drittel des Weinberges ist weiterhin verpachtet, jetzt sind es 65 Ar und wie gesagt wird der Wein erst seit 2018 als GG vermarktet, obwohl die Lage hier eigentlich fast eine Hauslage für GHB ist. Birnenpüree und helle Galiamelone, dann viel Grapefruit und weiße Johannisbeere, auch ätherische, feinkräutrige, leicht grünliche Nuancen, die dem ganzen einen Kick geben wie ihn auch große Sancerre oder weiße Burgunder haben. Diese wunderbar salzig-steinig unterlegte, fast umami-artige Mundgefühl aus Kräutern, saftiger Frucht, Gestein und Salz ist schon ganz grandios. Tonische, steinig unterlegte Frische, die wie gesagt geradezu ätherisch wirkt. Wirklich schwer zu beschreiben, aber hat was Hypnotisierendes, extrem anziehendes irgendwie. Schon auch mit gewisser Reife, aber sehr straight, nicht ausufernd. Es bleibt in der Eleganz und Finesse, fast kühl für den warmen Jahrgang. Wunderbarer Zug im Mund, auch hier straight und geradeauslaufend, so viel Pikanterie aus der milden, fast cremig unterlegten Salzigkeit. Pikant, aber nicht ganz so charmant wie der Rotenberg, er bleibt straighter. Wow, Felsenberg hat es richtig genial getroffen in 2020. Bei Schäfer-Fröhlich, Dönnhoff und hier hat er mich jeweils total begeistert. 97-100/100

Mein Winzer

Gut Hermannsberg

Im Jahr 1901 gründete der preußische Staat die Domäne und erwarb die ersten Flächen: steiles, zerklüftetes und felsiges Gelände inklusive einer ehemaligen Kupferschürfung.

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