Markus Molitor

Riesling Erdener Prälat Auslese *** Weiße Kapsel trocken 2019

mineralisch
voll & rund
frische Säure
100+
100
2
Riesling 100%
5
weiß
12,5% Vol.
Trinkreife: 2025–2070
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 100+/100
6
Deutschland, Mosel Saar Ruwer
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Riesling Erdener Prälat Auslese *** Weiße Kapsel trocken 2019

100+
/100

Lobenberg: Der Erdener Prälat ist schon für sich genommen eine Legende und ein mythisch überhöhter Ort. Hier haben wir 120 bis 130 Jahre alte wurzelechte Einzelpfahlstöcke, nur wenige tausend Quadratmeter groß. Jeder Winzer schätzt sich glücklich in dieser winzigen Lage etwas sein eigen zu nennen. Die Extremversion als Amphitheater des benachbarten Erdener Treppchens. Also die Eleganz Erdens mit diesem dunklen Schiefer in Kombination mit diesem Brennglas von Exposition mit diesen uralten wurzelechten Reben. Das ist schon ziemlich einmalig in dieser Form an der Mosel. Eine der rarsten und teuersten Lagen der Mosel und Deutschlands überhaupt. Diese Prälat Auslese *** stellt zusammen mit der der Zeltinger Sonnenuhr Auslese *** und dem Versteigerungswein Bernkasteler Doctor Auslese *** die Spitze von Markus Molitor dar. Womöglich sind das auch drei der zehn besten Rieslinge des Landes überhaupt, oder gar die absolute Spitze. Wenn wir in der Zeltinger Sonnenuhr die unendliche Klarheit, Reinheit und Definition hatten, die unanstregendste, komplexeste Form eines Riesling, die ich mir vorstellen kann, haben wir im Prälat eine Hyperkonzentration von Aromatik. Auch dieser Wein ist unanstrengend. Vielleicht macht das die besten Weine der Welt aus, dass sie nicht anstrengen, sondern einfach wunderbar einfach fließen, hedonistisch lecker sind, nie überwältigen, sondern einfach nur unendlich viel auf sehr subtile und zurückhaltende Art zeigen. Das Prälat ist allerdings deutlich konzentrierter als die Zeltinger Sonnenuhr. Etwas süßer – es wird mehr Restzucker haben. Und es hat deutlich mehr Wucht. Aber die Aromatik ist so unendlich konzentriert, ohne dass der Wein abschweift Richtung Beerenauslese oder Süßwein. Es bleibt ein trockener Wein, nur ist von allem sehr, sehr viel da und auch präsent. Für mich ist die Sonnenuhr der interessantere Wein, weil ich ihn auch täglich viel lieber trinken kann – wenn ich es mir leisten könnte. Das Prälat bleibt besonderen Gelegenheiten vorbehalten, weil er so unendlich aromatisch und ausdrucksstark ist. Ein Riese allemal. 100+/100

Mein Winzer

Markus Molitor

Als der blutjunge Markus Molitor 1984 mit 20 Jahren das Weingut an der Mosel vom Vater übernahm, fing er praktisch bei Null an; ohne jede eigene Anbaufläche. Also harte Maloche auf gepachtetem Rebland.

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