Mönchhof

Riesling Erdener Prälat Auslese (fruchtsüß) 2019

exotisch & aromatisch
mineralisch
97–98
100
2
Riesling 100%
5
weiß
8,0% Vol.
Trinkreife: 2022–2044
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 97–98/100
Gerstl: 20/20
6
Deutschland, Mosel Saar Ruwer
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Riesling Erdener Prälat Auslese (fruchtsüß) 2019

97–98
/100

Lobenberg: Diese Prälat Auslese kommt mit 8% Alkohol bei 102g Restzucker und 8,5 Gramm Säure, somit wurde 2019 die noch etwas höhere Reife als 2018 erreicht, das ist schon erstaunlich. Das ist einfach reiner Fruchtsaft aus diesen uralten, wurzelechten Reben in Einzelstockerziehung, minimale Erträge. Die Nase ist der reine, wunderschöne, spannungsgeladene, aber aromatisch explosive Beerensaft, es ist nur wenig Botrytis spürbar, wirkt sehr clean und reintönig. Saftige weißgelbe Frucht aus üppig reife Aprikose, in Salz und Zucker eingelegte Limettenschale, Orangenblüte, verspielt und hochfein, aber zugleich unglaublich druckvoll. Da kommt auch diese erdige, dunkle Mineralität des Prälat durch, diese rassige, sehr spezielle Schieferwürze aus einem der brachialsten Weinberge der Mosel. Unfassbar steil und felsig, die Arbeit hier kann fast als lebensgefährlich bezeichnet werden stellenweise. Das ist heroischer Weinbau, was die Moselaner in dieser legendären Lage betreiben. Auch im Mund hat dieser Wein eigentlich mit Alkohol gar nichts tun, das ist einfach nur unendlich lecker, verspielt und perfekt in Harmonie verwoben. Der Wein ist einfach zu schön, er ist zum Reinspringen, zum Soforttrinken. Wir haben hier eine kraftvolle Säure, extreme Pikanz aus kandiertem Ingwer, weißem Pfeffer, süßer Limette, Honignoten, dicht und üppig konzentriert im gigantischen Nachhall, aber trotzdem vertikal und frisch bleibend, das ist die Genialität der Mosel. Auch dieser Prälat wird quasi unendlich haltbar sein und wird dabei für immer ein enorm leckerer Wein bleiben. Die Frage wie man das bewerten soll, ist extrem schwierig. Vom Genussfaktor und von der Harmonie und Balance ist das ein 100-Punkte-Wein. Aber weil er so weit weg ist von einem Weincharakter eines alkoholischen Getränks, sondern einfach ein pures Traubenelixier ist, tue ich mir ein bisschen schwer, aber ich muss fair bleiben. Am Ende geht es um Genuss, und das hier ist ein Hochgenuss, das ist göttlich und verzückend. Und das ist gar nicht exotisch, natürlich gibt es auch etwas Mango, aber auch viel süße gelbe Birne und reife Melone, hochreife Quitte, aber nichts ist über den Punkt, alles bleibt noch in dieser frischen, sehr sauberen, gelben Reinheit. Dazu diese totale Saftigkeit und Rasse des Jahrgangs 2019, das passt so perfekt zusammen. Das ist eben eine Auslese aus einer der besten Lagen Deutschlands, der Prälat ist einfach legendär. Und in Mönchhofs Variante kein unnahbares Monument, sondern ein Wein für die Trinkfreude mit gigantischem Fruchtnachhall. 97-98/100

20
/20

Gerstl über: Riesling Erdener Prälat Auslese (fruchtsüß)

-- Gerstl: Der Duft zeigt sich derart klar, dass ich davon ausgehe, dass hier 100% gesunde Trauben ohne Botrytis gekelltert wurden. Diese Klarheit zieht sich von den trockenen bis zu den süssen Rieslingen durch. Es ist ein Duft zum hineintauchen und verweilen - geprägt von eleganter Feinheit und Raffinesse. Zarte Zitrusfrucht mit einem Hauch von tropischer Frucht, Honigmelone, einem Hauch Würze und Mineralität. Am Gaumen wieder dieser cremige Fluss mit einer gleichzeitigen erfrischenden Saftigkeit. Hocharomatisch und köstlich süss - dabei so delikat leicht und mit viel Rasse unterlegt. Das ist eine Auslese, welche sogar Weintrinker begeistern kann, welche süsse Weine nicht bevorzugen. 20/20

Mein Winzer

Mönchhof

Der Ürziger Mönchhof, ehemals im Besitz der Zisterzienserabtei Himmerod, ist eines der ältesten Weingüter an der Mosel. Schon im Jahre 1177 bestätigte Papst Alexander III. den ersten Weinbergsbesitz der Abtei Ürzig. Die Himmeroder Mönche erbauten in dieser Zeit die Gewölbekeller und 1509 das heutige...