Pouilly Fuisse Les Trois C.

Guffens-Heynen

Pouilly Fuisse Les Trois C. 2018

Limitiert

mineralisch
voll & rund
97–98, ,
100
2
Chardonnay 100%
5
weiß
13,5% Vol.
Trinkreife: 2022–2044
Verpackt in: 12er
3
Lobenberg: 97–98, ,/100
6
Frankreich, Burgund, Maconnais
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Pouilly Fuisse Les Trois C. 2018

97–98, ,
/100

Lobenberg: Die beiden Besitzer Monsieur Guffens und Madame Heynen sind Belgier aus Flandern. Der Hauptteil der Rebfläche, für den die Familie Guffens-Heynen berühmt ist, ist ein vier Hektar großer Weinberg in Mâcon mit einer Pflanzdichte von 10.000 Stöcken pro Hektar. Der Weinberg teilt sich auf in jüngere Reben, die Anfang der 2000er gepflanzt wurden und in alte Reben, die 80 bis 90 Jahre alt sind. Die Erträge gehen nie über 25 Hektoliter je Hektar, manchmal sogar unter 20 Hektoliter. Im Keller werden die Ganztrauben eingemaischt und auf einer uralten Korbpresse händisch gepresst, der Saft wird in drei Fraktionen aufgeteilt: Der Free Run, der mittlere Teil und die harte Pressung. In den Topweinen landet ausschließlich der Vorlaufsaft mit seiner hohen Säure bei gleicher Reife wie in den anderen Fraktionen. Über drei Monate hinweg wird ganz langsam fermentiert. Die Reduktion in der Nase des finalen Weins wird ein bisschen über den Zeitpunkt des Starts der Fermentation in den Barriques gesteuert. Nach der Presse wird der Vorlaufsaft bei manchen Weinen etwas länger sedimentiert und somit mit einem geringeren Hefeanteil in die Barriques gegeben. Bei den Topweinen wird der Saft relativ schnell in die Barriques gegeben, sodass sich die Hefe nicht so stark absetzen kann. Das fördert die Reduktion und gibt eine zusätzliche Komponente und Feinheit. Man muss allerdings sehr aufpassen, das Ganze nicht zu übertreiben, da sonst die Weine zu reduktiv werden. Der Holzkontakt liegt insgesamt bei nur zehn Monaten, 20 Prozent des Holzes ist neu. Guffens-Heynen ist ein Verfechter der späten Ernte, die phenolische Reife der Schale muss komplett gegeben sein. Umso wichtiger ist es später während der Pressung, den Free Run Juice abzutrennen und nur diesen für die Topweine zu verwenden, um die hohe Säure bei hoher phenolischer Reife zu erreichen. 2019 gar es winzige Erträge, sicherlich 30 bis 40 Prozent unter dem Durchschnitt. Alle Werte, inklusive Säure und Aromatik, wurden so komplett aufkonzentiert. Ein Problem war, bei voller Reife zu lesen und dennoch die Säure nicht zu verlieren. Das funktioniert nur, indem man den Presssaft trennt, um so die phänomenale Reife, die Aromatik und die Säure gleichzeitig zu retten. Dieser Wein besteht aus drei verschiedenen Crus von Monsieur Guffens Pouilly-Fuissé Weinberg. Das sind die drei verschiedenen Plots, die alle mit C beginnen. Drei kleine Parzellen mit reiner Nord- und Westexposition und reinen Lehmböden mit Kalkstein. Es ist ein bisschen das Beste des Jahrgangs, vereint in einem Wein. Die Nase des 2018er ist hocharomatisch und hochintensiv. Aber überhaupt nicht süß, sondern sehr klassisch, sehr geradeaus und strukturiert. Viel Steinobst, aromatisch und trotzdem fein. Im Mund wird es aber ein richtiger Kracher. So eine hohe Mineralität, Salz und Steine rollen die Zunge runter, belegen die Zungenkanten. Das Ganze mit Quitte, gelber Melone und reifem Steinobst durchsetzt. Der Wein macht die Augen klein und zeigt Größe. Das ist schon ein Chardonnay der Extraklasse und ein Unikat. In Pouilly-Fuissé und in Mâcon stellt Guffens-Heynen sicherlich einen Sonderfall dar. Schwer auffindbar, extrem gesucht und nie gefunden. Schräg und gleichzeitig grandios. 97-98/100

Mein Winzer

Guffens-Heynen

Unter Burgund-Insidern seit Jahrzehnten eine Kult-Domaine, dennoch sieht man die Weine selten auf dem Markt, denn sie sind extrem rar und nur bei wenigen Händlern weltweit vertreten. Gerade einmal etwas mehr als 5 Hektar herausragender Einzellagen im Umland von Vergisson im Mâconnais umfasst die...

Diesen Wein weiterempfehlen