Pinot Noir The Vineyard 2019

Beaux Freres: Pinot Noir The Vineyard 2019

Limitiert

Zum Winzer

97–98+
100
2
Pinot Noir 100%
5
rot, trocken
13,0% Vol.
Trinkreife: 2024–2044
Verpackt in: 6er
9
fruchtbetont
saftig
seidig & aromatisch
3
Lobenberg: 97–98+/100
Parker: 98/100
Falstaff: 97/100
Suckling: 95/100
6
USA, Oregon
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Pinot Noir The Vineyard 2019

97–98+
/100

Lobenberg: Im Außenbetrieb wird biodynamisch gearbeitet, im Keller heißt das Motto minimal-invasives Arbeiten. 10 bis 12-monatige Reife im Fasskeller, möglichst reduktive Behandlung der Weine um die maximale Frucht zu erhalten. Handlese in kleinen Behältern, langsame Spontangärung im kühlen Keller, langes Hefelager, geringer Schwefeleinsatz. Der Beaux Frères Vineyard liegt in der Ribbon Ridge AVA, maritime Sedimente bilden die Bodenformation. Die Reben hier sind nun 30 Jahre alt. Farblich in einem kraftvollen ziegelrot, unfiltriert abgefüllt. Anders als der Zena Crown und der Willamette Valley Pinot Noir zeigt sich der Beaux Frères Vineyard nicht „fruit-forward“, nicht so fruchtbetont. Das ist weniger verspielt und floral, doch vollkommen in sich ruhend, anmutig. Wir haben eine deutlich kargere Nase, eher auf der steinig-mineralischen Seite, nur mit etwas Luft lässt sich im Ansatz diese Beaux Frères-Frucht erahnen. Hier finden wir eine subtile Salinität, entfernt etwas Sauerkirsche und Cassis, nasse Steine, Tonziegel. Das ist noch leicht reduktiv aber hier ruht etwas Großes im Glas. Sehr unaufgeregt, in absoluter Balance. Dezent wahrnehmbares, ganz sauber eingearbeitetes Holz. Immer wieder blitzt unter der tonigen Steinigkeit etwas sauerkirschig-beeriges auf, auch Orangenabrieb, zitrische Frische. Da wartet sehr viel Komplexität in einem zurückhaltend-eleganten Ruhemodus darauf, über die nächsten Jahre Stück für Stück freigesetzt zu werden. Obwohl der Wein noch nicht ganz so viel zeigt, wie der Zena Crown oder der Willamette Valley, wird man von seiner Anmut verzückt, gar angezogen. Butterweiches Tannin, Klarheit, zitrische Frische, tolles Holz, das ist hier zwar ein ganz anderer Fruchtausdruck aber doch mit der typischen Beaux Frères Handschrift. Das erinnert in seiner ruhenden Kraft an die Grands Crus der Côte de Nuits, die Fruchtexpression der Neuen Welt tritt hier zurück. Und dann zieht sich diese rassige Säure über die Zunge, zieht den Vorhang auf für eine grandiose Präsenz, das ist einnehmend, fordernd. Süße, Frische, Power - das ist jetzt schon sehr schön, in 10 Jahren kann das überwältigend sein. Gerade hier in der Toplage des Hauses zeigt sich dieser makellose handwerkliche Stil, das hat Fokus, das ist messerscharf vinifiziert. Nichts drängt sich in den Vordergrund, alles ruht in sich. Ein großer Pinot aus Oregon, der auf eine bezaubernde Art sehr berührend ist. Entweder bis zum gewünschten Grad karaffieren oder für eine Dekade im Keller vergessen. 97-98+/100

98
/100

Parker über: Pinot Noir The Vineyard

-- Parker: The 2019 Pinot Noir The Beaux Frères Vineyard is super expressive this vintage, with scents of brambly fruit, rose petals, forest floor, sweet balsamic and blood orange. The palate has a weightless quality, its silty tannins and bright acidity highlighting an array of earthy accents, and it finishes very long. 98/100

97
/100

Falstaff über: Pinot Noir The Vineyard

-- Falstaff: Kräftiges Karmingranat, tiefer Kern, breitere Randaufhellung. Erdige Würze, ein Hauch von Trockenkräuter, etwas Tabak, rotbeerige Nuancen, auch schwarze Fruchtnoten, kandierte Orangenzesten. Stoffig, eingelegte Kirschen, feine Süße, finessenreicher Säurebogen, elegante, tragende Tannine, rote Johannisbeeren, zart nach Cranberries und wieder ein Hauch von Orangen, sehr gute Länge und Entwicklungspotenzial. 97/100

Mein Winzer

Beaux Freres

Der von Pinot-Noir besessene Weinliebhaber Michael Etzel aus Colorado kaufte zusammen mit seinem berühmten Schwager (das bedeutet Beaux Freres) Robert Parker Jr. und einem weiteren Freund im Jahr 1986 diese acht Hektar große Schweine-Farm in Ribbon Ridge im Willamette Valley, Oregon.