Friedrich Becker

Pinot Noir Sankt Paul Großes Gewächs trocken 2016

frische Säure
strukturiert
seidig & aromatisch
97–100
100
2
Pinot Noir 100%
5
rot
13,5% Vol.
Trinkreife: 2023–2048
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 97–100/100
Elias Schlichting: 96–98/100
Pirmin Bilger: 19/20
Suckling: 96/100
Falstaff: 95/100
Parker: 94/100
6
Deutschland, Pfalz
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Pinot Noir Sankt Paul Großes Gewächs trocken 2016

97–100
/100

Lobenberg: Fritz Becker hatte bei allen seinen Weinen dieses Jahr 40% Ganztrauben, mit den Füßen getreten, dann kommt die restliche Maische darauf. Alles spontanvergoren, Ausbau komplett im Barrique mit 60 bis 70% Neuholzanteil. Mit dem 2016er folgt auf den großen 2015er die reine Eleganz, aber natürlich dennoch im kraftvollen, mächtigen Becker Style. Da war ich echt gespannt. 2016 ist ja allgemein ein grandioses Jahr gewesen in Deutschland, spätreifend, nicht ganz so heiß wie 2015 und 2017 im Sommer, aber dann eben ideale Bedingungen für super-stylische Weine. Auf Anhieb wird in der ersten Nase deutlich, dass 2016 in der gleichen Liga spielt wie die immens großen 2015er, aber klar dunkler, vielleicht feiner, aber auch zunächst zurückhaltender ausfällt als die expressiven 2015er. Weniger auf der süßen, charmanten roten Kirsche, sondern dunkelbeeriger, auf der schwarzen Kirsche, Holunder, reife Brombeere. Dicht, massiv und in sich ruhend in der Nase, aber so stylisch, so erhaben. Immense schwarze Frucht, alles nur auf schwarzer Kirsche und dunklen Beeren, fast etwas Morey Saint Denis, alles mit der typischen, wunderbaren Kalksteinmineralität unterlegt. Sehr dicht und drückend in dieser, neben der Kirsche laufenden Maulbeere. Auch etwas Lakritze, Eukalyptus, ein bisschen Minze. Wunderbare Reife ausstrahlend, auch üppiges Tannin schon in der Nase andeutend. Hoffentlich kann der Mund diese immense Nase halten. Der Mund ist fast noch grandioser als die Nase. Allerdings fester, zupackender. Sehr viel Graphit. Das Ganze mit einer wunderbaren Holzdosierung. Und auch hier wieder diese grandiose Kalksteinlänge mit Salz. Jetzt kommt sehr viel mehr rote Frucht dazu, als die Nase vermuten ließ, ganz viel rote Kirsche, Sauerkirsche, sogar ein Touch wilde Himbeere darunter, aber auch Zwetschge, Holunder, und im Mund eine grandiose florale Note. Viel Veilchen. Das Ganze mit Lakritz vermengt. Lang, rund, weich und in der Mineralität einfach eine Wucht, auch durch die mitvergorenen Rappen und die Reife der Frucht aus 2016. Dieser Sankt Paul, der mir häufig lieber ist als der Kammerberg, weil er mehr Charme hat, ist was für Burgunder-Fans, etwas aus dem Umfeld von Morey Saint Denis kommt in den Sinn, dunkelwürzig, mineralisch, stylisch. Das ist großes Kino von der Cote de Nuits. 97-100/100

96–98
/100

Elias Schlichting über: Pinot Noir Sankt Paul Großes Gewächs trocken

-- Elias Schlichting: Satte Brombeernase, viel Holunder, Dichte und Cremigkeit vom sehr feinen Holz. Auch im Mund eine schwarzfruchtige Wucht, Blaubeere, etwas Pflaume, Schwarzkirsche, sehr weiche, feine, aber strukturgebende Säurespur, samtiges Tannin in Massen, viel Schub von unten, Power ohne Ende, dabei nie die Eleganz verlierend. Die 2016er Range von Becker ist extrem gut und extrem fein, aber wird unglaublich viel Zeit brauchen. Sehr wahrscheinlich wird 2017 und wohl auch 2015 deutlich vor 2016 wirklich trinkreif sein. 96-98/100

19
/20

Pirmin Bilger über: Pinot Noir Sankt Paul Großes Gewächs trocken

-- Pirmin Bilger: Dieser Sankt Paul - ein unglaublich sinnliches Bouquet. Vordergründig zeigt sich schwarzbeerige Frucht nach Kirsche und etwas Holunder dahinter kommen aber auch Nuancen von Erdbeere und Himbeere zur Geltung. Was für eine strahlende Eleganz, welche von diesem Wein ausgeht. Im Vergleich zum etwas aromatischen und fülligeren 15er zeigt dieser 16er diese Feinheit. Am Gaumen zeigt er sich strukturbetont mit guter Säure und einer starken aber feinen Gerbstoffstruktur. Die Frucht ist noch etwas zurückhaltender in der jetzigen Phase, hat aber die Kraft für die kommenden Jahre. Zum Abgang hin zeigt er sich zart würzig und fein mineralisch. Grandios.19/20

96
/100

Suckling über: Pinot Noir Sankt Paul Großes Gewächs trocken

-- Suckling: Very charming, red-cherry nose with savory and umami notes and discreet oak. Dry, elegant and tightly focussed, this is a very minerally pinot with plenty of fine-grained tannins. Excellent aging potential. Drink or hold. 96/100

95
/100

Falstaff über: Pinot Noir Sankt Paul Großes Gewächs trocken

-- Falstaff: Pikant fruchtbetont im Duft: Hagebutte, roter Apfel, Eierpflaume, Mandel, Rhabarber. Dichtes, mehliges bis körniges Tannin, durchdringend kalkmineralisch getragen, präsent, ein kraftvoller Strukturteil aus Stoff und gut eingebundener Säure, kompakt und jung, ein mineralisches Monument für 20 Jahre Reife und länger. 95/100

94
/100

Parker über: Pinot Noir Sankt Paul Großes Gewächs trocken

-- Parker: Becker's 2016 Sankt Paul Spätburgunder GG is deep, pure and fresh on the nose, which is driven by the pure limestone terroir and genetics from Burgundy. On the palate, this is a tight, fresh and pure, silky-textured and gripping Pinot with wonderfully tight structure, stimulating bitters and refreshing limestone and grape tannins. This is a highly attractive Pinot, and you can serve it to me by day and by night; I'd never reject it. 94/100

Mein Winzer

Friedrich Becker

Friedrich Becker gehört seit vielen Jahren zu den besten Winzern Deutschlands. Als er 1973 das elterliche Weingut übernahm, trat er sofort aus der Winzergenossenschaft aus. Friedrich Becker war ehrgeizig und ist es bis heute geblieben. Seit dieser Zeit gilt auf Weingut Friedrich Becker das Augenmerk...

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