Frank John

Pinot Noir Kalkstein 2018

BIO

strukturiert
seidig & aromatisch
95+
100
2
Pinot Noir 100%
5
rot
12,5% Vol.
Trinkreife: 2023–2043
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 95+/100
6
Deutschland, Pfalz
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Pinot Noir Kalkstein 2018

95+
/100

Lobenberg: Früher Austrieb im März, dann folgte ein ausgedehnter, trockener und mediterran-heißer Sommer. Die Traubengesundheit war extrem hoch. Johns haben den Ertrag verringern müssen, auch weil es so trocken war, damit die Reben nicht gestresst waren. Diese Lese begann einige Tage vor der Gemeinde Volnay im Burgund, was immer Frank Johns Benchmark ist. Also ultrafrühe Lese. So konnte Frank John schlanke 12.5% vol. Alkohol erreichen. Keinerlei Schönung. Spontane Maischegärung von 5 Wochen mit händischem Unterstoßen des Tresterhutes im offenen Holzcuve. In 2018 rund 75 Prozent Ganztrauben in der Gärung, um die Frische zu unterstützen. Der Ausbau findet hauptsächlich in 500 Liter Tonneaux statt, für bis zu zwei Jahre. Im Tonneaux hat man ein reduktiveres Milieu, was den reduzierten Einsatz von Schwefel ermöglicht. Was für ein wunderbar feingliederiger Spätburgunder. Dadurch ist das Holz im Hintergrund, die Frucht steht eindeutig im Vordergrund. In 2018 hat er etwas weniger duftige Rotbeerigkeit als in 2017. Die Nase wird etwas dunkler, kirschiger, Schattenmorelle, Hagebutte, warmer Sandstein, ein Hauch von Unterholz, eben alles mit burgundischem Anspruch und Affinität. Das wird vor allem im Mund deutlich, hier wird es dann doch wieder rotfruchtiger, verspielter. Himbeere, Schlehe, schöne Rappenwürze darunter, ein bisschen Nelkenpfeffer und feines Süßholz. Tragendes, vibrierendes, feinziseliertes Säurespiel, das etwas hintergründiger daherkommt als in 2017. Wirklich schwebend fein, verblüffend wie gut Frank John mit diesem sehr heißen Jahrgang umgegangen ist. Leicht kreidig unterlegte, sehr, sehr feine Tannine, die definitiv Lagerfähigkeit versprechen, aber den Wein dennoch nicht unnahbar erscheinen lässt. So zart und fein, wirklich ein Wunderwerk. Neben Holger Kochs Pinots zählt das zu den zartesten und verführerischsten Spätburgundern Deutschlands in diesem Preisbereich. 95+/100

Mein Winzer

Frank John

Gerlinde und Frank John erwarben im Jahr 2002 den Hirschhorner Hof, renovierten diesen dann aufwändig und setzten das Fundament für das Familienweingut. Gemeinsam mit den Kindern Dorothea und Sebastian werden hier Weine nach dem Motto „Große Weine alter Schule“ auf die Flasche gebracht. Frank John...