Friedrich Becker

Pinot Noir Heydenreich Großes Gewächs trocken 2016

seidig & aromatisch
strukturiert
frische Säure
100
100
2
Pinot Noir 100%
5
rot
13,5% Vol.
Trinkreife: 2023–2053
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 100/100
Elias Schlichting: 100/100
Pirmin Bilger: 20/20
Suckling: 97/100
Falstaff: 96/100
Vinum: 96/100
Parker: 94/100
6
Deutschland, Pfalz
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Pinot Noir Heydenreich Großes Gewächs trocken 2016

100
/100

Lobenberg: Fritz Becker hatte bei allen seinen Weinen dieses Jahr 40% Ganztrauben, mit den Füßen getreten, dann kommt die restliche Maische darauf. Alles spontanvergoren, Ausbau komplett im Barrique mit 60 bis 70% Neuholzanteil. Dieser Heydenreich ist das was ganz früher hier einfach nur Pinot Noir hieß. Beckers Kultwein. Es ist der Topwein des Hauses und seit vielen Jahren der Geheimtipp schlechthin, dabei wohl im ganzen Land anerkannt als der beste Pinot Noir Deutschlands. Er ist auf der Höhenlage noch oberhalb vom Sankt Paul gelegen. Sehr kühl. 2016 sicherlich die allerfeinste, stylischste Nase gegenüber den massiven Weinen vom Kammerberg und Sankt Paul. Aber wir sind viel feiner, definitiv zunächst zurückhaltender als 2015 und auch deutlich dunkler. Wir haben zwar auch Graphit und einen guten Holzanteil, auch hier etwas Eukalyptus und Holunder, aber eben feiner bleibend. Dunkelwürzig und dicht mit blauen Beeren, etwas Cassis samt Staude, Brombeere, viel Holunder und in Anklängen auch Sauerkirsche und Schlehe darunter, auch feine Salinität bereits in der Nase. Alles viel erhabener, in sich ruhend. Wir sind hier viel mehr bei einem Musigny in der Feinheit, als bei einem Clos de Vougeot. Im Mund wird das komplett unterstützt. Der Wein hat eine wahnsinnige Frische und eine rasiermesserscharfe Mineralität, bei total reifer Frucht. Am Gaumen die reinste in Salz aufgelöste Sauerkirsche und Schlehe, enorm polierte, seidig-zarte, fast filigrane Frucht, so elegant und fein, aber gleichzeitig mit so einer massiven Struktur, solchen geschliffenen Tanninmassen, so einer dunklen Würze, so viel Gripp zeigend. Und die feine Frische aus den Rappen dazu, ohne jede grüne Note, und diese Frische liegt nochmal deutlich oberhalb von Sankt Paul und Kammerberg. Was für eine schöne Säure dazu, super stylisch und geschliffen, alles ist reif. Viel mehr schwarze und rote Johannisbeere, erst im Kern dann feine süße Kirsche, auch Kirschkerne, salzig, steinig, druckvoll sich ausdrückend und dennoch so fein bleiben, fast schlank bleibend in seiner reifen Frucht, fast abgehoben in dieser stylischen Feinheit. Ganz große Harmonie und Balance. Und im Finale einfach nicht endend wollend. Immer wieder hochspülend. Das ist großes Kino. Eine noch feinere und in sich dichtere Version des großen 2013er. Bisher das Beste, was Fritz je gemacht hat. 100/100

100
/100

Elias Schlichting über: Pinot Noir Heydenreich Großes Gewächs trocken

-- Elias Schlichting: Heydenreich strömt mit fast brachialer Intensität aus dem Glas. Eine dunkelbeerige Wucht mit Blaubeere, Brombeere, Cassis und Holunder, viel Kalksteinanmutung darunter, unglaublich dicht und tief, die Frucht ist so intensiv, dass sie das kraftvolle, noble Holz geradezu überflügelt. Der Mund ist hier der rassigste und feinste von all den Weinen Beckers, unglaublich geschliffen. Fast schwerelos in seiner schiebenden Intensität, Brombeere, Blaubeere, dunkle Kirsche mit Sauerkirscheinschüben, leichte Röstnoten, feinster Espresso und etwas Valrhona Zartbitter. Eine druckvolle Leichtigkeit wie Romanée Saint Vivant. Unfassbar gut und monumental groß in der Eleganz. In 20 Jahren vielleicht eine Legende. 100/100

20
/20

Pirmin Bilger über: Pinot Noir Heydenreich Großes Gewächs trocken

-- Pirmin Bilger: Der Jahrgang 2016 hat die zum Pinot Noir perfekt passende Feinheit und Eleganz. Beim Heydenreich zeigt sich dies auf besonders eindrückliche Art und Weise. Wir haben hier unglaublich viel Aromen im Spiel, diese muss man sich aber durch mehrmaliges Riechen erhaschen. Entsprechend tiefgründig und komplex präsentiert sich dieser geniale Pinot. Feinste Kräuter schweben im Hintergrund mit und geben ihm einen zart würzigen Charakter. Die monumentale Kraft am Gaumen ist schon phänomenal, obwohl er gleichzeitig zart wirkt. Ein guter Strukturkomplex aus Säure und Gerbstoffen verleihen ihm das Rückgrat, welches er für sein langes Leben braucht. In ein paar Jahren, wenn er sein ganzes Potential zeigen kann, wird das eine atemberaubende Schönheit sein, welche mit ihrer Noblesse glänzen wird. Ich bin jetzt schon darauf gespannt und werde mir ein paar Flaschen in den Keller legen. 20/20

97
/100

Suckling über: Pinot Noir Heydenreich Großes Gewächs trocken

-- Suckling: What a wonderful nose of candied citrus peel and dried cherries, but it barely prepares you for the rich, velvety palate. The fine-grained tannins build to an impressive crescendo at the long finish. Drink or hold. 97/100

96
/100

Falstaff über: Pinot Noir Heydenreich Großes Gewächs trocken

-- Falstaff: Kalk und kleine rote Beeren, Rauch. Am Gaumen ein Ansturm feinster Extrakte, würzig begleitet, im Gerbstoff feinkörnig, in der Säure reif, aber tragend, in der taktil-mineralischen Komponente prägnant. Ein Wunder, wie solche Verdichtung mit dem Eindruck solcher Eleganz und nachgerade von Schwerelosigkeit einhergehen kann. 96/100

Mein Winzer

Friedrich Becker

Friedrich Becker gehört seit vielen Jahren zu den besten Winzern Deutschlands. Als er 1973 das elterliche Weingut übernahm, trat er sofort aus der Winzergenossenschaft aus. Friedrich Becker war ehrgeizig und ist es bis heute geblieben. Seit dieser Zeit gilt auf Weingut Friedrich Becker das Augenmerk...

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