Friedrich Becker

Pinot Noir Heydenreich Großes Gewächs 2013

Limitiert

seidig & aromatisch
strukturiert
frische Säure
98–100
100
2
Pinot Noir 100%
5
rot
13,5% Vol.
Trinkreife: 2020–2050
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 98–100/100
Gerstl: 20/20
Suckling: 97/100
VVWine: 19/20
6
Deutschland, Pfalz
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Pinot Noir Heydenreich Großes Gewächs 2013

98–100
/100

Lobenberg: Mit dem Jahrgang 2013 liefert Fritz zum ersten Mal seine großen Pinot Noirs 4 Jahre nach der Ernte aus. Dieser Wein kommt also erst im Herbst 2017. Dieser Heydenreich ist das, was früher hier einfach nur Pinot Noir hieß. Beckers Kultwein. Er ist der Topwein des Hauses und seit vielen Jahren der Geheimtipp schlechthin, dabei wohl im ganzen Land anerkannt als der beste Pinot Noir Deutschlands. Er ist von der Höhenlage noch oberhalb vom Sankt Paul gelegen. Sehr kühl. Auch hier wurde ein ziemlich hoher Teil mit Rappen vergoren, und doch strömt durch die Hochlage und die deutlich älteren Reben eine unglaublich kühle Feinheit aus dem Glas. Wir haben hier schwarzen Kirschlikör, Cassis, Maul- und Brombeere und satte Schwarzkirsche mit hoher Intensität, aber alles mit unendlicher Feinheit. Wo sind wir denn hier vergleichend im Burgund? Ich muss lange nachdenken, was hier wohl aus dem Glas kommt. Das ist im Mund eher wie der Kammerberg und Gevrey Chambertin oder vielleicht ist es sogar noch etwas extremer, wie eine superfeine Vosne Romanee Lage. Blind hätte ich auf den Winzer Meo Camuzet getippt, weil er so eine feine, schöne rote Johannisbeere zeigt und so traumhafte Säurewerte hat. Der ganze Mund zieht sich zusammen, die Augen werden schmal. So eine tolle Intensität und nach dem roten Ansturm dann unendlich lange in der Schwarzkirsche verweilend, auch schwarze Johannisbeere und leichte Teernoten. Die Nase ist zum Reinspringen und Träumen, das Riechen reicht zum ultimativen Genuss. Im Nachhall des zweiten Schlucks, den man nicht ausspucken kann, kommt konzentrierte dunkle Himbeere, die sich mit Brombeere abwechselt. Kalkstein, feine Salzigkeit und wieder dieser intensive Schlehe, Sauerkirsche und feine Süße dazu. Wir machen immer wieder Querverkostungen von Kammerberg und Sankt Paul und Heydenreich, am Ende bin ich mit dem super feinen und doch intensiven Heydenreich in Chambolle Musigny gelandet. Das ist der Musigny Grand Cru Deutschlands. So unendlich fein und verspielt und doch so dicht und sagenhaft aromatisch. Das ist auf jeden Fall in diesem Jahr einer der großen Pinot Noirs die ich verkostet habe. Super Stoff. 98-100/100

20
/20

Gerstl über: Pinot Noir Heydenreich Großes Gewächs

-- Gerstl: Ca. 30% Ganztraubenvergärung. Das ist Pinot der himmlischen Art, was aus diesem Glas strahlt, ein sinnliches Parfüm der überirdischen Art, alleine schon der Duft dieses Weines war die Reise nach Schweigen wert. Ein Gaumenfluss wie Samt und Seide, das ist der Musigny Deutschlands, pure, konzentrierte Raffinesse. Die beinahe spektakuläre Fruchtsäure ist eingebunden in köstlich süsses Extrakt, der Wein birgt fast etwas unbändig Wildes in sich, dennoch ruht er in sich wie ein Grandseigneur, das ist grandios, der Gipfel der Pinot-Kunst, besser geht nicht, höchstens anders. 20/20

97
/100

Suckling über: Pinot Noir Heydenreich Großes Gewächs

-- Suckling: The most concentrated and complex, but also the most closed of the 2013 pinot noirs from Becker. An enormous tannin structure, but they are really fine. What a stunning finish with a complexity and elegance most people don't begin to imagine is possible in Germany. Better from 2018, but has decades of potential. 97/100 Stuart Pigott

19
/20

VVWine über: Pinot Noir Heydenreich Großes Gewächs

-- VVWine: Glänzendes Granat. Wow, was für eine Nase! Sehr konzentriert, Waldbeeren, gut eingebundenes Holz, florale Aromen, Menthol, würzig, mineralisch. Auch am Gaumen sehr komplex, etwas Cassis, Waldbeeren, feinkörnige Gerbstoffe, viel Frische und Tiefe. Langer, saftiger Abgang. Genialer Wein, muss unbedingt reifen! 2018 - 2033, 19 vvPunkte

Mein Winzer

Friedrich Becker

Friedrich Becker gehört seit vielen Jahren zu den besten Winzern Deutschlands. Als er 1973 das elterliche Weingut übernahm, trat er sofort aus der Winzergenossenschaft aus. Friedrich Becker war ehrgeizig und ist es bis heute geblieben. Seit dieser Zeit gilt auf Weingut Friedrich Becker das Augenmerk...