Markus Molitor

Pinot Noir Haus Klosterberg 2017

fruchtbetont
saftig
93–94
100
2
Pinot Noir 100%
5
rot
12,0% Vol.
Trinkreife: 2021–2033
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 93–94/100
6
Deutschland, Mosel Saar Ruwer
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Pinot Noir Haus Klosterberg 2017

93–94
/100

Lobenberg: Haus Klosterberg ist die Hausmarke von Markus Molitor, die Reben hierfür stehen über alle Weinberge verteilt, oftmals die etwas jüngeren Rebanlagen, teilweise auch aus Pachtflächen, all das fließt dann in den Haus Klosterberg mit ein. Das ist also der Einstiegs-Pinot. 2017 ist ganz klar die Wiederaufnahme des 2016er mit etwas mehr Frische. Dieser Einstiegs-Pinot-Noir bei Markus Molitor spottet jeder Preiseinteilung in Deutschland. Niemand würde auf diesen Preis tippen. Der 2016er war burgundisch, fein und ausgewogen. Der 2017er ist nochmal eine ganze Spur duftiger. Aufregend, hochintensiv und spannungsgeladen. Diese Nase ist reinstes Burgund. Niemals würde ich hier auf die Mosel tippen. Erst langsam kommt ein bisschen Schiefer-Touch. Aber im Grunde ist hier Gevrey-Chambertin vorne. Blind hätte ich sogar auf einen Village getippt. So schöne reife rote Kirschen, ganz fein ätherisch verwoben. Etwas Hagebutte darunter und rote Johannisbeere. Erst langsam stellt sich dieses leicht schwarzfruchtige Schiefergefühl dazu ein. In der Nase also etwas rauchige Schiefernoten, feine schwarze Kirsche, etwas Holunder, Krautwürze, vielleicht sogar ein Hauch Lorbeer neben der schwach steinig-schiefrigen Note. Der Mund ist dann sehr schick, sehr fein, leicht und verspielt. Auch hier die Schwarzkirsche im Vordergrund, dazu kommt dann aber noch ein bisschen süße Himbeere, ein Hauch Erdbeere, Hagebutte, alles sehr gut verwoben mit feiner Note vom großen Holz darunter, aber der Mund des 17er ist mehr ein Knaller. Aber kein Knaller in fett, sondern ein schlanker Knaller. Die Augen ziehen sich zusammen. Eine wunderbare Frische, geniale Säure. Dazu rote Johannisbeere, etwas Sauerkirsche, schlanke, süße, rote Kirsche. Auch wieder etwas Hagebutte im Hintergrund, etwas Sanddorn. Ganz feine, total polierte Tannine. Der Wein hat nichts Grünes und trotzdem hat er eine geniale Frische, eine wunderbare Länge und eine hohe Mineralik. Mir war nicht klar, dass man diesen unglaublich schönen 2016er mit diesem Zusatzkick an Frische und Aufregung noch einmal toppen kann. Ein wunderschöner Pinot Noir. Das könnte genau mein Wein für jeden Tag werden. Berauschend in seiner aufregenden Duftigkeit und in seiner schlanken, seidigen und dennoch frischen Art. Ein Topwert! 93-94/100

Mein Winzer

Markus Molitor

Als der blutjunge Markus Molitor 1984 mit 20 Jahren das Weingut an der Mosel vom Vater übernahm, fing er praktisch bei Null an; ohne jede eigene Anbaufläche. Also harte Maloche auf gepachtetem Rebland.