Markus Molitor

Pinot Noir Graacher Himmelreich *** trocken 2014

Limitiert

strukturiert
seidig & aromatisch
frische Säure
99–100
100
2
Pinot Noir 100%
5
rot
13,0% Vol.
Trinkreife: 2021–2053
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 99–100/100
Parker: 97/100
6
Deutschland, Mosel Saar Ruwer
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Pinot Noir Graacher Himmelreich *** trocken 2014

99–100
/100

Lobenberg: Alle Pinot Noir bei Molitor stehen zu 100% auf Schieferboden. Diese geben bekanntlich die gerade dadurch bedingten, etwas deutschfruchtigen Aromen. Das bedeutet i.d.R. weniger Kirsche als im kalksteinhaltigen Burgund und Baden. Stattdessen Himbeere, Erdbeere, Pflaume und Hagebutte, aber auch etwas Schlehe. Genau das zeichnet diese Weine aus. Die Weine werden zum Teil mit den Rappen vergoren, gemäß der Methode: Komplette Entrappung und die reifsten Rappen werden wieder zugegeben. Diese sind von Jahr zu Jahr unterschiedlich in der Menge. Komplett durchgegoren. Alle Weine werden im Holz spontan vergoren und auch im Holz ausgebaut. Das Graacher Himmelreich ist der feinste Untergrund bei Markus Molitor, in Hochlage. Sehr feiner Schieferboden, purer Stein. Alte Reben, hier überwiegend alte deutsche Klone. Die mit Abstand dichteste und schwarzfruchtigste Nase der Pinot Noirs von Markus Molitor. Hier kriegen wir auch schon ein bisschen Cassis, Kirsche, rote Johannisbeere, obwohl der Wein genauso hellrot durchscheinend ist wie die anderen Pinots. Rauchiges Holz dazu, sehr viel Schiefergestein, feines Salz, reife Nase, voller Würze und Raffinesse. Druckvoller, für Molitor fast wuchtiger Mund. Die Augen ziehen sich zusammen, Speichelfluss beginnt, eine fast zu Tränen rührende Intensität. Und trotzdem unendlich feine Säure, Länge über zwei Minuten während. Mit feinster Bitternote, Salz Gestein, Cassis, Johannisbeere, schönste Himbeere - aber nicht süß, nicht fett. Total durchgegoren, unendliche Feinheit. Ein Gegenentwurf von der Mosel zu den ganz großen Pinots von Friedrich Becker, von Huber, von Fürst und Ziereisen. Hier ist Finesse pur, aber in der Fruchtaromatik ist es wegen des Schiefergesteins klar ein deutscher Wein, dagegen haben es die Top-Rheingauer aus Assmannshausen unglaublich schwer. Großer Stoff. Einer der größten deutschen Pinot Noirs. 99-100/100

97
/100

Parker über: Pinot Noir Graacher Himmelreich *** trocken

-- Parker: --Parker: The 2014 Pinot Noir Graacher Himmelreich *** opens with a deep, concentrated, very aromatic yet fine and superbly balanced bouquet of perfectly ripe, sweet forest berries and dark cherries intermixed with noble toast, very fine crunchy/flinty slate and wild herbal notes including coriander and potted ginger. There is a tiny touch of potted plums and fat nougat here as well, so the three-starred Himmelreich is perhaps the least reductive of Molitor's outstanding 2014 Pinot Noir series. (Molitor says the Graacher had a high pH of 0.1 or 0.15 compared the the Trarbacher.) However, this is so generous and elegant on the nose, where everything is just as it should be—a beauty filled in bottles. Full-bodied, refined and voluptuous on the palate, with perfectly ripe fruit and a tender, highly finessed and silky character, this is a dense, intense and incredibly juicy Pinot Noir with great intensity, very tine tannins and a seductive texture. The finish is long, concentrated, intensely aromatic and endlessly juicy, with hints of ripe blackberries, but at the same time, it is still pure, fresh and fine, with exciting tension thanks to the vibrating mineral structure and expression. Although I love the more transparent, silky/filigreed and delicate style of the Trarbacher Schlossberg at least as much, the Himmelreich delivers more flesh and fruit to the palate. The extraordinary number of 2,400 bottles (more than ever before) were filled in August 2017. I tasted the wine three times in March 2018, and I am still in love. 97/100

Mein Winzer

Markus Molitor

Als der blutjunge Markus Molitor 1984 mit 20 Jahren das Weingut an der Mosel vom Vater übernahm, fing er praktisch bei Null an; ohne jede eigene Anbaufläche. Also harte Maloche auf gepachtetem Rebland.

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