Markus Molitor

Pinot Noir Brauneberger Mandelgraben * 2017

seidig & aromatisch
strukturiert
frische Säure
96+
100
2
Pinot Noir 100%
5
rot
12,5% Vol.
Trinkreife: 2023–2043
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 96+/100
6
Deutschland, Mosel Saar Ruwer
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Pinot Noir Brauneberger Mandelgraben * 2017

96+
/100

Lobenberg: Er mag auch insgesamt für den Genießer noch kompatibler sein, weil er in seiner schönen runden, roten Frucht mit Schiefer und Holzunterlage dichter und etwas dicker daherkommt. Mit mehr Himbeere, mehr Erdbeere, mehr roter Kirsche, auch etwas Hagebutte, etwas weniger Krautwürze und Schiefer als der reine Klostergarten, hier auch mit richtig viel Schub. Der Mandelgraben war das letzte Mal so genial 2015. Da hatte Markus ihm sogar zwei Sterne verliehen. Ich meine, dass er das 2017 auf jeden Fall auch verdient gehabt hätte, aber egal. Dadurch, dass er nur einen Stern hat, es aber der gleiche Wein ist, ist er natürlich deutlich günstiger – auch schön für uns. Eine Nase, die deutlich von schwarzem Schiefer unterlegt ist. Extrem deutliche Mosel-Affinität. Aber dann auch Schwarzkirsche, deutlich dunkle Früchte, etwas Holunder und Hagebutte. Ganz langsam gesellt sich dunkle Schattenmorelle dazu. Duftig, feine Süße zeigend. Durchaus intensiv, kraftvoll und dicht. Ein sehr erwachsener Wein und schon in der Nase sehr ausgewogen. Wie schön, dass dieser Wein von Markus von zwei auf einen Stern degradiert wurde. Dieser Mandelgraben ist so traumhaft schön, so gelungen, so ausgewogen und großrahmig. Deutlich Pinot Noir und deutlich Mosel zugleich. Ein pikant-salziger Mundeintritt mit deutlich schwarzbeerigen Tönen, aber trotzdem zart bleibend. Die Tannine sind durchgehend fein, zart und verspielt. Nichts ist grün und trotzdem ist der Jahrgang unglaublich frisch. Klar frischer als 2016. Berauschend schön ob seiner Intensität. Deutliche Anklänge von Hagebutten hinter den Kirschen. Auch klare Zwetschge. Sehr lang und gleichzeitig sehr harmonisch. Während die beiden Einstiegsweine Haus Klosterberg und der Einstern noch ein wenig burschikoser, polarisierender und lauter daherkommen, ist dieser Mandelgraben die Harmonie pur und trotz seiner pikanten Intensität ausgewogen. Eine kleine Perfektion und vielleicht das typischste Abbild der Mosel und Molitors. Deutscher Pinot trifft auf Burgund. Mosel und Schiefer treffen auf intensive rote Frucht. Das passt verdammt gut. 96+/100

Mein Winzer

Markus Molitor

Als der blutjunge Markus Molitor 1984 mit 20 Jahren das Weingut an der Mosel vom Vater übernahm, fing er praktisch bei Null an; ohne jede eigene Anbaufläche. Also harte Maloche auf gepachtetem Rebland.