Munique 2021

Puro Rofe: Munique 2021

Neu

Zum Winzer

96–97
100
2
Listan Negro 100%
5
rot, trocken
12,0% Vol.
Trinkreife: 2025–2042
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 96–97/100
6
Spanien, Kanaren, Lanzarote
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Munique 2021

96–97
/100

Lobenberg: Rotwein aus spontaner Gärung ohne Filterung oder Schönung. Muñique stammt aus traditionellen Sandweinbergen. Aus traditionellen Weinbergen in La Geria, dem 'Grand Cru' von Lanzarote, das durch die schwarze Landschaft der in die Vulkanasche gegrabenen Löcher (lokal Rofe genannt) gekennzeichnet ist. Auf diese Weise sind die Reben vor den starken Winden aus der Sahara geschützt, gleichzeitig bedecken sie den fruchtbaren Boden und verhindern die Verdunstung von Wasser aufgrund der hohen Temperaturen. Der Anbau erfolgt im Einklang mit der Umwelt, und die Trauben werden früher als üblich von Hand geerntet. Spontan vergoren im Holz, ausgebaut im Barrique. Als 2021 mit dieser so jahrgangstypischen Frische und Pikanz gesegnet, ein großes Jahr hier. 96-97/100

Jahrgangsbericht

Der Winter 2020/2021 brachte zwischen Dezember und März sehr viel Regen und Schnee, auch etwas Frost. Die Böden waren vor dem Austrieb der Reben mit ordentlichen Wasserreserven gefüllt – ein guter Start in den Jahrgang 2021. Die Blüte verlief bis auf kleine Verrieselungen ziemlich normal, kein Frost, kein Mehltau. Dann folgten nach einem trockenen Mai noch vor der Blüte große Regenmengen im Juni. Nach der Blüte begann ein sehr trockener, warmer, teils heißer Sommer. Hitze- und Trockenstress waren die Folge, die Reben machten ab Mitte August total dicht, um sich zu schützen. Die Beeren waren zu diesem Zeitpunkt dickschalig und kerngesund, Sorge bereitet aber die phenolische Reife, die durch den Stillstand der Reben nicht erreicht werden konnte. Dieses Phänomen gab es in allen Regionen der nördlichen Hälfte Spaniens, also in allen Topregionen. Von Anfang September bis zum 25. September gab es einige Tage satten Regen. Durch die neue Wasserversorgung setzten Photosynthese und Reifung sofort ein. Ab dem 25. September war es trocken, extrem sonnig und warm, nachts sanken die Temperaturen deutlich. Fünf traumhafte Wochen mit großen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nach und hochintensiver Sonne folgten. Diese große Kühle, ja Kälte der Nächte, nach dem letzten Regen vom 25. September, gilt als der Schlüssel zu diesem großen, reifen und zugleich frischen Cool-Climate-Jahrgang. Das Ergebnis waren überall hochgesunde, dickschalige Beeren mit sattem Tannin und hoher Säure vor der Lese im Herbst. Die Weine sind weniger extremreif und immens als 2019, aber deutlich aromatischer und reifer als 2018, mit einer Frische, die ihresgleichen sucht.

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Puro Rofe

Puro Rofe ist eigentlich ein verrücktes Projekt. Über sich selbst sagen Sie, dass Puro Rofe eine weinbauliche Rarität ist. Eine Übereinkunft zwischen mutigen Einheimischen und freundlichen Fremden.