Riesling Zeltinger Sonnenuhr Auslese *** Goldene Kapsel 2021

Markus Molitor: Riesling Zeltinger Sonnenuhr Auslese *** Goldene Kapsel 2021

Zum Winzer

100
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2
Riesling 100%
5
weiß, süss
8,0% Vol.
Trinkreife: 2023–2105
Verpackt in: 6er
9
frische Säure
mineralisch
3
Lobenberg: 100/100
6
Deutschland, Mosel Saar Ruwer
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Riesling Zeltinger Sonnenuhr Auslese *** Goldene Kapsel 2021

100
/100

Lobenberg: Die Nase ist satt und konzentriert, hochgradig intensiv aber von einer unfassbaren Klarheit. Die hohe Spannung aus der 2021 selten so üppig getroffenen Reife wie hier, ist einfach grandios. Einfach nahezu perfektes Lesegut mit wunderbarer, ganz klarer Botrytis. Aus dem Glas strömen Mango und Ananas, gelber Apfel, Marille, nebst etwas Zitronengras und Assamtee, Lavendelhonig, Thymian, viel süßes Brioche dazu. Ganz bezaubernd, üppig und samtig schon im Duft. Die Ankunft auf der Zunge ist zunächst von drückender Intensität und Kraft aus der hohen Reife der Trauben geprägt, schiebend, voluminös und ölig, satte Quitte, Netzmelone, kandierte Zitrusfrucht. Doch dann löst sich die Konzentration in Finesse und Feinheit auf. Der Grund hierfür ist vor allem die hervortretende Mineralanmutung, der Wein wird enorm salzig hintenraus, Salzkaramell, feines Toffee. Dabei schwerelos werdend, nicht die Intensität der Aromatik aufgebend, aber das Volumen im Mund verflüchtigt sich zusehends in ein finessenreiches Tänzeln von in Salz und Honig gewendetem gelbem Steinobst. Und hier tritt die Eleganz und der geschliffene Charakter der Sonnenuhr wieder hervor. Die kristallklare und extrem pikante und hohe Säure von 2021 Beamt den Wein dann final in ungeahnte Sphären. Tänzelnd und schwebend. Selbst die konzentrierteste edelsüße Auslese wirkt beschwingt und filigran durch diese grandiose balancierende Kraft der Mineralität und Säure. Das ist Süßwein-Weltklasse! 100/100

Mein Winzer

Markus Molitor

Als der blutjunge Markus Molitor 1984 mit 20 Jahren das Weingut an der Mosel vom Vater übernahm, fing er praktisch bei Null an; ohne jede eigene Anbaufläche. Also harte Maloche auf gepachtetem Rebland.