Pinot Noir Graacher Himmelreich *** 2019

Markus Molitor: Pinot Noir Graacher Himmelreich *** 2019

Zum Winzer

97–100
100
2
Pinot Noir 100%
5
rot, trocken
13,0% Vol.
Trinkreife: 2029–2054
Verpackt in: 6er
9
strukturiert
seidig & aromatisch
frische Säure
3
Lobenberg: 97–100/100
6
Deutschland, Mosel Saar Ruwer
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Pinot Noir Graacher Himmelreich *** 2019

97–100
/100

Lobenberg: 2019, Dreisterne, Markus Molitor – ein Ereignis der besonderen Art! Ich habe direkt nebeneinander den Trarbacher Schlossberg und den Graacher Himmelreich probiert. Sie sind so unterschiedlich wie zwei Welten. Der Graacher Himmelreich ist sicherlich der burgundischste aller Pinot Noirs von Markus. Schon in der Nase ein Mittelding zwischen zartem Chambolle und kraftvollem Gevrey-Chambertin. Dazu ein bisschen Sanddorn, das an Vosne-Romanée erinnert. Changierend und vielschichtig. Die Nase läuft von schwarzem Schiefer über Kalkstein und Salz bis hin zu Sanddorn, Unterholz, süßer Zwetschge, süßer schwarze Kirsche, Sauerkirsche und Schlehe. Aber in Summe trotz der Reife eher spielerisch als fett. Dann ein köstlicher Mundeintritt – so viel satte, vielschichtige Frucht! Die Süße vorne mit süßer Himbeere, reifer süßer Kirsche und Sauerkirsche, darunter ein Hauch Holunder und Unterholz. Dazu schwarzes Gestein, aber auch eine an Kalkstein erinnernde salzige Mineralik. Länge und hohe Intensität. Ein eindeutiger Rappenanteil, das war in der Nase spürbar, aber auch im Mund. Neues Holz. Auf der einen Seite köstlich, rund, opulent und süß in der Frucht. Auf der anderen Seite auch durch die Rappen eine kleine Freakshow. Das erinnert dann schon an Dujac und andere – vielleicht auch ein bisschen an Nuits-Saint-Georges von Prieuré Roch. Köstlich, grandios und einzigartig in diesem Potpourri aus süßer roter Frucht, Unterholz, Rappen und schwarzsteiniger, schiefriger, kalksteiniger Länge. Das ist auf jeden Fall außerhalb des Burgunds mitten in der allerersten Reihe. Großer Stoff! 97-100/100

Mein Winzer

Markus Molitor

Als der blutjunge Markus Molitor 1984 mit 20 Jahren das Weingut an der Mosel vom Vater übernahm, fing er praktisch bei Null an; ohne jede eigene Anbaufläche. Also harte Maloche auf gepachtetem Rebland.

Pinot Noir Graacher Himmelreich *** 2019