Bernhard Huber

Malterdinger weiß VDP Ortswein trocken 2018

fruchtbetont
voll & rund
mineralisch
94–95+
100
2
Chardonnay 65%, Weißburgunder 35%
5
weiß
12,5% Vol.
Trinkreife: 2021–2034
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 94–95+/100
Falstaff: 93/100
6
Deutschland, Baden
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Malterdinger weiß VDP Ortswein trocken 2018

94–95+
/100

Lobenberg: Die Reben stehen sämtlich in der Gemeinde Malterdingen und für Julian Huber ist der Qualitätssprung nach so vielen Jahren Übungszeit so groß, dass er ihn auf Village-Niveau sieht. Der Wein wird als Ganztraube auf einer Spindelpresse gepresst. Dadurch bekommt er eine leichte Phenolstruktur von den Schalen. Die spontane Vergärung und der Ausbau erfolgen komplett im Barrique, davon 10% neues Holz. Ab 2018 ist der Anteil 2/3 Chardonnay . Momentan wird gerade ein nicht unerheblicher Teil Weißburgunder auf Chardonnay umveredelt, auf lange Sicht ist die Zielsetzung schon 100% Chardonnay im Malterdinger. Solange der Weißburgunder aber noch ausreichend vorhanden ist, geht er in diesen Wein ein, und ehrlich gesagt finde ich das als Ergänzung zu den großen Chardonnays des Hauses und als Übergang vom einfachen Gutswein Grauburgunder ausgesprochen schick und passend, gerade durch den kleinen Weißburgunder-Anteil. Das gibt eben zur gelbfruchtigen Ausrichtung eben auch etwas weiße Blüten, etwas Reife und Fülle, weiße Birne, weißer Weinbergspfirsich. Nur 12,5 % Alkohol, schön schlank. Minze, Jasmin, erstaunlich deutliche helle Lakritze und Sanddorn. Im Mund kommt die Chardonnay stärker durch, wir haben eine hohe Mineralität. Dieses Spiel zwischen den beiden Rebsorten finde ich persönlich sehr gelungen. Recht viel Power und Druck ohne Fett im Mund. Auch im Nachhall Lakritze und Sanddorn, Mirabelle und Quitte, Nuss. Auch Aprikose und Aprikosenkern, Mandeln, ein Hauch grün. Diese gewollte leichte Unreife gibt ihm den richtigen Kick. 94-95+/100

93
/100

Falstaff über: Malterdinger weiß VDP Ortswein trocken

-- Falstaff: Rauchiges Holz, dezente Sortenaromatik, ganz leicht buttrig, ganz leicht zitrusfruchtig und kräuterwürzig, im Mund kalkmineralisch geprägt, kernig, mit einer Spur von Grüntönen, aber ohne Aggression, Extrakt bindet die Säure ein. Viel Drive, ausgezeichnete Länge. 93/100

Mein Winzer

Bernhard Huber

Die Geschichte des Spätburgunder in Malterdingen begann vor über 700 Jahren, als die Zisterziensermönche die aus dem Burgund stammenden Reben dort pflanzten.