Macon Pierreclos En Crazy

Guffens-Heynen

Macon Pierreclos En Crazy 2018

Limitiert

voll & rund
mineralisch
niedrige Säure
94–95
100
2
Chardonnay 100%
5
weiß
13,5% Vol.
Trinkreife: 2021–2042
Verpackt in: 12er
3
Lobenberg: 94–95/100
6
Frankreich, Burgund, Maconnais
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Macon Pierreclos En Crazy 2018

94–95
/100

Lobenberg: Die beiden Besitzer Monsieur Guffens und Madame Heynen sind Belgier aus Flandern. Der Hauptteil der Rebfläche, für den die Familie Guffens-Heynen berühmt ist, ist ein vier Hektar großer Weinberg in Mâcon mit einer Pflanzdichte von 10.000 Stöcken pro Hektar. Der Weinberg teilt sich auf in jüngere Reben, die Anfang der 2000er gepflanzt wurden und in alte Reben, die 80 bis 90 Jahre alt sind. Die Erträge gehen nie über 25 Hektoliter je Hektar, manchmal sogar unter 20 Hektoliter. Im Keller werden die Ganztrauben eingemaischt und auf einer uralten Korbpresse händisch gepresst, der Saft wird in drei Fraktionen aufgeteilt: Der Free Run, der mittlere Teil und die harte Pressung. In den Topweinen landet ausschließlich der Vorlaufsaft mit seiner hohen Säure bei gleicher Reife wie in den anderen Fraktionen. Über drei Monate hinweg wird ganz langsam fermentiert. Die Reduktion in der Nase des finalen Weins wird ein bisschen über den Zeitpunkt des Starts der Fermentation in den Barriques gesteuert. Nach der Presse wird der Vorlaufsaft bei manchen Weinen etwas länger sedimentiert und somit mit einem geringeren Hefeanteil in die Barriques gegeben. Bei den Topweinen wird der Saft relativ schnell in die Barriques gegeben, sodass sich die Hefe nicht so stark absetzen kann. Das fördert die Reduktion und gibt eine zusätzliche Komponente und Feinheit. Man muss allerdings sehr aufpassen, das Ganze nicht zu übertreiben, da sonst die Weine zu reduktiv werden. Der Holzkontakt liegt insgesamt bei nur zehn Monaten, 20 Prozent des Holzes ist neu. Guffens-Heynen ist ein Verfechter der späten Ernte, die phenolische Reife der Schale muss komplett gegeben sein. Umso wichtiger ist es später während der Pressung, den Free Run Juice abzutrennen und nur diesen für die Topweine zu verwenden, um die hohe Säure bei hoher phenolischer Reife zu erreichen. 2019 gar es winzige Erträge, sicherlich 30 bis 40 Prozent unter dem Durchschnitt. Alle Werte, inklusive Säure und Aromatik, wurden so komplett aufkonzentiert. Ein Problem war, bei voller Reife zu lesen und dennoch die Säure nicht zu verlieren. Das funktioniert nur, indem man den Presssaft trennt, um so die phänomenale Reife, die Aromatik und die Säure gleichzeitig zu retten. Dieser Mâcon-Pierreclos En Crazy hat eine besondere Geschichte. Nachdem Robert Parker die Weine der Domaine mehrfach probiert hatte, nannte er den Besitzer den »verrückten Belgier«. Daraus hat Monsieur Guffens ein Wortspiel erfunden und diesen Wein genauso gemacht, wie Parker ihn scheinbar so sehr schätzte. In diesen Mâcon-Pierreclos geht nicht nur der normale Pressaft ein, sondern hier wird auch der Pressaft aller anderen Mâcon-Pierreclos zugefügt. Wir haben hier also eine ganz hohe Reife und eine geringere Säure, weil der Anteil des Vorlaufsafts deutlich geringer ist. Das ist also der voluminöseste Wein, der auch schon nach sieben bis acht Jahren perfekt zu trinken ist. Nicht ganz so langlebig und einfach wuchtig daherkommend. Etwas, das man früher als »Parker-Wein« bezeichnet hat. Ich probiere den Jahrgang 2018, was das Ganze sowieso noch einmal stützt, denn 2018 ist ein Jahr mit viel Volumen und geringer Säure. Aber die Nase ist trotzdem verblüffend schön. Hocharomatisch, reich und dicht. Fast süßliche weiße Pfirsichnoten neben sehr reifer Williams Birne und ganz reifer Quitte. Immens reich und duftig, sehr blumig dazu. Die hohe Aromatik im Mund wird begleitet von einer grandiosen Mineralität. Was fehlt, ist ein bisschen die frische Säure zu diesem Wein, der nicht fett ist, aber durchaus kraftvoll, wuchtig und dicht. Trotzdem finde ich ihn extrem spannend. Ich habe ihn auch schon mit zehn Jahren Reife probiert, da läuft er erst zu großer Form auf. Ich bin ein großer Freund dieses Weins, der als Weißwein allein für sich schon eine Mahlzeit darstellt. 94-95/100

Mein Winzer

Guffens-Heynen

Unter Burgund-Insidern seit Jahrzehnten eine Kult-Domaine, dennoch sieht man die Weine selten auf dem Markt, denn sie sind extrem rar und nur bei wenigen Händlern weltweit vertreten. Gerade einmal etwas mehr als 5 Hektar herausragender Einzellagen im Umland von Vergisson im Mâconnais umfasst die...

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