Loureiro Moncao Melgaco

ADN Anselmo & Dirk Niepoort

Loureiro Moncao Melgaco 2020

Neu

mineralisch
unkonventionell
leicht & frisch
90+
100
2
Loureiro 100%
5
weiß
12,5% Vol.
Trinkreife: 2020–2025
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 90+/100
6
Portugal, Minho, Moncao e Melgaco
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Loureiro Moncao Melgaco 2020

90+
/100

Lobenberg: Anselmo Mendes hat einen hervorragenden Ruf für Alvarinho und Vinho Verde im nordportugiesischen Gebiet Minho. Aber er hat es in keiner Qualitätsstufe je zur Weltklasse gebracht wie zum Beispiel Zarate. Seine Weine sind etwas zu rustikal und grob in der Frucht. Dabei gilt er als genialer Winzer und Weinbergsmanager. Sein guter Freund Dirk Niepoort kann aber genau das, was Anselmo fehlt. Geringere Weinbergserträge, Rebschnitt, hohe Mineralität aus niedrigen Erträgen, Eleganz, Ausdruck und Feinheit in der eher moderaten Frucht. Und so fahren die zwei Freunde hier ein Modell, wie es zum Beispiel in Kalifornien oder auch bei Michel Tardieu an der Rhone bewährt ist. Man suche die besten Parzellen eines sehr guten, befreundeten Winzers, also unbedingt notwendige hervorragende Terroir- und Rebalter-Ausgangslage, man leite ihn an im Ertrag und der Weinbergsarbeit, begleite die Ernte und entscheide alle Schritte im Keller. Voila, so geht Weltklasse. Win-win. 2020 ist hier in Minho der erste so in Umlauf gebrachte Loureiro-Jahrgang und in einer großen Vergleichsprobe war dieser preislich so hoch attraktive Wein (darin ist Dirk ganz sicher Weltmeister) selbst von doppelt so teuren Mendes-Weinen nicht antastbar. Der Wein wird nur im Stahl vergoren und ausgebaut mit langem Hefelager. Nur geringer Schalenkontakt. Die Nase des von Steinobst geprägten Weins zeigt Salz und Mineralik im ersten Duft, aber durchaus elegant und moderat. Dirk mag keine kitschige Frucht, er will Eleganz, Terroir und Mineralik vor der Frucht bei all seinen Weinen. Und Dirk liebt, anders als ich, den Loureiro mehr als den Alvarinho. Warum? Weniger vordergründige Frucht, ausgeprägtere, sehr subtile Mineralität und hohe Eleganz im grandiosen Trinkfluss. Deutlich feiner als der Alvarinho, das gebe ich zu, auch weniger Zitrus und mehr Feuerstein und Steinobst. Aber auch aromatisch wie ein Vermentino. Im Grunde zwei Weine auf Augenhöhe mit anderer Schwerpunktsetzung. 90+/100

Mein Winzer

ADN Anselmo & Dirk Niepoort

Anselmo Mendes hat einen hervorragenden Ruf für Alvarinho und Vinho Verde im nordportugiesischen Gebiet Minho. Aber er hat es in keiner Qualitätsstufe je zur Weltklasse gebracht, wie zum Beispiel Zarate oder Soalheiro. Seine Weine sind etwas zu rustikal und grob in der Frucht. Dabei gilt er als...

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