Lindes de Remelluri - Vinedos de Labastida 2019

Bodegas Remelluri by Telmo Rodriguez: Lindes de Remelluri - Vinedos de Labastida 2019

Zum Winzer

94
100
2
Tempranillo 95%, Garnacha 5%%
5
rot, trocken
14,0% Vol.
Trinkreife: 2023–2033
Verpackt in: 6er
9
voluminös & kräftig
seidig & aromatisch
fruchtbetont
3
Lobenberg: 94/100
Parker: 93+/100
6
Spanien, Rioja und Navarra
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Lindes de Remelluri - Vinedos de Labastida 2019

94
/100

Lobenberg: Labastida ist häufig der elegantere der beiden Lindes. So auch 2019, in diesem hochreifen und gleichzeitig frischen Jahr. Erstaunlich dichte, sehr fokussierte, fast monolithische Schwarzkirschnase mit leichter Schlehe untendrunter. Minze, dann Orangenzesten, leichte Exotik in diesem extrem sauberen Geradeauslauf. Im Mund deutlich geradliniger als San Vicente. Nicht besser, nur geradliniger. Schwarze Kirsche, enorm viel Salz, Säure und supergeschliffene Tannine. Der Labastida braucht länger Zeit, um sich zu entwickeln als der San Vicente, der etwas komplexer und vielschichtiger ist. Labastida verfügt eindeutig über mehr superfeine Tannine als San Vicente und ist in seiner Zeichnung und Textur deutlich mehr im Geradeauslauf. Er braucht mehr Zeit – es ist nicht der bessere, nur der feinere Wein. Aber diese reiche Superkomplexität des San Vicente ist für mich in 2019 schwer zu übertreffen. Die feinere Version im selben Preisbereich und auch dem gleichen Level ist eindeutig Labastida. Der Wein steht für Minuten im Mund, langsam rollt die feine Lakritze wieder hoch, dazu kommt etwas mehr Eukalyptus als bei seinem Zwillingsbruder. 2019 ist San Vicente für mich vorne, vor dem sehr geradlinigen Labastida. Trotzdem super Stoff! 94/100 *** Die Erfolgsstory auf Remelluri setzt sich fort! Befreundete Winzer liefern für die beiden Lindes kontrolliertes Traubenmaterial aus kontrollierten Weinbergen. Das Ganze wird ergänzt durch Weinberge von Remelluri, die für nicht würdig erachtet werden, in den Reserva oder Gran Reserva zu gehen. Und weil die ausgesuchten Winzer so eng mit Telmo und Pablo verbunden sind, haben wir hier extrem hochklassiges Material. Lindes de Remelluri – die beiden Weine haben sicherlich mit das allerbeste Preis-Leistungs-Verhältnis der Rioja. Der Labastida stammt von Weinbergen befreundeter Winzer direkt rund um das Weingut Remelluri. Sehr alte Reben. Teilweise nur einen halben Hektar groß, manchmal ein oder zwei Hektar. Extrem kleine Erträge. Buschweine, biologische Bearbeitung. In beiden Weinen ist der Anteil an Tempranillo bei 95 Prozent, dazu kommen ungefähr 5 Prozent Grenache. Alle Weinberge liegen, ähnlich wie Remelluri, sehr hoch. 500 Meter und aufwärts. Das bedeutet sehr kühle Lagen. Bei Remelluri wird auf Frische extrem viel Wert gelegt. Remelluri ist das höchstgelegenste Weingut in Rioja Alavesa, und Alava liegt ja bekanntermaßen einige hundert Meter höher als dir Rioja Alta. Wir haben sehr reife Weine mit hohem Alkohol, die gleichzeitig perfekte Frische bewahrt haben.

Jahrgangsbericht

2019 gab es bei Telmo Rodriguez und auf Remelluri viel Verlust durch Verrieselung und Frost. Ansonsten war der Jahrgang genial. Hohe Reife bei einer gleichzeitig erstaunlichen Frische, weil die Herbstnächte extrem kühl waren – das erhält die Frische und die Säure. Ein großer Jahrgang mit kleinen Mengen. Telmo und Pablo sagen es sei bis zu diesem Zeitpunkt der beste Jahrgang der Geschichte.

93+
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Parker über: Lindes de Remelluri - Vinedos de Labastida

-- Parker: The 2019 Lindes de Remelluri Viñedos de Labastida is a selection from 14.1 hectares of vineyards in 34 plots from growers in the village of Labastida at 440 to 710 meters in altitude on the alluvial terraces of clay and limestone soils. It fermented with indigenous yeasts in stainless steel and matured in barrels of different sizes and origins for 13 months. This is ripe and expressive, with a juicy palate and chalky tannins. 57,800 bottles and 490 magnums produced. It was bottled in May 2021. 93+/100

Mein Winzer

Bodegas Remelluri by Telmo Rodriguez

Schöner als die Granja Remelluri am Fuße der Sierra de Tolono kann ein Weingut nicht liegen. Das Anwesen befand sich einige Jahrhunderte im Besitz eines Klosters, bevor der Baske Jaime Rodriguez Salis das Gut 1968 erwarb.