Lindes de Remelluri - Vinedos de Labastida

Bodegas Remelluri by Telmo Rodriguez

Lindes de Remelluri - Vinedos de Labastida 2016

voluminös & kräftig
seidig & aromatisch
fruchtbetont
94+
100
2
Tempranillo 95%, Garnacha 5%%
5
rot
14,0% Vol.
Trinkreife: 2020–2030
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 94+/100
Parker: 94/100
Suckling: 94/100
6
Spanien, Rioja und Navarra
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Lindes de Remelluri - Vinedos de Labastida 2016

94+
/100

Lobenberg: Im Ort Labastida, in dem auch Remelluri gelegen ist, arbeiten Pablo, Telmo Rodriguez und seine Schwester Amaia, mit zehn befreundeten Kleinstwinzern zusammen. Sehr alte Reben. 95% Tempranillo. Teilweise nur einen halben Hektar groß, manchmal ein oder zwei Hektar. Extrem kleine Erträge. Buschweine, biologische Bearbeitungsweise. Diese Winzer sind zu klein um selbst zu vinifizieren und zu vermarkten. Sie sind der Familie Rodriguez schon sehr lange verbunden. Diese Winzer arbeiten unter Remelluris Kontrolle, exakt nach der Maßgabe von Telmo Rodriguez und seinem kongenialen Partner und Vineyardmanager Pablo. Selbst der Erntezeitpunkt wird auf den Tag genau bestimmt. Dann liefern diese Kontraktwinzer und Freunde die Trauben bei Remelluri ab. Dort allein erfolgt die Entrappung, Selektion, spontane Vergärung und der Ausbau. Das ergibt für die beiden aus der Lindes Serie gelesenen Weine, Labastida und San Vicente, insgesamt nur jeweils 50.000 Flaschen Wein. In beiden Weinen ist der Tempranilloanteil bei 95%, und dazu ungefähr 5% Grenache. Alle Weinberge liegen, ähnlich wie Remelluri, sehr hoch. 500 Meter und aufwärts. Das bedeutet sehr kühle Lagen. Bei Remelluri wird auf Frische extrem viel Wert gelegt. Remelluri ist das höchstgelegenste Weingut in Rioja Alavesa, und Alava liegt ja bekanntermaßen einige hundert Meter höher als dir Rioja Alta. 2015 war ein perfektes Jahr in Rioja, allerdings mit relativ hohem Alkohol. Im September gab es dann massive Regenfälle. Viele andere Winzer wurden nervös und ernteten viel zu früh. Bei Remelluri und den dazu gehörenden Kontraktwinzern wurde zugewartet. Es wurde dann trocken, dazu ein hohes Windaufkommen? und die vollständige Reife, die zuvor nicht gegeben war, konnte über eine weitere, vierwöchige Vegetationsperiode, bis tief in den Oktober hinein, abgewartet werden. Die Ernte für beiden Weine wurde am 10. Oktober eingebracht. Wir haben also sehr reife Weine mit hohem Alkohol, die gleichzeitig perfekte Frische bewahrt haben. Und die, und das ist das Entscheidende, im Gegensatz zu manch anderen 2015er, eben die komplett physiologische Reife erreichten. Eine klassische Tempranillo-Nase, und doch so frisch, so fein. Der erste Ansatz ist Hagebutte, rote Kirsche, auch Amarenakirsche dazu. Dann kommt schwarze Kirsche. Tolle Intensität. Was fehlt, und das ist ein sehr positiver Aspekt, ist die manchmal von zu reifem Tempranillo ausgehende Brombeerigkeit und Schokoladigkeit. Das ist hier überhaupt nicht der Fall. Einfach nur fein, hohe Intensität, dicht, lang. Alles auf Kirsche bleibend. Schwarzkirsche siegt am Ende. Dann kommt ein ganz klein bisschen Mango darunter. So hocharomatisch. Der Lindes ist komplett natürlich als biologischer Wein. Spontan im Stahl vergoren. Auch die Malo im Stahl. Danach 12 Monate in großen Holzfässern ausgebaut, für weitere 6 Monate in großen Absetztanks, um dann ungefiltert gefüllt zu werden. Ich weiß nicht, warum der Lindes Labastida der mir immer persönlich liebere Wein ist. Das mehr auf Kalkstein, Kreide und Sand laufende Terroir, weniger schwerer Lehm? Höhere Lagen? Wahrscheinlich, weil er deshalb von den beiden Lindes der dem Remelluri weitaus ähnlichere Wein ist. Das hat so viel Charme, so viel seidige Finesse und Cremigkeit in der kirschigen Frucht. Schöne Länge, salzige Mineralität. Aber es ist so weit entfernt von einem Blockbuster. Es ist einfach fein, geschliffen, erhaben, getragen, tänzelnd. Ein Tempranillo, der mich in seiner Feinheit ein bisschen an einen sehr schönen dichten Chianti aus der Toskana erinnert. Das kann so viel Freude machen. Auch ein bisschen in Richtung Brunello di Montalcino tendierend. Echt schicker Wein. 94+/100

94
/100

Parker über: Lindes de Remelluri - Vinedos de Labastida

-- Parker: The 2016 Lindes de Remelluri Viñedos de Labastida, from a high-yielding year, matured in a combination of barriques of different origins and aged for 13 months. It has contained ripeness, integrated alcohol, nice balance and a nice expression on the nose. It shows more restraint than the one from San Vicente. I think the year shows the character of each village quite faithfully, and this time I prefer the Labastida again. It has a nice thread on the palate, velvety textured with very fine tannins. 53,927 bottles produced. It was bottled in April and May 2018. 94/100

94
/100

Suckling über: Lindes de Remelluri - Vinedos de Labastida

-- Suckling: Very pretty and aromatic with plum and orange peel with floral undertones. Medium to full body, with very fine tannins and a beautiful, fine-grained finish. Drinkable now, but a year or two will real show it off. From organically grown grapes. Drink after 2022. 94/100

Mein Winzer

Bodegas Remelluri by Telmo Rodriguez

Schöner als die Granja Remelluri am Fuße der Sierra de Tolono kann ein Weingut nicht liegen. Das Anwesen befand sich einige Jahrhunderte im Besitz eines Klosters, bevor der Baske Jaime Rodriguez Salis das Gut 1968 erwarb.

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