Jean Luc Jamet

Les Terrasses Cote Rotie Rouge 2017

tanninreich
strukturiert
pikant & würzig
97–98
100
2
Syrah 100%
5
rot
13,5% Vol.
Trinkreife: 2021–2051
Verpackt in: 12er
3
Lobenberg: 97–98/100
Parker: 92–94/100
6
Frankreich, Rhone, Nordrhone
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Les Terrasses Cote Rotie Rouge 2017

97–98
/100

Lobenberg: Jean-Luc Jamet und sein Bruder haben 2012 die Domaine geteilt, um auch für die kommenden Generationen für die Erbschaft gerüstet zu sein. Jeder hat Teile der berühmten Lagen von Jamet in Côte Rotie bekommen, sie bleiben alle komplett erhalten. Nur dass Jean-Luc über all die Jahrzehnte der Weinbergsarbeiter war und daher die Lagen deutlich besser kannte als sein Bruder, der mehr den Ausbau und den Verkauf gemacht hat. Jean-Luc vinifiziert alle Partien der einzelnen Parzellen getrennt und vermählt sie dann zu diesem einzigen finalen Blend. Ein Vorgehen, dass durchaus Sinn machen kann, wir kennen es auch von anderen Rhône Domaines, wie Clos des Papes, die auch alle ihre Parzellen zu einer einzelnen Assemblage zusammenführen. Das bedeutet es gibt hier bei Jean-Luc Jamet nur dieses einen Côte Rotie, zusammengesetzt aus 12 Lagen. Was sein Bruder mit den Lagen macht behagt ihm nicht und weil er wie kein anderer die verschiedenen Schiefer und Granit Parzellen kennt, denke ich es ist eine weise Entscheidung von ihm. 75% nicht entrappt, Ausbau komplett im Barrique, zur Hälfte neu, die andere Hälfte zweite und dritte Belegung. Sehr deutliche Côte Rotie Nase, aber weniger verbrannt als erwartet, mehr frische, rote Frucht, satte Waldhimbeere, etwas Erdbeere, etwas Zwetschge, rote Johannisbeere, eine Nase wie ich sie von Ogier vom Lancement kenne, also fast etwas Saint Julien-artig aus Bordeaux. Schön mit der frische der Rappen unterlegt, ohne jemals grob zu werden, alles war reif. Rund, drückend, feine steinige Mineralität darunter, Salz und grandioser Charme. Der Mund zeigt gewaltigen Gripp, aber nichts ist hart, total weich, seidig geschliffen, massiv und rund, samtig, sogar eher seidig. Tolle Länge, viel Gripp, aber nichts zum Anbeten, nichts zum Niederknien, eher ein Côte Rotie mit sehr viel Charme, Dichte und sehr viel roter Frucht. Lang, lang, lang anhaltend, ich habe lange keinen so charmanten, so wenig auf Effekthascherei getrimmten Côte Rotie getrunken. Wahrscheinlich ist es genau Jean-Lucs weise Entscheidung, die einzelnen Lagen zu einem großen Côte Rotie zu vermählen, der Wein zeigt nämlich eine immense Harmonie, Trinkigkeit, Saftigkeit. Das ist ein Spaßmacher mit ganz großer Klasse. 97-98/100

92–94
/100

Parker über: Les Terrasses Cote Rotie Rouge

-- Parker: Jamet's 2017 Cote Rotie was likewise still in barrel at the time of my visit. Overall, it doesn't look quite as silky or elegant as the 2018, yet it should offer plenty of complexity and also be approachable early. Crushed stone, violet and meaty notes accent boysenberry fruit in this medium to full-bodied wine, framed by ripe but firm tannins. 92-94/100

Mein Winzer

Jean Luc Jamet

Jamet – dieser Name steht seit nunmehr über drei Jahrzehnten für exquisite Côte Rotie aus erster Reihe. Jean Luc und sein Bruder Jean Paul haben die Domaine ihres Vaters gemeinsam in die Spitze der Appellation geführt.