L'Enclos de Peralba: La Peca Coll del Guix Sumoll 2022

L'Enclos de Peralba: La Peca Coll del Guix Sumoll 2022

BIO

Neu

Zum Winzer

Sumoll 100%
rot, trocken
12,0% Vol.
Trinkreife: 2026–2043
pikant & würzig
strukturiert
Lobenberg: 96–97/100
Parker: 95/100
Spanien, Penedes
Allergene: Sulfite,
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
La Peca Coll del Guix Sumoll 2022

96–97
/100

Lobenberg: Ein Gemeinschaftswerk der Gramona-Cousins mit den Winzern von Pardas. Reinsortig Sumoll von einem gemeinschaftlich bearbeiteten Weinberg in Hochlage. Jeder hat aber seine eigene Arbeitsweise. Bio, Ganztrauben in Handlese von alten Buschweinen. Ein unter 1 Hektar großer, alter Weinberg auf 500 Höhenmetern. Es gibt weniger als 1000 Flaschen. Die Vergärung startet spontan nach der mit Füßen getretenen Einmaischung im offenen Lagare, in der Hälfte der Fermentation wird aber schon sanft abgepresst und der Prozess fortgesetzt. Danach Ausbau im 500 Liter gebrauchtem Tonneau und anschließend einige Monate im Stahl. Helles Granatrot. Süßer Granatapfel mit Waldhimbeere und Gesteinsmehl in der Nase. Eine leichte Chillischärfe dazu. Extrem feiner, kirschiger Angang im Mund, mehr Kirsche als Himbeere, darunter Kreide und eine schöne Marancuja-Orangen-Frische. Rote Johannisbeere, Seidigste Tannine und feiner Schliff im saftig finessereichen Nachhall. Ein extrem feiner Wein mit unikathaftem Charakter und genialem Charme. Sehr sehr schick!

Jahrgangsbericht

Da ich als zuständiger Weinscout inzwischen einen Teil meiner Jahreszeit in Spanien verbringe, bin ich über Wetter und Klima vor Ort permanent gut im Bilde. Trockenheit, Hitze, wenige guten Regenfälle vor allem in den ersten 4 Monaten. Weil es im Winter wie auch im März April satt Regen gab, war die Basis für den trockenen Sommer perfekt. Und Wärme gab es auch zum Austrieb und auch zur Blüte, sich wie ein roter Faden bis zur Ernte ziehend. Dazu erstaunlich kühle Nächte im Mai, Juni, Juli und August, aber ein eher warmer trockener Spätsommer und Herbst. Die Story der großen Trockenheit wurde mir von jedem Winzer immer wieder erzählt. Und diese Story ist oft baugleich zu Bordeaux, das ja oft die gleiche Wetter- und Klimageschichte wie alle mittleren und östlichen Nordregionen Spaniens über das Jahr hat. Selbst die atlantischen frühen September-Unwetter und Regenmengen in Bordeaux und der Rioja bleiben seit dem Klimawandel oft aus, fast immer kann jetzt im September und Oktober in Ruhe bis zum optimalen Erntezeitpunkt gewartet werden. Die Ernte wurde nach etwas glücklichem kleinen Regen im Juli und August somit teilweise über 6-8 Wochen gestreckt. Die absolute Besonderheit in 2022 war aber auch in Spanien der kontinuierliche Verlauf der Trockenheit und Hitze und die relativ kühlen Nächte über das sommerliche Weinjahr. Die Reben waren 2022 perfekt assimiliert an das Klima. Trotz der Hitze war nichts gekocht, die Laubarbeit und Bodenbearbeitung der Winzer war dem Klima über die Jahre perfekt angepasst, eine perfekte Anpassung der Reben fand statt, war ganz anders als im von plötzlichen Hitzewellen dominierten Schock-Jahr 2003 mit schlecht präparierten Winzern und Weinbergen. Und auch 2022 gibt es, wider Erwarten von uns Laien, trotz oft hoher Alkoholgradationen eine erstaunliche Frische in den Weinen. Tiefe PH-Werte sind die Regel, die Biodynamiker sprechen von den tiefsten je gemessenen Werten. In Zusammenhang mit oft hohen Tanninlevel, hoher Reife, satter samtig seidiger Frucht, hohem Alkohol und zugleich famoser Säure, sprechen viele Winzer vom besten Jahr ihrer Geschichte (Oxer, Artadi und Cuentavinas), und das von der Rioja bis Ribera, vom Priorat bis Bierzo. ALLE Regler nach rechts! Und es gibt 2022 eine grandiose Harmonie und Balance und sensationelle Finesse und Feinheit. Wie in Bordeaux. Nach meiner Verkostung kann ich das durchaus in vielen Fällen bestätigen, obwohl es auch 2021 hochinteressante, oft sogar aufregendere und energiegeladenere Weine und oft sogar präzisere Weine gab. Für mich selbst war, von Einzelfällen abgesehen, 2021 und 2022 bei absolut verschiedenem Charakter eher auf gleicher Höhe, manchmal sogar mit leichtem Vorteil bei 2021. Wer z.B. 2022 bei so viel Feinheit zu viel neues Holz einsetzte oder die Weine zu lange im Holz ließ, konnte die Weine mit ihrer samtigen Seidigkeit auch mal zu »nett«, zu holzlastig und auch manchmal etwas belanglos ausfallen lassen. 2021 hatte klar mehr Druck und Wucht, um neues Holz wegzudrücken. Und wie in Bordeaux gilt auch in Spanien: Die besten Terroirs und alten Reben waren 2022 dramatisch im Vorteil und die Biodynamiker hatten »das Jahr der Jahre«.

95
/100

Parker über: La Peca Coll del Guix Sumoll

-- Parker: The 2022 La Peça Coll del Guix is a wine they are producing with Sumoll grapes from the same vineyard where Pardas are producing another red with the same name and similar label, two visions of the same place. Here, the wine fermented with full clusters and matured in used 500-liter oak barrels for six months. It's a little spicier than the one from Pardas, with a subtle lactic touch, fine-boned and with a medium-bodied palate, seamless and balanced, really elegant and austere, mineral and stony. This is incredibly elegant. 939 bottles produced.

Verkostungsnotiz

Weingut über: La Peca Coll del Guix Sumoll

-- Weingut: La Peça - Coll del Guix is a joint project of l’Enclòs de Peralba and Pardas. While searching for Sumoll vineyards capable of producing balanced musts with aging potential, we found this one, located about 25 kilometers from Sant Sadurní d’Anoia. Beyond crafting a fine age-worthy red wine, this project also aims to celebrate collaboration between wineries, a tradition seen in the world’s most respected wine regions. Vineyard: The plots of La Peça and Coll del Guix are located in Santa Margarida de Montbui, in the area we like to call the Greater Penedès. They cover a total of 1.37 hectares (1.08 ha and 0.29 ha), at an altitude of 485 meters above sea level, with a 12% slope, southeast exposure, and an average annual rainfall of 650 mm. Winemaking: The grapes are harvested by hand into 25 kg boxes. They are whole-cluster fermented and gently foottrodden. Fermentation happens spontaneous with no temperature control and daily cap soaking. The wine is pressed before fermentation ends. It then ages in used 500-liter barrels, following a short settling period in stainless steel tanks. Finally, it rests for six months in bottle before release. The wine: A total of 939 bottles were produced from the 2022 vintage.

Mein Winzer

L’Enclos de Peralba

Das Weingut L’Enclòs de Peralba wurde 2017 von Roc und Leo Gramona, zwei Cousins und zugleich die Söhne der sechsten Generation des legendären Schaumweinhauses Gramona, ins Leben gerufen. Ein Projekt, das die Wurzeln und Traditionen Penedès ehren soll. Ein Projekt, das die wilden und unbekümmerten...

La Peca Coll del Guix Sumoll 2022