von Oetinger

JOTT 2017

JOTT 2017
RebsorteRebsorte
Müller Thurgau 100%
BewertungBewertung
Lobenberg 94/100
WeinWein
Weißwein
12,5% Vol.
Trinkreife: 2018 - 2028
LageLage
Deutschland
Rheingau
Allergene
Sulfite

  • 15,00 €
0,75 l

Inkl. 19% MwSt.,
zzgl. Versandkosten

20,00 €/l

Lebensmittelangaben

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Abfüller - von Oetinger Weingut, Rheinallee 1 - 3, 65346 Eltville/Erbach, DEUTSCHLAND


Lobenberg

Lobenberg über:
JOTT 2017

94/100
Lobenberg: Ein spontan vergorener Müller-Thurgau aus alten Reben, mit langer Maischestandzeit. Das ist ziemlich abgefahrenes Zeug. Der Wein wird sieben Tage, auf den Rappen stehend, kalt mazeriert. Bevor er als Ganztraube gepresst wird und in die spontane Vergärung geht. Die Nase sehr fein. Sehr auf Birne und Apfel laufend. Keine Zitrusfrüchte, nicht der Riesling-Part des Müller-Thurgaus kommt durch, sondern eher der Silvaner-Teil, für den man ihn in einer Blindverkostung wohl auch halten würde. So fein, so geschliffen. In der Struktur wie ein Silvaner von Michel Teschke aus Rheinhessen. Erst langsam kommt ein bisschen Parfüm dazu. Ein bisschen Süße, fast Rosenblätter zeigend. Dann langsam entwickeln sich auch rote Früchte. Rote Johannisbeere, Preiselbeere, dann kommt Quitte, aber reife Quitte, und wieder diese schöne Birne. Auch Marille. Das ist eine schöne Silvaner-Nase. Der Wein wird in der Vergärung mit 15% ganzen Beeren vergoren. Dabei handelt es sich um die sogenannten „Jungfernbeeren“: Das sind die Beeren, die nicht groß geworden sind und deshalb keine Kerne besitzen. Sie wurden händisch von den Kindern des Hauses abgepult. Sie wurden als erstes in den Vergärtank getan, danach kam dann der Saft der Ganztraubenpressung darauf. Entsprechend ging dann die Vergärung perfekt durch, da auf diesen kleinen Beeren jede Menge Hefe saß. Die spontane Vergärung wurde so extrem gefördert. Wir haben auch ein bisschen Phenolik mit im Spiel. Sehr dichter Mund. Dann kommt auch ein bisschen das Tannin, der Bitterstoff. Aber noch viel mehr feine Frucht. Auch ein bisschen Orangenzesten. Die Frucht tendiert auch hier stark zur Quitte. Ein bisschen gelbe Birne. Dazu die reine Boskoop-Schaligkeit. Aber das Ganze nicht erdig, sondern fein bleibend mit schöner, salziger, mineralischer Länge. In diesem Preisbereich, wo er sich bewegt, ist das eine neue Dimension von Müller-Thurgau. Der Wein ist ein Erlebnis und ist trotz seiner Eigenwilligkeit und seiner sehr individuellen Sponti-Nase ein Wein mit großem Trinkfluss. Es gibt von diesem Wein nur 500 Liter. Hier muss man sich also ranhalten. 94/100
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