Gut Hermannsberg

Riesling Hermannsberg Großes Gewächs trocken 2019

frische Säure
mineralisch
99–100
100
2
Riesling 100%
5
weiß
12,5% Vol.
Trinkreife: 2026–2052
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 99–100/100
Suckling: 95/100
Parker: 94–95+/100
6
Deutschland, Nahe
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Riesling Hermannsberg Großes Gewächs trocken 2019

99–100
/100

Lobenberg: Biologische Weinbergsarbeit, Ganztraubeneinmaischung, nur kurze Standzeiten, Spontanvergärung, Ausbau immer im Holz. Nur 200m von der Kupfergrube entfernt liegt der Hermannsberg, doch seine Böden und deren Charaktereigenschaften könnten nicht unterschiedlicher sein. Tonschiefer im Untergrund, überweht von Löss, Melaphyr wurde vor über 100 Jahren während des Bergbaus in den Weinberg eingebracht. Ein Weinberg und ein Terroir, das in erster Linie zu Beginn erstmal verschlossene Weine hervorbringt. Nicht diese Offensichtlichkeit, nicht diese Umarmung der Kupfergrube, sondern hier kommen sehr reservierte, erhabene Weine her. Der Hermannsberg kommt zusammen mit dem Bastei immer erst ein Jahr später auf den Markt, da er länger auf der Hefe liegt und auch längeres Flaschenlager bekommt. Bei der Kupfergrube ist der Marktstart sogar noch ein weiteres Jahr später. Die Nase des GG Hermannsberg ist voll auf weißem Steinobst laufend. Weißer Pfirsich, erhaben, wie herrlich! Dann kommt Reneklode, etwas Mirabelle, dann kommt auch Litschi. Helle, weißgelbe Melone, feine Kalkstein-Kreide-Affinität. Fast schwebend. Der Mund ist unglaublich hintergründig. Burgundisch-schmelzig, sahnig-fein. Auch hier wieder das weiße Steinobst. Der Wein strengt nicht an. Seine Intensität ist allerdings für Minuten spürbar, sie ist aber überhaupt nicht aufdringlich. Zitronengras, Kreide, Sahne, weiße Schokolade. Ein leichter Pfeffertouch, Piment, eine leichte Schärfe. Hintenraus in Stein, Zitronengras und Salz endend. Aber nichts ist aufdringlich, das Ganze schwebt erhaben durch den Mund. Fast ein bisschen eine Peter Jakob Kühn-Affinität. Das Finale steht dann sehr lang. Da rollen dann neben der Reneklode auch gezuckerte Limette, Orange und Mandarine wieder hoch. Da kommt viel Salz mit. Erst im Nachhall kann man die ganze Power des Weins spüren, weil er einfach für Minuten steht, weil er alles einnimmt. Aber auch da ist er nicht anstrengend, nur intensiv. Die Nahe hat es 2019 schon verdammt gut getroffen, auch wenn die Mosel vielleicht die Primus Inter Pares-Region des Jahrgangs wird, habe ich an der Nahe überhaupt nur Siegertypen probiert. Das ist schon ziemlich großes Kino. 99-100/100

95
/100

Suckling über: Riesling Hermannsberg Großes Gewächs trocken

-- Suckling: Apple, pear, lime and lemon aromas with hints of granite. Gunmetal, too. Medium-to full-bodied with a tight palate and firm, layered fruit and acidity. A little reserved on the palate now. Better to drink after 2022. 95/100

94–95+
/100

Parker über: Riesling Hermannsberg Großes Gewächs trocken

-- Parker: Tasted as a sample in April, the 2019 Niederhausen Hermannsberg GG is very stony on the clear, refined and almost Saar-like nose with its fine and crunchy slate aromas. Juicy, round and refined on the palate, with a velvety texture and rather mild acidity, this is an elegant Hermannsberg with a long and salty finish. A generous and full-bodied Riesling, now fully Hermannsberg. To be released in September. 94-95+/100

Mein Winzer

Gut Hermannsberg

Im Jahr 1901 gründete der preußische Staat die Domäne und erwarb die ersten Flächen: steiles, zerklüftetes und felsiges Gelände inklusive einer ehemaligen Kupferschürfung.

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