Pascal Marchand

Gevrey Chambertin Village 2012

93–95+
100
2
Pinot Noir
5
rot
13,0% Vol.
Trinkreife: 2017–2037
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 93–95+/100
6
Frankreich, Burgund, Cote d'Or
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Gevrey Chambertin Village 2012

93–95+
/100

Lobenberg: 2012, ein Jahr der Katastrophen (Verrieselung und Hagelstürme) in Burgund und zugleich eines der interessantesten und qualitativ herausragendsten Jahre der letzten Jahrzehnte. Mit winzigen Mengen, berstender Frucht, seidigen, ultrafeinen Tanninen, frischer Säure, und vor allem dem Alleinstellungsmerkmal überragender Aromatik. Biologisch-organische Weinbergsbearbeitung, teilweise schon in Umstellung zur Biodynamie. Je nach Wein zum Teil oder bei 1er- und Grand Crus auch totale Ganztraubenvergärung ohne Entrappung. Natürlich spontan vergoren in Holzfudern. Lange Maischestandzeiten nach dem Gärvorgang, vorsichtiges Abpressen, Malo im Barrique, einmaliger Abzug, alles nur mit Schwerkraft, dann Ausbau ohne Batonnage oder Abzug bis zur Füllung nach 18 Monaten auf der Feinhefe in neuen und gebrauchten Barriques. Rauchige Schwarzfruchtnase. Extrem komplex tänzelnd. Nicht so berstend in der roten Frucht wie die Gevreys von Pascals neuer Domaine Maume, eher schwarzfruchtig und ultrafein, in der Nase irgendwie an einen total geschliffenen Mourvedre erinnernd, Domaine Beaucastel. Ein Barolo von Elio Altare könnte auch Taufpate sein. Erde und Schokolade dazu, das passt alles ganz wunderbar. Mit der Zeit steigt das Intensitätslevel. Im Finale Salz, Gestein und satte dunkle Frucht mit Erde, viel weiches Tannin, große Dichte und Harmonie ausstrahlend. Erhabenheit. Irgendwie wird schon bei diesem Village klar, warum die Grand Crus von Gevrey Chambertin die Ehrfurcht gebietendsten Weine des Burgund sind. 93-95+/100