Felsenberg Riesling Großes Gewächs trocken

Gut Hermannsberg

Felsenberg Riesling Großes Gewächs trocken 2018

mineralisch
voll & rund
97–100
100
2
Riesling 100%
5
weiß
13,0% Vol.
Trinkreife: 2021–2049
Verpackt in: 6er
3
Lobenberg: 97–100/100
Pirmin Bilger: 19+/20
Falstaff: 96/100
Suckling: 96/100
Elias Schlichting: 95–97/100
6
Deutschland, Nahe
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Felsenberg Riesling Großes Gewächs trocken 2018

97–100
/100

Lobenberg: Erstmalig in 2018 wird der Hektar Felsenberg im Besitz von Gut Hermannsberg unter diesem Label kommerzialisiert. Der Weinberg liegt direkt im Anschluss an die Kupfergrube, also auch noch auf rotem Vulkangestein allerdings mit einem Twist in der Neigung Richtung Südsüdwest Ausrichtung, also warme Nachmittagssonne aufnehmend. Deshalb ist der Felsenberg immer etwas charmanter in der Frucht als die extreme Kupfergrube. Ein Drittel des Weinberges ist weiterhin verpachtet, jetzt sind es 65 Ar und wie gesagt ist 2018 der erste so erscheinende Jahrgang dieses Weines. Feine Zitrusnase, dazu etwas Birne und Melone und Grapefruit, aber Gestein und Salz überwiegen, sehr straight, nicht ausufernd. Wunderbarer Zug im Mund, auch hier straight und geradeauslaufend, aber auch charmante gelbe Frucht und ein feiner süßer Schmelz kommen hinzu, Reneklode, Quitte, Orange, kandierte Amalfi-Zitrone, alles immer wieder unterlegt mit dieser Steinigkeit und viel Salz. Der Restzucker liegt hier zwischen 5 und 6 Gramm, 12.5% vol., schöner, leicht cremiger Fruchtkern in der Mitte mit feinsalzig zulegendem Finish hintenraus. Pikant, aber nicht ganz so charmant wie der Rotenberg, er bleibt straighter. Wow, jetzt habe ich 3 Felsenberg im Programm und dieses Jahr ist die Entscheidung wirklich verdammt schwer, denn alle 3 sind grandios in ihrer sehr unterschiedlichen Ausprägung trotz des ähnlichen Terroirs. Der charmanteste Wein der 3 ist sicher trotzdem am ehesten noch der Hermannsberg, denn hier haben wir diese warme Saftigkeit zu der mineralischen Steinigkeit und dem Zug. 97-100/100

19+
/20

Pirmin Bilger über: Felsenberg Riesling Großes Gewächs trocken

-- Pirmin Bilger: Der Felsenberg zeigt eine etwas wärmere Aromatik mit viel reifer gelber Frucht. Es ist sogar einen Hauch Exotik dabei. Auch hier eine deutlich Mineralität mit kühlem Tiefgang. Der Auftakt am Gaumen beginnt unheimlich cremig weich und mit köstlicher Extraktsüsse und einem prall gefüllten Früchtekorb. Zitrone, Grapefruit, Pfirsich, Aprikose, Birne und gelbe Pflaume. Die Struktur steht in genialer Balance zur Frucht und unterstreicht dadurch dieses kraftvoll fruchtig frische Weinerlebnis. Was für eine Wucht und Kraft am Gaumen und doch bewahrt er zu jeder Zeit die Eleganz. Die Mineralität bleibt noch minutenlang im Mund und versprüht ihren Charme. 19+/20

96
/100

Falstaff über: Felsenberg Riesling Großes Gewächs trocken

-- Falstaff: Gelbfrucht, weiße Pfirsiche, ein Hauch Muskat, Wachs, sehr reif in der Frucht, reich in der Phenolik, mineralische Noten, ganz nahtlos verwobene Säure, weißer Pfeffer, bacchanalisch-rubenshaft, weich und fast burgunderhaft im Stil. Steinbutt buerre blanc. 96/100

96
/100

Suckling über: Felsenberg Riesling Großes Gewächs trocken

-- Suckling: Preserved lemons, bright nectarines, dried daffodils, honeysuckle and hay. Very structured and weighty on the palate with a great deal of depth and flavor, but a knife-edge of cutting acidity that keeps the pithy citrus fruit tame and in check. Four-square and powerful. Drink now or hold. 96/100

95–97
/100

Elias Schlichting über: Felsenberg Riesling Großes Gewächs trocken

-- Elias Schlichting: Hermannsbergs Felsenberg wirkt fester, hefe-geprägter und etwas herber als Dönnhoff und Schäfer-Fröhlichs Varianten aus diesem Weiberg. Steinige, fast karge Nase, die nur wenig Frucht zulässt aktuell, etwas Quittenschale und grüne Aprikose, grüne Mandel, feine Nussigkeit, hell-mineralisch. Der Mund ist kompakt und wird von fast brachialer Schiefergesteinsanmutung zusammengehalten, eine feine Extraktsüße wie von überreifer Zitrone puffert im Ausklang die herbwürzige-steinsalzige Aromatik ab und verleiht dem ansonsten kompromisslosen Felsenberg ein charmantes Fruchtpolster. Ein Gesteinshammer! 95-97/100

Weinwisser über: Felsenberg Riesling Großes Gewächs trocken

-- Weinwisser: Safran- artiges Bouquet, wirkt recht warm und noch nicht ganz klar, gerade mit Wärme nicht ganz einfach einzuordnen. Musste mir das mehrmals einschenken lassen, fängt sich aber zunehmend im Glas. Am Gaumen sehr klar und linear, sehr geschliffen, elegant mit pikanter Hülle, grosse Transparenz, durch und durch mit mineralischer Struktur. Unbe- dingt reifen lassen. 18/20

Mein Winzer

Gut Hermannsberg

Im Jahr 1901 gründete der preußische Staat die Domäne und erwarb die ersten Flächen: steiles, zerklüftetes und felsiges Gelände inklusive einer ehemaligen Kupferschürfung.

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