Esprit de Doyac 2020

Esprit de Doyac 2020

BIO

Zum Winzer

92–93+
100
2
Merlot 80%, Cabernet Sauvignon 20%
5
rot, trocken
14,0% Vol.
Trinkreife: 2024–2035
Verpackt in: 6er
9
fruchtbetont
saftig
seidig & aromatisch
3
Lobenberg: 92–93+/100
6
Frankreich, Bordeaux, Haut Medoc
7
Allergene: Sulfite, Abfüllerinformation
lobenberg

Heiner Lobenberg über:
Esprit de Doyac 2020

92–93+
/100

Lobenberg: Chateau la Madronerie war eigentlich der Name dieses zweiten, vom Terroir und Rebbestand unabhängigen Weinguts auf dem gleichen Besitz. Demeter zertifiziert, extrem schonend vinifiziert und ausgebaut im gebrauchten Barrique. Etwas mehr Merlot als im Chateau Doyac. Leider durfte Max diesen eigentlichen Namen nicht mehr verwenden, das französische Appellationsrecht brestimmte die Verwendung nur eines Namens. Das wird dem eigenständigen Wein nicht gerecht, es suggeriert als sei der Esprit eine Art Zweitwein. Das ist er aber mitnichten! Parallelen gtibts natürlich im Terroir unmd der Weinbergsarbeit. Der Weinberg ist hier inzwischen ebenso dichtgepflanzt mit 7.000 Pflanzen pro Hektar wie bei den Doyac-Parzellen, der Ertrag liegt bei 40 Hektolitern. Das heißt pro Stock deutlich weniger als ein Kilo aus kleinen stammnahen Träubchen. Der Untergrund besteht überwiegend aus Kalkstein mit einer geringen Lehmauflage, beim Esprit sogar fast reiner Kalk, der Wein ist noch feiner und eleganter als Doyac, dafür hat er weniger Power. Komplett Demeter zertifiziert in Biodynamie. Die Weinstöcke sind im doppelten Guyot erzogen, die Ernte geschieht händisch und mechanisch mit einer Nachsortierung sowie einer optischen Lasersortierung nach dem Entrappen. Also es kommen nur top Beeren in die Vergärung, völlig clean. Die Fermentation erfolgt innerhalb von 15 Tagen bei rund 26 Grad im Inox-Stahl, temperaturreguliert. Der Ausbau dann für gut 12 Monate im Holz, davon beim Esprit kein neues Holz. Es werden knapp 20.000 Falschen erzeugt. Die Önologen sind der berühmte Eric Boissenot, der viele berühmte Premier und Deuxième Cru im Médoc berät und dessen Mitarbeiter Marco Balsimelli. Das Rebalter ist ungefähr 15 Jahre alt. Komplette Entrappung und als Biodynamiker natürlich spontan vergoren. Die Nase des tief rubinfarbenen Weins besticht durch fast verblüffend intensive Walderdbeere, dazu ein Hauch hellrote Kirsche und Himbeere nebst weißer Schokolade und hellen Blüten nebst Duft von weißen Rosen. Der Antrunk kommt mit der gleichen intensiven Beerenfrucht, hochintensive Erdbeere und süße rote Johannisbeere, etwas Veilchen und Lavendel, feinste, polierte Tannine und kalksteinige Mineralität. Der sattfruchtige Wein verblüfft trotz seiner Fruchtdichte mit großer Feinheit und fast zartem Körper, der fruchtig intensive und doch zarte Nachhall löst sich in Wohlgefallen auf. Everybodys Darling, ein so sympatischer Zechwein. Leckerer Hedonismus, zum Reinspringen schön wenn auch nicht ganz so groß wie der Doyac. 92-93+/100

Mein Winzer

Doyac

Château Doyac ist ein kleines, biodynamisches Weingut direkt an der nördlichen Grenze zu Saint Estephe mit wirklich extrem arbeitenden Besitzern. Im Grunde so eine Art zweites Clos Manou in der Perfektion, vielleicht nicht ganz so extrem im niedrigen Stockertrag, aber dazu kommt hier noch der...

Esprit de Doyac 2020